Newsblog zum Krieg im Nahen und Mittleren Osten
Die Entwicklungen vom 6. bis 7. März 2026

Seit dem 6. März 2026 halten wir in einem Newsblog fest, wie sich der Krieg im Nahen Osten entwickelt. In diesem Archiv können Sie die bisherigen Entwicklungen nachvollziehen.

    US-Präsident Trump verlässt sein Flugzeug, die Air Force One. Er blickt ernst in die Kamera, rechts von ihm salutiert ein Militärangehöriger.
    Will nicht mit der iranischen Führung verhandeln: US-Präsident Trump. (AFP / SAUL LOEB)
    Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.

    Samstag, 7. März

    +++ Israel hat iranische Ölreserven angegriffen. +++

    Ein israelischer Militärsprecher sagte, dies sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden. In einer späteren Militärmitteilung war von mehreren Treibstofflagern die Rede. Die iranischen Streitkräfte nutzten diese Tanks für ihre militärische Infrastruktur, hieß es.

    +++ Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden.

    Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah einen Feuerball und Rauch über dem Süden von Teheran. Iranische Medien berichteten ebenfalls von Explosionen, außerdem sei die Luftabwehr im Einsatz gewesen. Israel und die USA hatten zuletzt ihre Luftangriffe auf den Iran verstärkt.

    +++ In der irakischen Hauptstadt Bagdad und in Erbil im Norden des Landes ist es am Abend zu Explosionen gekommen.

    Das berichtetet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Korrespondenten vor Ort. Demnach soll es nahe der Grünen Zone, wo sich unter anderem die US-Botschaft befindet, Luftabwehraktivität gegeben haben. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Irak, soll es den Angaben zufolge drei Detonationen gegeben haben.

    +++ Der Iran will einem Medienbericht zufolge in Kürze einen Nachfolger für das getötete Staatsoberhaupt Ayatollah Chamenei benennen.

    Die Sitzung des für die Wahl zuständigen Expertenrats werde innerhalb der nächsten 24 Stunden stattfinden, sagte eines der 88 Mitglieder des Gremiums, Hossein Mosafari, der Nachrichtenagentur Fars. Die USA und Israel hatten am Samstag vergangener Woche massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. 

    +++ Die US-Streitkräfte haben damit begonnen, britische Militärstützpunkte für den Iran-Krieg zu nutzen.

    Das Verteidigungsministerium in London teilte mit, die USA würden die Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" nutzen, um den Iran daran zu hindern, Raketen in die Region abzufeuern. Premierminister Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran jegliche britische Beteiligung abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert.

    +++ Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, hat in seiner ersten Rede seit Beginn des Nahost-Kriegs die Widerstandsfähigkeit der Emirate betont.

    "Wir sind keine leichte Beute", sagte er in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Die Emirate würden ihre Pflicht erfüllen und alle Einwohner schützen.

    +++ Irans Justizchef Edschei hat erklärt, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen werde, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützten.

    Beweise der iranischen Streitkräfte zeigten, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zu Verfügung stehe, sagte Edschei.
    +++ Die Arabische Liga plant für am Sonntag eine Krisensitzung zu den iranischen Angriffen unter anderem in der Golfregion.
    Die Video-Schalte solle am Mittag stattfinden, sagte der Vize-Generalsekretär Saki dem staatlichen ägyptischen Fernsehsender Al-Kahera-News. Die Nachrichtenseite "Al-Ahram" meldete, das Treffen sei auf Gesuch Saudi-Arabiens anberaumt worden. Auch das saudische Staatsfernsehen berichtete darüber. Im Zuge der amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran reagiert das Land seit einer Woche mit Angriffen im Nahen Osten auf US-Militärstützpunkte in zahlreichen arabischen Ländern, aber unter anderem auch auf Flughäfen. Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen oft einheitlich äußern, aber eher selten konkrete Schritte beschließen.

    +++ Aus mehreren Golf-Staaten werden weitere Angriffe gemeldet.

    Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Man werde aus dem Iran mit Drohnen angegriffen, hieß es. Die Revolutionsgarden im Iran teilten mit, man habe US-Ziele in Bahrain angegriffen - als Vergeltung eines US-Angriffs auf eine Entsalzungsanlage. Aus Doha, der Hauptstadt von Katar, meldete ein Reporter der AFP Explosionen. Details sind noch unklar.
    +++ US-Präsident Trump hat mit Angriffen auf Gebiete und Personen gedroht, die bislang keine Ziele gewesen seien.
    Auf seiner Internetplattform erklärte Trump, der Iran habe sich "sehr schlecht" verhalten. Es drohe in den Gebieten komplette Zerstörung und sicherer Tod. Nähere Angaben machte er nicht. Außerdem kündigte Trump für den Tagesverlauf intensive Angriffe an. Gestern hatte der US-Präsident den Iran zu einer bedingungslosen Kapitulation aufgerufen.
    +++ Der Iran wirft den USA vor, eine Entsalzungsanlage auf einer Insel im Persischen Golf angegriffen zu haben.
    Irans Außenminister Araghtschi erklärte auf der Plattform X, die USA hätten auf der Insel Keschm ein "unverfrorenes und verzweifeltes Verbrechen" begangen. Die Wasserversorgung in 30 Ortschaften sei betroffen. Die iranische Infrastruktur anzugreifen sei ein "gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Konsequenzen". Die USA hätten damit einen Präzedenzfall geschaffen.

    +++ In mehreren deutschen Städten haben erneut Menschen unter dem Motto "Freiheit für Iran" protestiert.

    In Düsseldorf kamen laut Polizei rund 2.500 Menschen zusammen. In Berlin versammelten sich Hunderte am Brandenburger Tor. An beiden Orten waren Anhänger des iranischen Oppositionspolitikers Reza Pahlavi dabei. Er ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Die Menschen erinnerten an die Tausenden von Menschen, die während der Proteste zu Beginn des Jahres im Iran ermordet wurden und an die Tausenden, die noch gefangen gehalten werden
    Auch in anderen europäischen Städten gab es heute ähnliche Demonstrationen, etwa in London, Paris und Milan.
    Menschen stehen in Berlin mit deutschen, israelischen, iranischen und amerikanischen Flaggen und Plakaten von Prinz Reza Pahlavi zusammen.
    Demonstration unter dem Motto "Freiheit für Iran" in Berlin (IMAGO / Jochen Eckel )

    +++ Die US-Streitkräfte haben damit begonnen, britische Militärstützpunkte für den Iran-Krieg zu nutzen.

    Das britische Verteidigungsministerium erklärte am Samstag, die USA würden die Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" nutzen, um den Iran daran zu hindern, "Raketen in die Region abzufeuern". Der britische Premierminister Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran jegliche britische Beteiligung abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert. Einen Tag nach Kriegsbeginn gab Starmer aber bekannt, dass er einer US-Anfrage zur Nutzung britischer Stützpunkte für einen "speziellen und begrenzten Verteidigungszweck" zugestimmt habe.

    +++ Angesichts der Raketenangriffe aus dem Iran hat der saudische Verteidigungsminister bin Salman mit dem Militär der Atommacht Pakistan über die Umsetzung eines gemeinsamen Verteidigungsabkommens gesprochen.

    Er habe mit Armeechef Munir erörtert, welche Maßnahmen nötig seien, um die iranischen Angriffe auf Saudi-Arabien zu stoppen, sagte bin Salman auf X. Details wurden nicht genannt. Zwischen den beiden Ländern besteht seit 2025 ein Verteidigungspakt. Demnach wird jeder Angriff auf einen der beiden Staaten als Angriff auf beide Länder gewertet.

    +++ Kuwait drosselt wegen der anhaltenden iranischen Angriffe und der Drohungen gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormus seine Ölproduktion.

    Auch der Durchsatz der Raffinerien werde reduziert, teilte der staatliche Ölkonzern Kuwait Petroleum Corporation mit. Dies sei Teil der Strategie zum Risikomanagement. Man sei bereit, die Förderung wieder hochzufahren, sobald die Lage dies zulasse.

    +++ Nach dem Einschlag einer Drohne iranischer Bauart auf Zypern erwägt die Türkei die Entsendung von F-16-Kampfjets in die Türkische Republik Nordzypern.

    Angesichts der jüngsten Entwicklungen würden Pläne ausgearbeitet, um die Sicherheit der Republik Nordzypern zu garantieren, hieß es aus dem türkischen Verteidigungsministerium. In der Nacht zum Montag war der britische Militärstützpunkt Akrotiri von einer unbemannten Drohne des Typs Schahed getroffen worden. Opfer gab es demnach nicht. Die Republik Nordzypern wird nur von Ankara anerkannt. Nach dem Vorfall sagten mehrere europäische Länder Zypern ihre Unterstützung zu und entsandten Luftabwehrsysteme sowie andere militärische Ausrüstung.

    +++ Seit einer Woche herrscht Krieg im Iran.

    Der Politologe Christian Mölling hat eine Woche nach Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran eine Zwischenbilanz im Deutschlandfunk gezogen.

    +++ Im Persischen Golf sitzen nach Schätzungen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation rund 20.000 Seeleute fest.

    Generalsekretär Dominguez bezeichnete die Lage als inakzeptabel. Er forderte alle an dem Konflikt beteiligten Parteien auf, Maßnahmen zum Schutz der Seeleute zu ergreifen. Auch die Freiheit der Schifffahrt müsse im Einklang mit dem Völkerrecht gewährleistet bleiben. Dominguez wies auf einen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus hin. Dabei kamen mindestens vier Seeleute ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt.

    +++ Nach weiteren Luftangriffen melden iranische Staatsmedien schwere Schäden im ganzen Land.

    Betroffen seien unter anderem zwei Kliniken im Südwesten. Den Berichten zufolge war auch der Flughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. In Teheran griff das israelische Militär nach eigenen Angaben mit mehr als 80 Kampfflugzeugen unter anderem ein unterirdisches Raketenlager sowie eine Militär-Universität der Revolutionsgarden an. Nach iranischen Angaben wurden bei den neuen israelischen Angriffen mindestens acht Menschen getötet.

    +++ Im Krieg mit den USA und Israel hat Irans Präsident Peseschkian Forderungen nach einer Kapitulation eine Absage erteilt.

    Peseschkian erklärte im Staatsfernsehen, die Feinde könnten "solche Träume mit ins Grab nehmen". US-Präsident Trump hatte gestern eine bedingungslose Kapitulation des Iran gefordert. Peseschkian gab in seiner Ansprache zudem bekannt, keine Angriffe auf Nachbarstaaten mehr verüben zu wollen - unter der Bedingung, dass von dort wiederum keine Angriffe auf den Iran mehr erfolgten. Dies schließe auch US-Militärbasen dort mit ein. Peseschkian bat die Golfstaaten um Entschuldigung für erfolgte Angriffe. Diese Vorfälle seien das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure gewesen.

    +++ Linken-Chefin Schwerdtner: Staat muss wegen hoher Kraftstoffpreise eingreifen

    Angesichts stark steigender Kraftstoffpreise infolge des Krieges im Iran fordert die Partei Die Linke einen Ölpreisdeckel und eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Ihre Vorsitzende Schwerdtner sagte im Deutschlandfunk, der Staat müsse eingreifen und die Menschen jetzt entlasten. Der Ölpreis müsse EU-weit auf dem Niveau vor dem Iran-Krieg gedeckelt werden. Schwerdtner verwies auch auf einen Preisschock nach dem Beginn des Ukraine-Krieges 2022. Wörtlich sprach sie von "Gierflation" und kritisierte, die Konzerne hätten aus Gier die Inflation angetrieben. Damals sei eine Übergewinnsteuer viel zu spät eingeführt worden.

    +++ Der Flugverkehr in Dubai ist erneut wegen Raketenangriffen unterbrochen worden.

    Das teilte die Fluggesellschaft Emirates mit. Die Menschen wurden aufgerufen, aus Sicherheitsgründen das Flughafengelände zu meiden. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten erneut iranische Raketenangriffe. Die Flugabwehr sei im Einsatz. In den vergangenen Tagen war der Betrieb in Dubai und von anderen als internationale Drehkreuze fungierenden Flughäfen teilweise wieder aufgenommen worden.

    +++ Die USA und Israel kommen bei ihren Angriffen gegen den Iran nach Einschätzung des Militärexperten Ralph Thiele gut voran.

    Das wichtigste Ziel seien die Abschussrampen für ballistische Raketen gewesen, sagte der Vorsitzende der in Berlin ansässigen Politisch-Militärischen-Gesellschaft im Deutschlandfunk. Die meisten davon seien zerstört. Der nächste Schritt seien Irans Nuklearanlagen. Thiele hält für deren Zerstörung Einsätze von US-amerikanischen oder israelischen Bodentruppen für wahrscheinlich.

    +++ Drei Unifil-Soldaten sind infolge der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz verletzt worden.

    Ein Schwerverletzter sei in ein Krankenhaus in Beirut gebracht worden, erklärte die Beobachtermission der Vereinten Nationen. Zuvor hatte es unter Berufung auf Sicherheitskreise geheißen, dass der Unifil-Posten im Südwesten des Libanon unter israelischen Beschuss geraten sei. Israels Militär teilte mit, die Angelegenheit zu prüfen. Unifil machte geltend, dass jeder Angriff auf ihre Truppen einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht darstelle.
    Im Libanon fliehen wegen der Kämpfe erneut massenhaft Menschen vor allem aus dem Süden des Landes. Menschenrechtsorganisationen rechnen mit Hunderttausenden Flüchtlingen.

    +++ Israel ist nach Armeeangaben erneut mit Raketen aus dem Iran angegriffen worden.

    Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte das Militär mit. Bereits in der Nacht hatte die Armee wiederholt Attacken der Islamischen Republik gemeldet. Israels Luftwaffe flog ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran. Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von Bränden am internationalem Flughafen Mehrabad. US-Finanzminister Bessent sprach im Interview mit dem Sender "Fox Business" vom "schwersten Bombardement" seit Beginn des Krieges. Ziele seien iranische Raketenabschussrampen und Fabriken, in denen die Raketen hergestellt würden.

    +++ Im Krieg mit Israel und den USA sind nach iranischen Angaben bislang mindestens 1.332 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Tausende weitere seien verletzt worden, sagte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Iravani, in New York. Der Diplomat behauptete, die USA und Israel hätten gezielt zivile Infrastruktur angegriffen, während der Iran ausschließlich militärische Ziel beschossen habe. Iravani prangerte zudem Forderungen von US-Präsident Trump an, wonach dieser bei der Nachfolgeregelung des getöteten obersten iranischen Führers Chamenei mitbestimmen wolle. Diese Äußerungen seien ein klarer Verstoß gegen die Grundsätze der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten, welche in der UNO-Charta verankert seien, erklärte Iravani.

    +++ Die US-Regierung hat inmitten des Iran-Kriegs neue Waffenverkäufe an Israel gebilligt.

    Der Rüstungsgeschäft im Umfang von 151 Millionen Dollar (rund 130 Millionen Euro) umfasst 12.000 Bomben, wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Demnach stellte Außenminister Rubio eine besondere Dringlichkeit der Waffenverkäufe fest und verzichtete auf den üblichen Prüfungsprozess durch den Kongress.

    +++ Katar hat die teilweise Wiederöffnung seines Luftraums angekündigt.

    Der Flugverkehr über Katar könne über genau festgelegte Routen und in eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen werden, erklärte die Flugaufsichtsbehörde. Dazu gehöre zunächst eine begrenzte Zahl von Flügen zur Rückholung gestrandeter Passagiere sowie Transportflüge. Qatar Airways kündigte für heute Verbindungen nach Frankfurt am Main, London, Paris, Madrid und Rom an. Mitgenommen würden bevorzugt Familien, ältere Menschen und solche mit dringendem medizinischen Behandlungsbedarf. Ob in den kommenden Tagen weitere Flüge stattfinden könnten, hänge von der Sicherheitslage ab, hieß es weiter. Diese werde laufend überprüft. Tausende Reisende aus aller Welt sitzen derzeit in der Golfregion fest, weil der Flugbetrieb wegen des Irankriegs eingestellt wurde.

    +++ Israel hat eigenen Angaben zufolge seine Angriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran fortgesetzt.

    Wie ein Sprecher des Militärs mitteilte, war vor allem die Infrastruktur Ziel der Attacken. Kurz zuvor war Israels Luftabwehr wegen Raketenbeschusses aus dem Iran im Einsatz gewesen. Bald darauf wurde wieder Entwarnung gegeben. Die Bevölkerung habe die Schutzräume wieder verlassen können, hieß es weiter. Berichte über Verletzte gab es nicht. Das US-Militär gab bekannt, im Iran seit Kriegsbeginn mehr als 3.000 Ziele angegriffen zu haben. Die Streitkräfte hätten zudem 43 iranische Schiffe zerstört oder beschädigt. Erklärtes Ziel sei es, die gesamte iranische Marine außer Gefecht zu setzen, erklärte ein Sprecher.

    Freitag, 6. März

    +++ Russland liefert dem Iran Medienberichten zufolge Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten.

    Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die "Washington Post" unter Berufung Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden. Russland ist offiziell nicht am Krieg beteiligt.

    +++ US-Präsident Trump hat Verhandlungen mit der iranischen Führung über ein Kriegsende ausgeschlossen.

    Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, es werde kein Abkommen geben. Stattdessen müsse es auf eine "bedingungslose Kapitulation" des Irans hinauslaufen. Erst nach einem solchen Schritt und der Auswahl einer "großartigen und akzeptablen" neuen iranischen Führung würden die USA und ihre Verbündeten daran arbeiten, das Land "vom Rande der Zerstörung zurückzuholen". Man werde sich dann auch für eine Stärkung der iranischen Wirtschaft einsetzen.

    +++ Nach dem Raketenangriff am vergangenen Wochenende auf eine Mädchenschule im Iran fordern die Vereinten Nationen eine unabhängige Untersuchung.

    UNO-Fachleute sprachen in Genf von einem schwerwiegenden Angriff auf Kinder, auf die Bildung und die Zukunft einer ganzen Gemeinschaft. Bildungseinrichtungen dürften nie zu militärischen Zielen werden. Am vergangenen Samstag hatte eine Rakete die Mädchenschule in Minab im Süden des Iran getroffen. Dabei wurden nach iranischen Angaben mehr als 150 Schülerinnen getötet. Laut einem Bericht der "New York Times" sind vermutlich die USA für den Angriff verantwortlich. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. Die Schule sei getroffen worden, während US-Streitkräfte einen benachbarten iranischen Marinestützpunkt angegriffen hätten. Nach Angaben von Außenminister Rubio untersucht das Pentagon den Vorfall.

    ​+++ Bundeskanzler Merz sieht im Fall einer raschen Beendigung des Iran-Kriegs nur geringe Auswirkungen auf die ‌deutsche Wirtschaft.

    Merz sagte auf der Internationalen Handwerksmesse in München, aus heutiger Sicht - aber nur aus heutiger Sicht - werde es wahrscheinlich bei einem Dämpfer bleiben. Man sehe die Konjunkturauswirkungen im Augenblick praktisch hinter dem Komma. Merz warnte, wenn der Krieg länger dauern und möglicherweise auf größere Teile des Nahen Ostens übergreifen sollte, dann könnte er auch viel weitergehende Folgen haben. Auch aus ‌diesem Grunde wirke die Bundesregierung in Abstimmung mit europäischen Partnern auf ein rasches Kriegsende hin.

    +++ Der Anstieg der Ölpreise beschleunigt sich.

    Am Nachmittag wurde Rohöl der Nordseesorte Brent an der Börse in Frankfurt am Main erstmals seit fast zwei Jahren über 90 US-Dollar gehandelt. Grund sind der Iran-Krieg und die damit verbundene Sorge vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am vergangenen Wochenende hat sich Rohöl der Sorte Brent um etwa 25 Prozent verteuert.

    +++ UNO-Menschenrechtskommissar Türk hat an die Bundesregierung appelliert, sich im Iran-Krieg für die Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte einzusetzen.

    Er rufe alle Länder mit Einfluss auf die kriegsführenden Parteien auf, die Wahrung des Völkerrechts ohne Ausnahme zu verlangen. Dazu gehöre der Schutz von Zivilisten. Türk sagte, er hoffe, diese Botschaft auch von der deutschen Regierung zu hören. Bundeskanzler Merz hatte zu Beginn des Krieges erklärt, völkerrechtliche Einordnungen würden relativ wenig bewirken. Auf Kritik an den USA und an Israel verzichtete er bislang, wies jedoch auf die Risiken des Kriegs hin.

    +++ Ein zweiter von der Bundesregierung organisierter Evakuierungsflug aus der Golf-Region ist auf dem Flughafen in Frankfurt am Main gelandet.

    Die Maschine der Fluggesellschaft Condor mit Bundesbürgern an Bord kam aus Maskat in Oman. Die Ankunft war ursprünglich bereits für gestern Abend erwartet worden, der Abflug hatte sich aber verzögert. Gestern war bereits eine erste von der Bundesregierung gecharterte Maschine mit Deutschen angekommen. Geplant sind noch mindestens zwei weitere dieser Flüge. Zudem gibt es solche privater Reiseanbieter.
    Die Lufthansa-Tochter Eurowings teilte mit, sie wolle mit einem Sonderflug heute Nacht rund 150 Bundesbürger aus dem saudischen Riad nach Köln ausfliegen. Ein Linienflug von München nach Riad wurde Lufthansa zufolge aus Sicherheitsgründen nach Kairo umgeleitet. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs sitzen zehntausende deutsche Touristen in der Region fest.

    +++ Im Libanon sind die südlichen Vorstädte der Hauptstadt Beirut und die Küstenstadt Sidon Ziel erneuter israelischer Angriffe geworden.

    In Sidon kamen nach Angaben der Behörden fünf Menschen ums Leben. Einer von ihnen war nach Angaben von Sicherheitskreisen ein Mitglied der militant-islamistischen Hamas. Die südlichen Vorstädte Beiruts gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah. Deren Infrastruktur sei Ziel der Angriffe, teilte die israelische Armee mit. Auch die iranische Hauptstadt Teheran wurde erneut von Israel attackiert.
    Die Hisbollah teilte einen neuen Raketenbeschuss auf den Norden Israels mit. Der Iran hat eigenen Angaben zufolge einen Öl-Tanker in US-Besitz vor der Küste Kuwaits angegriffen. Außerdem seien wieder Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit Raketen angegriffen worden, berichtet der staatliche Rundfunk in Teheran.

    +++ Der Leiter der im Libanon tätigen Hilfsorganisation Caritas International, Müller, warnte im Deutschlandfunk, die Evakuierungsbefehle der israelischen Armee für die südlichen Vororte von Beirut seien nicht realisierbar.

    Dort lebten hunderttausende Menschen, die nicht alle anderswo Platz fänden. Daher sei eine wachsende Zahl von zivilen Opfern durch Angriffe in der Region zu befürchten.

    +++ Die USA haben nach eigenen Angaben unterirdische Raketenabschussrampen im Iran attackiert.

    B-2 Tarnkappenbomber hätten am Morgen Dutzende Penetrator-Bomben auf tief vergrabene Abschussrampen für ballistische Raketen abgeworfen, sagte der Chef des US-Regionalkommandos im Nahen Osten, Cooper. "Wir haben auch das iranische Äquivalent des Weltraumkommandos getroffen, was ihre Fähigkeit vermindert, die Amerikaner zu bedrohen", sagte er.

    +++ Das UNO-Flüchtlingshilfswerk stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein.

    Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilte das UNHCR in Genf mit. Zehntausende geflohene Syrer seien zudem aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation warnt angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten. Der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Türk, äußerte sich besorgt über die umfassenden israelischen Evakuierungsaufforderungen für den Südlibanon und Vororte von Beirut. Insbesondere Zwangsumsiedlungen würfen ernste Fragen im Hinblick auf das humanitäre Völkerrecht auf.

    +++ Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt.

    In den kommenden Tagen würden die Aktionen intensiver und umfangreicher sein, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das Kommando-Hauptquartier. Zugleich berichtete das iranische Militär über Drohnenangriffe auf eine Radarstation in Israel und einen Luftwaffenstützpunkt. Zudem seien US-Basen in Kuwait sowie im irakischen Erbil attackiert worden.
    Israel wiederum setzte heute früh seine Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon fort. So seien etwa die Hauptstädte Teheran und Beirut erneut beschossen worden. Das israelische Militär sprach von einer nächste Phase in dem Krieg, bei der es vor allem um die Zerschlagung des iranischen Regimes gehe. Das US-Militär erklärte am siebten Tag des Krieges, Hauptanliegen sei es jetzt, die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion zu zerstören.

    +++ Die USA haben nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Kubilius nicht ausreichend Luftabwehrraketen, um die Golfstaaten und die Ukraine bei deren Verteidigung zu unterstützen.

    "Die Amerikaner werden wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen", sagte Kubilius am Freitag bei einem Besuch in Warschau. Es sei klar, dass es nach dem Iran-Krieg "für uns in Europa noch dringlicher geworden ist, die Produktion von Luftabwehr- und Raketenabwehrsystemen hochzufahren", betonte Kubilius.

    +++ Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad nehmen ihren Betrieb in begrenztem Umfang wieder auf.

    Emirates teilte mit, bis auf Weiteres 82 Ziele zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei. Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigte an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris. Die Sicherheitslage bleibe jedoch fragil.
    Blick aus der Ferne auf den weißen Airbus an seinem Parkplatz. Dahinter ein Zaun und ein Wald.
    Emirates bietet wieder 82 Flugziele an. (Boris Roessler/dpa)

    +++ In Großbritannien hat die Polizei vier Männer unter dem Verdacht der Spionage für den Iran festgenommen.

    Ihnen wird vorgeworfen, Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausgespäht ‌zu haben, wie die Polizei ⁠mitteilt. Bei den Verdächtigen im Alter ⁠zwischen 22 und 55 Jahren handele es sich um einen Iraner und drei britisch-iranische Doppelstaatler.

    +++ Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat der provisorische Führungsrat die Nachfolgefrage erörtert.

    Wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht, befasste sich das Gremium damit, eine Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers einzuberufen. Wann dies geschehen wird, ist unklar. Irans Staatsoberhaupt Chamenei - die höchste geistliche und politische Instanz des Landes - war am Samstag bei israelisch-amerikanischen Angriffen getötet worden. Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge gilt sein zweitältester Sohn Modschtaba.
    Eine Frau hält ein Foto des getöteten Obersten Führers, Ayatollah Ali Khamenei, in die Luft.
    Wer folgt auf Chamenei? (picture alliance / abaca / SalamPix / ABACA)

    +++ Bei Angriffen Israels und der USA auf die Region der südiranischen Stadt Schiras sind nach Angaben eines Behördenvertreters mindestens 20 Menschen getötet worden.

    30 weitere Menschen seien bei dem "Terroranschlag" verletzt worden, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Fars laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Angriffe ereigneten sich demnach in einem Wohngebiet. Die Angaben sind aktuell nicht unabhängig überprüfbar.

    +++ Die USA melden mehr als 30 versenkte iranische Kriegsschiffe.

    Darunter ​befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilte das Militär mit. Der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, Admiral Cooper, erklärte, die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen.

    +++ Die USA wollen nach den Worten von Präsident Trump keine Bodentruppen in den Iran entsenden.

    "Das wäre Zeitverschwendung", sagte Trump dem US-Sender NBC. "Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können", sagte Trump mit Blick auf die iranische Führung. Die Äußerung des iranischen Außenministers Araghtschi, wonach Teheran vorbereitet sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump als "verschwendeten Kommentar".

    +++ Vor dem Hintergrund des Iran-Konfliktes hat "Reporter ohne Grenzen" offene Einschüchterungsversuche gegenüber Journalistinnen und Journalisten beklagt.

    Das Regime drohe Medienschaffenden direkt per SMS oder in Anrufen mit Festnahmen, sagte die Referentin der Organisation, Struzh, dem Evangelischen Pressedienst. Mehrfach sei im iranischen Staatsfernsehen angekündigt worden, jede Tätigkeit, die als "vorteilhaft für den Feind" eingestuft werde, streng zu bestrafen. Struzh zufolge hat eine in Teheran ansässige Reporterin der Organisation geschildert, dass kein unabhängiger Journalist derzeit arbeiten dürfe. Belastbare Informationen seien deshalb rar.

    +++ Die Bemühungen, gestrandete Deutsche aus der Golfregion zurückzuholen, gehen weiter.

    Die Lufthansa-Tochter Eurowings teilte mit, man wolle mit einem Sonderflug heute Nacht rund 150 Touristen aus dem saudischen Riad nach Köln ausfliegen. Es handelt sich um den ersten eigenen Evakuierungsflug der Airline, die bislang als Dienstleister der Bundesregierung an Rückholaktionen beteiligt war. Außenminister Wadephul kündigte außerdem einen weiteren Sonderflug der Bundesregierung aus Riad an. Zuvor hatte die Bundesregierung bereits drei Flugzeuge in den Oman geschickt. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sitzen Zehntausende deutsche Touristen in der Region fest.
    Der CSU-Vorsitzende Söder wirft der Bundesregierung zu wenig Einsatz bei der Rückholung gestrandeter deutscher Touristen aus der Golfregion vor. Der bayerische Ministerpräsident forderte bei Welt-TV, die Nutzung von Bundeswehrmaschinen zu erwägen.
    Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder spricht bei einer Pressekonferenz.
    Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder (Archivbild). (Pia Bayer / dpa / Pia Bayer)

    +++ US-Abgeordnete stimmen mehrheitlich gegen Mitspracherecht im Iran-Krieg.

    In den USA hat das Repräsentantenhaus dem von Präsident Trump befohlenen Militäreinsatz gegen den Iran vorerst keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung über einen Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, erhielt nicht genug Stimmen. Auch vier oppositionelle Demokraten stimmten dagegen. Ein ähnlicher Antrag war zuvor bereits im Senat an der republikanischen Mehrheit gescheitert.
    Nach Auffassung des Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Johnson, befinden sich die USA nicht im Krieg mit dem Iran. Vielmehr führten die amerikanischen Streitkräfte einen Einsatz aus, der in Umfang und Dauer begrenzt sei, argumentierte der Republikaner. Allerdings hatte Trump das Wort "Krieg" im Zusammenhang mit den Angriffen auf den Iran selbst bereits verwendet.

    +++ Bahrain, Katar und Saudi-Arabien melden iranische Angriffe.

    Bahrains Innenministerium teilte mit, es seien ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Dabei seien Sachschäden entstanden. Erst gestern hatte ein iranischer Raketenangriff einen Brand in der wichtigsten staatlichen Ölraffinerie Bahrains ausgelöst, der gelöscht werden konnte. Derweil erklärte Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium, man habe in der Nacht drei ballistische Raketen abgefangen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden seien. Katar wiederum meldete einen abgewehrten Drohnenangriff auf den US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid. Nach einem einem Bericht des "Wall Street Journal" erwägen die Vereinigten Arabischen Emirate inzwischen, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren.

    +++ Syrien will zur Entlastung des Flugverkehrs in Nahost beitragen.

    Syrien hat einen Luftkorridor von der nördlichen Stadt Aleppo zum Mittelmeer für ausländische Fluggesellschaften geöffnet und will damit den lahmgelegten Flugverkehr in der Region entlasten. Der Korridor solle eine sichere Flugroute für ankommende und abfliegende Maschinen bieten, sagte der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Hosari. Zudem seien die Flugrouten im Norden des syrischen Luftraums in Richtung Türkei wieder freigegeben worden. Ein erster Flug der "Syrian Air" von Aleppo nach Istanbul sei bereits sicher gelandet und markiere die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs am ‌internationalen Flughafen von Aleppo.

    +++ Angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten wegen des Iran-Kriegs verschiebt Bundespräsident Steinmeier seine geplante Asienreise.

    Es gebe derzeit keine ausreichend sicheren und praktikablen Flugmöglichkeiten, erklärte seine Sprecherin zur Begründung. Eigentlich wollte Steinmeier am Sonntag nach Indonesien und auf die Philippinen reisen. Die Reise sollte bis zum 13. März dauern. Wann sie gegebenenfalls nachgeholt wird, blieb zunächst unklar.

    +++ US-Minister Hegseth betont, es gebe keinen Mangel an Munition.

    Im Krieg gegen den Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. Es gebe keinen Mangel an Munition, sagte Verteidigungsminister Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne "so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist". Die Regierung im Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, erklärte Hegseth weiter an Teheran gewandt: "Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung."
    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth
    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (AP / Omar Havana)
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