Landtagswahl in Baden-Württemberg
Özdemir bietet CDU Zusammenarbeit an – Hagel gratuliert

Der Grünen-Spitzenkandidat Özdemir setzt nach dem Wahlerfolg seiner Partei auf eine Fortsetzung des Regierungsbündnisses mit der CDU. Er hoffe auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe, betonte Özdemir. CDU-Spitzenkandidat Hagel gestand seine Niederlage ein. Die SPD und FDP stehen nach dem historisch schlechten Abschneiden auf Landesebene vor einem personellen Wechsel.

    Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir lässt sich auf der Wahlparty seiner Partei feiern.
    Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir lässt sich auf der Wahlparty seiner Partei feiern. (imago images / Political-Moments )
    Özdemir sagte am Abend in Stuttgart, man habe die Wahl gewonnen. Bereits zuvor hatte er die Christdemokraten zu einer erneuten Zusammenarbeit aufgerufen und ihnen eine Partnerschaft auf Augenhöhe angeboten. Die Grünen liegen nach Auszählung fast aller Wahlbezirke knapp vor der CDU, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervorgeht. CDU-Spitzenkandidat Hagel sprach von einer Niederlage für seine Partei. Er schloss aus, sich mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Hagel nannte das Ergebnis für die CDU bitter. Man habe stärkste Kraft werden wollen und dies nicht erreicht. SPD-Spitzenkandidat Stoch erklärte, er werde wegen des schlechten Abschneidens der Sozialdemokraten seine Ämter als Landes- und Fraktionschef zur Verfügung stellen. Der FDP-Spitzenkandidat Rülke kündigte seinen Rücktritt vom Landesvorsitz an.

    AfD drittstärkste Kraft, FDP und Linke verpassen Einzug in den Landtag

    Die Grünen kommen nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts (Stand 23:23 Uhr) auf 30,2 Prozent der Stimmen. Sie konnten ihr Resultat von 2021 (32,6 Prozent) nicht ganz halten. Auf die CDU entfallen 29,7 Prozent - ein plus von 5,6 Prozent gegenüber 2021. Die AfD wurde drittstärkste Kraft - mit 18,8 Prozent. Das entspricht fast einer Verdopplung des Ergebnisses gegenüber 2021. Die SPD halbiert ihr letztes Ergebnis und kommt noch auf 5,5 Prozent der Stimmen. FDP (4,4 Prozent) und Linke (4,4 Prozent) verpassen den Einzug in den Stuttgarter Landtag. Dafür wären fünf Prozent der Stimmen nötig gewesen. Auf die anderen Parteien entfielen insgesamt 7,0 Prozent. In Baden-Württemberg waren rund 7,7 Millionen Menschen berechtigt, ihre Stimme abzugeben, unter ihnen erstmals auch 16- und 17-Jährige.
    Weitere Informationen finden Sie in unserem Newsblog zur Landtagswahl in Baden-Württemberg.
    Diese Nachricht wurde am 08.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.