
Premierminister Sharif schrieb auf X, beide Seiten hätten einer endgültigen Fassung zugestimmt. Nun arbeite man gemeinsam daran, die nächsten Schritte zu finalisieren. Ein Frieden sei noch nie so greifbar gewesen wie jetzt.
Irans Außenminister Araghtschi sagte im Staatsfernsehen, es sei noch nichts unterzeichnet und es könne auch noch Änderungen geben. Angestrebt werde ein Ende des Krieges an allen Fronten, was die Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon einschließe.
Keine Bestätigung der USA
Aus Washington gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Medien zitierten lediglich einen US-Regierungsvertreter, wonach man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von einer baldigen Unterzeichnung ausgehe.
Die Schweiz bot bereits an, als Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zu dienen. Man stehe in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten und dem Iran, erklärte das Schweizer Außenministerium.
Abweichende Angaben zum Inhalt
Unterschiedlich lautende Informationen gab zum konkreten Inhalt. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr sieht das Abkommen vor, alle Kampfhandlungen unverzüglich zu stoppen - auch im Libanon. Der Iran solle die Straße von Hormus nicht länger blockieren. Im Gegenzug würden Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufgehoben und eingefrorene Gelder in Milliardenhöhe freigegeben. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind dem Bericht zufolge erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.
US-Präsident Trump hingegen dementierte weitreichende Zugeständnisse gegenüber dem Iran. Die durchgesickerten Informationen entsprächen nicht dem, was schriftlich vereinbart worden sei. Ein hochrangiger US-Vertreter bezeichnete das sich abzeichnende Abkommen als "leistungsbasiert". Demnach erhalte Teheran keine eingefrorenen Vermögenswerte, solange es seinen Teil der Vereinbarung nicht erfüllt habe.
Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
