Bundeswehr-Tag
Pistorius beschwört Zusammenhalt von Truppe und Gesellschaft

Verteidigungsminister Pistorius hat beim Tag der Bundeswehr einen stärkeren Zusammenhalt von Gesellschaft und Truppe beschworen. Es habe in den vergangenen Jahren wenig Raum für Begegnungen gegeben, das ändere sich durch solche Tage, sagte der SPD-Politiker in Neubiberg bei München beim Besuch der Universität der Bundeswehr.

    Tag der Bundeswehr 2026 - Verteidigungsminister Pistorius begrüßt Fallschirmspringer
    Tag der Bundeswehr 2026 - Verteidigungsminister Pistorius begrüßt Fallschirmspringer (picture alliance / SvenSimon / Frank Hoermann / SVEN SIMON)
    Der Aktionstag sei ein gutes Instrument, um wieder eine stärkere Verbindung zu schaffen zwischen der Gesellschaft als solcher und einer Bundeswehr der Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Uniform, sagte Pistorius. 
    An den beteiligten Standorten seien bis 11.00 Uhr bereits mehr als 107.000 Besucher gezählt worden, sagte der Minister. Insgesamt hatten zehn Bundeswehrstandorte für Interessierte geöffnet. Den jährlichen Bundeswehrtag gibt es seit 2015, im vergangenen Jahr hatte die Bundeswehr insgesamt rund 280.000 Besucherinnen und Besucher registriert.

    Merz erneut auf Fliegerhorst in Norddeutschland

    Bundeskanzler Merz besuchte den Luftwaffenstützpunkt Laage bei Rostock besucht. "Unsere Soldatinnen und Soldaten sorgen dafür, dass wir im Hier und Heute verteidigungsbereit sind. Sie können sich auf unsere Unterstützung verlassen - am Tag der Bundeswehr und an jedem anderen Tag", teilte Merz anschließend mit.
    In Laage werden die Eurofighter-Piloten der Luftwaffe ausgebildet. Rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten sind dort stationiert. Zu sehen waren dort unter anderem Transportflugzeuge vom Typ A400M. Das Programm in Neubiberg hatte die Bundeswehr-Uni organisiert. Es wurden entsprechend akademische Angebote vorgestellt, aber auch Militärfahrzeuge, Fluggerät und Fallschirmsprünge vorgeführt. Auch andere Standorte wie Eckernförde, Nordholz und Munster öffneten ihre Tore. 
    Angesichts der Bedrohung durch Russland und die in der Folge geänderten Nato-Ziele soll die Bundeswehr größer werden. So soll die aktive Truppe auf 260.000 Männer und Frauen wachsen. Ende des ersten Quartals waren es rund 185.000. Seit 1. Januar gilt das neue Gesetz für den neuen Wehrdienst auf freiwilliger Basis. Alle Männer und Frauen, die volljährig werden, erhalten Fragebögen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, für junge Frauen ist dies freiwillig.
    Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.