Tag der offenen Tür
Pistorius erfreut über große Resonanz zu "Tag der Bundeswehr"

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat sich erfreut über die große Resonanz beim diesjährigen "Tag der Bundeswehr" geäußert. Bis zum Nachmittag seien bereits 307.000 Besucherinnen und Besucher gezählt worden, sagte Pistorius in Weißenfels in Sachsen-Anhalt. Dies seien 70.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.

    Am Marinefliegerstützpunkt Nordholz gibt es am Tag der Bundeswehr eine Flugschau. Besucher beobachten einen Eurofighter.
    Tag der Bundeswehr: Besucher beobachten einen Kampf-Jet. (picture alliance / dpa / Sina Schuldt)
    "Daran sieht man: Das Interesse ist enorm", sagte der Minister. Zum "Tag der Bundeswehr" fanden Veranstaltungen an zehn Standorten in Deutschland statt. dabei stellen die Streitkräfte ihren Fuhrpark und ihr militärisches Gerät vor und stehen Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zur Verfügung. "Unsere Demokratie braucht Schutz", betonte Pistorius bei einem Besuch der Bundeswehr-Universität in Neubiberg bei München. Für den Schutz nach außen sei die Bundeswehr zuständig. Dafür verdienten die Soldatinnen und Soldaten "Respekt und Dank".
    Gerade auch in Zeiten harter gesellschaftlicher Debatten sei dies nicht selbstverständlich. "Umso wichtiger ist es, dass die Soldatinnen und Soldaten fest in der Mitte der Gesellschaft stehen", betonte Pistorius. "Wir müssen in einer Zeit stabile Präsenz zeigen, in der rings um uns die Unsicherheit wächst", sagte der Minister weiter. Er verwies dabei auf den anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die bewaffneten Auseinandersetzungen im Nahen Osten.
    Bei seinem Besuch in Weißenfels sagte Pistorius, er sei froh, "dass hier der Tag der Bundeswehr in der Stadt und in den umliegenden Grünanlagen stattfinden kann". Dies verdeutliche, "wie sehr unsere Bundeswehr in die Mitte der Gesellschaft, in die Mitte unserer Städte und Gemeinden gehört". 
    Der "Tag der Bundeswehr" sei für viele Menschen in Deutschland "eine nicht so häufige Gelegenheit, die Bundeswehr von innen zu erleben", fügte der Minister hinzu. Und dies in einer Zeit, "in der wir sie wieder mehr brauchen als noch vor zehn Jahren".

    Merz erneut auf Fliegerhorst in Norddeutschland

    Bundeskanzler Merz besuchte den Luftwaffenstützpunkt Laage bei Rostock besucht. "Unsere Soldatinnen und Soldaten sorgen dafür, dass wir im Hier und Heute verteidigungsbereit sind. Sie können sich auf unsere Unterstützung verlassen - am Tag der Bundeswehr und an jedem anderen Tag", teilte Merz anschließend mit.
    In Laage werden die Eurofighter-Piloten der Luftwaffe ausgebildet. Rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten sind dort stationiert. Zu sehen waren dort unter anderem Transportflugzeuge vom Typ A400M. Das Programm in Neubiberg hatte die Bundeswehr-Uni organisiert. Es wurden entsprechend akademische Angebote vorgestellt, aber auch Militärfahrzeuge, Fluggerät und Fallschirmsprünge vorgeführt. Auch andere Standorte wie Eckernförde, Nordholz und Munster öffneten ihre Tore. 
    Angesichts der Bedrohung durch Russland und die in der Folge geänderten Nato-Ziele soll die Bundeswehr größer werden. So soll die aktive Truppe auf 260.000 Männer und Frauen wachsen. Ende des ersten Quartals waren es rund 185.000. Seit 1. Januar gilt das neue Gesetz für den neuen Wehrdienst auf freiwilliger Basis. Alle Männer und Frauen, die volljährig werden, erhalten Fragebögen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, für junge Frauen ist dies freiwillig.
    Diese Nachricht wurde am 07.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.