AfD-Parteitag
Polizei: Vereinzelt Pfefferspray und Zwang bei Protesten eingesetzt

Die Polizei hat sich zum Vorgehen bei den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt geäußert. Beim Versuch von Demonstrierenden, eine Absperrung zu durchbrechen und Beamte anzugreifen, hätten diese mit körperlicher Gewalt reagieren müssen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Zudem sei mehrfach Pfefferspray eingesetzt worden.

    Polizeieinsatz bei den Protesten gegen den AFD-Parteitag in Erfurt: Auf einer Straße sind viele Demonstranten zu sehen, ihnen stehen zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei gegenüber.
    Polizeieinsatz bei den Protesten gegen den AFD-Parteitag in Erfurt (IMAGO / Christian Schauderna / IMAGO / Christian Schauderna)
    Bei einer Blockade der Autobahn A 71 bei Erfurt durch Aktivisten habe es einen Schlagstockeinsatz gegeben. Insgesamt seien die Kundgebungen weitgehend friedlich verlaufen. Vertreter einer Bürgerrechtsorganisation kritisierten den Polizeieinsatz als überzogen und sprachen von einem "Überaufgebot an Einsatzmitteln".
    Der AfD-Parteitag geht heute mit Beratungen über Änderungen an der Parteisatzung zu Ende. Bis zum Abend soll unter anderem über Änderungen an der Parteisatzung beraten werden. Gestern hatten die Delegierten die Vorsitzenden Weidel und Chrupalla im Amt bestätigt. Beide formulierten angesichts hoher Umfragewerte für die AfD einen Machtanspruch. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern finden im September Landtagswahlen statt.
    Diese Nachricht wurde am 05.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.