Abstimmung
Reaktionen aus der Bundespolitik auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist der Jubel bei den Grünen groß. Die Parteispitze der Bundes-CDU sucht hingegen nach Gründen dafür, dass die Christdemokraten nicht den Regierungschef stellen werden.

    Steffen Bilger (CDU) spricht im Bundestag zu den Abgeordneten.
    Der CDU-Politiker Steffen Bilger (Britta Pedersen / dpa)
    CDU-Parlamentsgeschäftsführer Bilger hat den Grünen einen unfairen Wahlkampf vorgeworfen. Die "Schmutzkampagne" der Grünen habe das linke Lager mobilisiert, sagte Bilger im Deutschlandfunk. Das gute Wahlprogramm der CDU sei davon und von der Weltlage überlagert worden. Unzufriedenheit mit der Bundespolitik als Grund dafür, dass es nur für die Zweitplatzierung gereicht hat, sieht Bilger nicht. Auf Bundesebene sei es zuletzt deutlich vorangegangen, die Bundesregierung habe geliefert. Kanzleramtschef Frei, ebenfalls CDU, sagte, man habe sich natürlich mehr gewünscht, der engagierte Wahlkampf von Hagel sei aber ein großer Erfolg. Die Grünen mit Spitzenkandidat Özdemir hätten das Parteilogo kontinuierlich versteckt. Es sei daher keine grüne Programmatik gewählt worden.

    Brantner (Grüne): Gutes Signal an die Republik

    Die Grünen-Bundesvorsitzende Brantner bezeichnete das Wahlergebnis ihrer Partei als gutes Signal aus Baden-Württemberg an die Republik. Die Wähler hätten sich für Zuversicht und Mut entschieden und nicht für die Vergangenheit. Die Grünen verloren zwar im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren leicht an Boden, allerdings lagen sie in den vergangenen Monaten in Umfragen teils noch deutlich hinter der nunmehr zweitplatzierten CDU.

    Klingbeil (SPD): "Total bitterer Abend"

    Die AfD-Co-Vorsitzende Weidel äußerte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Partei. Es laufe auf eine Verdoppelung des bisherigen Ergebnisses hinaus, betonte sie. Die Sozialdemokraten führen ihre Verluste in Baden-Württemberg zu großen Teilen auf den Zweikampf zwischen CDU und Grünen um das Amt des Ministerpräsidenten zurück. Der Parteivorsitzende Klingbeil sagte im ZDF, es sei nur noch um die Frage Cem Özdemir oder Manuel Hagel gegangen. Das habe der SPD diesen "total bitteren Abend" beschert.
    Weitere Informationen finden Sie in unserem Newsblog zur Landtagswahl in Baden-Württemberg.
    Diese Nachricht wurde am 08.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.