
Man sollte mit dem Zweifeln aufhören, ob die Sanktionen helfen würden oder nicht, sagte der russische Journalist und Autor im Deutschlandfunk. Als Beispiel nannte Gurkov die Sanktionen gegen die russische Kohleindustrie, in dessen Folge seit drei Jahren keine Kohle mehr nach Europa exportiert werde. In der größten Kohleregion hätten zehn Prozent der Zechen schließen müssen, weil sie unrentabel geworden seien.
Gurkov sagte, er wolle keinen Kollaps der russischen Wirtschaft an die Wand malen. Seit dem Frühjahr dieses Jahres sei aber eine sehr schnelle Verschlechterung der makroökonomischen Zahlen zu merken. Das spiegele sich auch darin, dass das Haushaltsloch in Russland mittlerweile 3,4 Prozent betrage. Anfang des Jahres war man von 0,5 Prozent ausgegangen, betonte Gurkov. Das Geld werde wirklich knapp.
Des Weiteren würden die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien den Preis des Krieges für Russlands Staatschef Putin in die Höhe treiben. Das Ziel der Angriffe sei, die Ölindustrie zu schwächen und den Öl-Export zu untergraben. In manchen Regionen gebe es bereits Benzinmangel, was dazu führen könne, dass die Landwirtschaft weniger produziere. Dadurch könnten Versorgungsprobleme entstehen und die Preise steigen.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.