Nach Treffen mit Trump
Rutte denkt über NATO-Einsatz in der Straße von Hormus nach

NATO-Generalsekretär Rutte hat sich offen für einen Einsatz des Militärbündnisses in der Straße von Hormus gezeigt. Die NATO wäre bereit, eine Rolle bei einer möglichen Mission zu übernehmen, sofern sie dazu in der Lage sei, sagte Rutte bei einer Rede in Washington. Wenn das Bündnis helfen könne, gebe es natürlich keinen Grund, dies nicht zu tun.

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte spricht im Ronald Reagan Institute in Washington und gestikuliert mit beiden Händen.
    NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Washington (AP / Manuel Balce Ceneta)
    Rutte räumte ein, dass mehrere Mitgliedstaaten im Iran-Krieg erst verspätet reagiert hätten. Als es darum gegangen sei, die Unterstützung zu leisten, die die USA benötigt hätten, seien einige Verbündete etwas zögerlich gewesen. Allerdings seien sie vom Beginn des Krieges überrascht gewesen seien. Rutte sagte nicht, welche Länder er damit meinte. Der NATO-Generalsekretär betonte, die europäischen Mitglieder täten mittlerweile alles, worum Trump sie zur Stärkung der Allianz gebeten habe.
    Rutte war gestern zu politischen Gesprächen mit dem US-Präsidenten zusammengetroffen. Trump hatte sich wiederholt verärgert über die fehlende Unterstützung der NATO-Länder in der Straße von Hormus geäußert. Er hatte erneut mit einem Austritt aus dem Militärbündnis gedroht.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.