Klimaschutz
Schnieder setzt auf mehr Ladesäulen für E-Autos

Vor der geplanten Verabschiedung des Klimaschutzprogramms im Kabinett hat Bundesverkehrsminister Schnieder den Ausbau der Elektromobilität als zentralen Beitrag seines Ressorts hervorgehoben.

    Patrick Schnieder schaut direkt in die Kamera und lächelt.
    Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) (picture alliance / Jörg Carstensen / Joerg Carstensen)
    Der CDU-Politiker nannte im ARD-Fernsehen die Ladeinfrastruktur und Förderprogramme. Zwar verfüge Deutschland inzwischen über rund 200.000 Ladepunkte, dennoch gebe es vor allem in Städten und bei Mehrfamilienhäusern Nachholbedarf. Schnieder kündigte ein Förderprogramm im Umfang von 500 Millionen Euro an.
    Wie das Ministerium mitteilte, können Anträge ab dem 15. April gestellt werden. Gefördert ⁠würden die ⁠Anschaffung und Errichtung von privater ⁠Ladeinfrastruktur, zum Beispiel ⁠Wallboxen in Verbindung mit ‌der entsprechenden technischen Ausrüstung. Auch der Netzanschluss oder notwendige ​Baumaßnahmen seien förderfähig.
    In Deutschland gibt es rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern. ​Dort stehen rund neun Millionen ‌Stellplätze zur Verfügung.
    Grünen-Fraktionschefin Dröge warf der Bundesregierung vor, im Verkehrsbereich nicht entschlossen genug vorzugehen. Die Förderung müsse stärker auf Menschen mit geringeren Einkommen ausgerichtet werden. Die Unterstützung für teure Autos und Hybridfahrzeuge sei hingegen Verschwendung.
    Im Klimaschutzprogramm führt die Bundesregierung aus, wie sie ihre Klimaziele bis 2030 erreichen will.Bislang ist dies nicht gewährleistet, problematisch sind vor allem der Verkehrs- und der Gebäudesektor.
    Diese Nachricht wurde am 25.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.