Russische Schattenflotte
Schwedische Behörden entern erneut Schiff in der Ostsee

Die schwedischen Behörden haben in der Ostsee erneut ein Schiff geentert, das unter dem Verdacht steht, zur russischen Schattenflotte zu gehören.

    Blick auf den Tanker «Eventin» vor der Küste der Insel Rügen.
    Russische Tanker wechseln immer wieder ihre Flaggen um die Herkunft der transportierten Güter, vor allem Öl, zu verschleiern. Viele dieser Schiffe kauft Moskau in Griechenland (Archiv). (picture alliance / dpa / Stefan Sauer)
    Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sei der Kapitän des vor Trelleborg durchsuchten Tankers festgenommen worden. Sie hatte zuvor Ermittlungen wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung, schwere Straftaten sowie Verstößen gegen das Seerecht eingeleitet. Laut der schwedischen Küstenwache hat der unter der Flagge der Komoren fahrende Tanker Ölprodukte zwischen Russland und Brasilien transportiert. Er sei auf dem Weg nach Russland gewesen, hieß es. Der russische Botschafter in Stockholm sicherte der Besatzung konsularische Unterstützung zu.
    Die schwedischen Behörden hatten bereits vor einer Woche ein Schiff in der Region festgesetzt, dass ebenfalls zur russischen Schattenflotte gehören soll. Mit den unter falscher Flagge fahrenden Schiffen versucht Russland Sanktionen wie etwa beim Öltransport zu unterlaufen.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.