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StartseiteGesichter EuropasDie Narben der Coronakrise23.05.2020

Spanien im AlarmzustandDie Narben der Coronakrise

Spanien ist eines der Länder, das die Corona-Pandemie am schwersten getroffen hat. Die Menschen im Land kämpfen nicht nur gegen das Virus, sondern auch gegen Armut und Einsamkeit. Dabei lassen sie sich mitunter kreative Lösungen einfallen.

Von Hans-Günter Kellner

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Mitarbeiter des Roten Kreuz versorgen Bedürftige und bringen ihnen Lebensmittel (AFP / Josep Lago)
Versorgung für Bedürftige: Viele Spanier sind zurzeit von Lebensmittelspenden abhänig (AFP / Josep Lago)
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Vor der Pandemie kannte Marícarmen ihre Nachbarn kaum. Jetzt, wo die Menschen das Haus so wenig wie möglich verlassen, ändert sich das. Im Hausflur treffen sich die Nachbarn zum improvisierten Kaffeekranz.

Amparo arbeitet in einer Fast-Food-Kette und ist nun in Kurzarbeit. Nur mit Lebensmittelspenden kann sie sich und ihre beiden Töchter über die Runden bringen. Die Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg ist groß - aber auch die Angst vor dem Virus.

Kein Abschied von den Toten

"Es ging ihnen gut, sie waren gesund. Sie waren nur alt", sagt Fatima über ihre Schwiegereltern. Trotzdem sind die beiden Rentner an COVID-19 gestorben. Richtig verabschieden konnten sich Fatima und ihr Mann Alberto nicht.

Alberto (r.) und seine Frau Fátima (l.) tragen wegen der Corna-Pandemie in Spanien einen Mundschutz  (Deutschlandradio / Hans-Günter Kellner)Trauer und Beerdigung wurden vom Coronavirus überschattet: Alberto (r.) und seine Frau (l.) haben Albertos Eltern verloren (Deutschlandradio / Hans-Günter Kellner)

Ein Gesundheitssystem am Limit

Der Ärztin Elena geht der Stress der letzten Wochen nahe. "Das war Medizin in Akkordarbeit", erzählt sie. 20 Prozent aller Beschäftigten im Gesundheitssystem haben sich zudem selbst mit Sars-CoV-2 infiziert.

Statistik: Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) seit Dezember 2019 nach am schwersten betroffenen Ländern bis zum 14. Mai 2020 | Statista
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Lockerungen: Gemischte Gefühle bei Restaurantbesitzern

"Es ist eine harte Zeit", sagt auch Michaela. Sie betreibt zusammen mit ihrem Ehemann eine Kneipe – mit Außer-Haus-Verkauf versuchen die Gastronomen, ihre Existenz zu sichern. Den bevorstehenden Lockerungen blicken sie mit gemischten Gefühlen entgegen.

Manuel und Michaela Kalar vor ihrer Kneipe El Rincón in Madrid (Deutschlandradio / Hans-Günter Kellner)Manuel und Michaela vor ihrer Kneipe El Rincón in Madrid (Deutschlandradio / Hans-Günter Kellner)

Eine Gesichter Europas-Sendung über Menschen in der Krise – aber auch über neue Chancen, die sich daraus ergeben.

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Coronavirus (Imago/Rob Engelaar/Hollandse Hoogte)Übersicht zum Thema Coronavirus (Imago/Rob Engelaar/Hollandse Hoogte)

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