Interview der Woche
Stellvertretende SPD-Vorsitzende Rehlinger verteidigt Steuerreformpläne und Änderung bei befristeten Verträgen

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Rehlinger hat die geplante Steuerreform der Koalition verteidigt, sich jedoch auch skeptisch angesichts der Pläne zu befristeten Arbeitsverträgen geäußert.

    Porträt der Ministerpräsidentin vom Saarland, Anke Rehlinger, SPD. Sie trägt ein weisses Jacket und eine Brille.
    Anke Rehlinger (imago / Political-Moment)
    Rehlinger, die auch Ministerpräsidentin des Saarlandes ist, sagte im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, die Steuerreform sei ein erster Schritt zur Entlastung der Bürger. Sie fände es richtig, dass vor allem kleine und mittlere Einkommen gezielt entlastet würden. Zur Finanzierung würden mit der Erhöhung der Reichensteuer die herangezogen, die das - Zitat - "mit starken Schultern besser tragen könnten". Sie erklärte außerdem, die Gestaltugnsspielräume bei einer Reform wie dieser seien nicht unendlich.

    Gewerkschaften kritisieren Pläne für mehr befristete Arbeitsverträge

    Die Möglichkeit für Arbeitgeber, länger befristete Verträge auszustellen, sei nicht ihr Lieblingsinstrument, sagte die SPD-Politikerin außerdem. Ihre Partei habe immer gegen prekäre Arbeitsbedingungen gekämpft. Sie verstehe die Gewerkschaften, gerade im Dienstleistungsbereich, die sich dazu bereits kritisch geäußert hatten. Allerdings sei es in den Verhandlungen mit der Union darum gegangen, eine weitreichende Aufweichung des Kündigungsschutzes abzuwenden. Zusätzlich erklärte Rehlinger, es habe durchaus auch Wirtschaftsbereiche gegeben, die diesen Plan ausdrücklich begrüßt hätten, besonders aus dem Umfeld der Start-Up-Branchen.
    Die Koalition hatte nach ihrem Ausschuss ein großes Reformpaket vorgestellt, dass unter anderem Änderungen bei Steuer-, Kranken- und Arbeitsregelungen umfasst.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.