
Trump und seine Begleiter stiegen dort in ein anderes Flugzeug um. Die Reise verzögerte sich dadurch um rund zweieinhalb Stunden. In der Schweiz wird Trumps Rede, die ursprünglich für 14:30 Uhr geplant war, vor dem Hintergrund der Grönland-Krise mit Spannung erwartet. Vor seinem Abflug hatte Trump erklärt, er habe "keine Ahnung", wie sein Besuch in Davos verlaufen werde.
Trump will mehrere Spitzenpolitiker treffen
Trump will in Davos nach seiner Rede am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums mehrere Staats- und Regierungschefs treffen. Dabei soll es auch um die US-Pläne einer Übernahme Grönlands gehen. Die USA sind in diesem Jahr mit einer ungewöhnlich großen Delegation in Davos vertreten.
Trump sagte wenige Stunden vor seinem Aufbruch nach Davos, er denke, man werde eine Lösung finden, mit der die NATO und die USA sehr glücklich seien. Er wiederholte zudem erneut seine Position, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen bräuchten.
Trump hatte mit seinen jüngsten Zolldrohungen gegen acht europäische Länder, die er als Gegner seines Anspruchs auf eine Übernahme Grönlands ausgemacht hat, heftige Kritik ausgelöst. Frankreichs Präsident Macron bezeichnete diese als "grundsätzlich inakzeptabel, umso mehr, wenn sie als Druckmittel gegen die territoriale Souveränität eingesetzt werden".
Kanadas Premier: "Konflikte zu vermeiden schafft keine Sicherheit"
Der kanadische Premierminister Carney rief die Mittelmächte zur Einheit gegen die Bedrohungen durch Großmächte auf. Diese Länder müssten endlich aufhören, so zu tun, als funktioniere die regelbasierte Ordnung noch, sagte Carney gestern in Davos. Stattdessen müssten sie sich gemeinsam gegen die Bedrohungen durch Großmächte stellen.
"Es besteht eine starke Tendenz, dass Länder sich anpassen, um es sich bequem zu machen", sagte Carney. Sie wollten Konflikte vermeiden und hofften, dass Konformität Sicherheit schaffe. Das werde aber nicht geschehen. Carney betonte in seiner Rede die Notwendigkeit von Koalitionen und erklärte, bilaterale Verhandlungen mit einer Hegemonialmacht führten zu Schwäche und Unterordnung. Die Vereinigten Staaten erwähnte er nicht namentlich. Carney bekräftigte Kanadas Bekenntnis zur NATO und sprach sich gegen Zölle im Grönland-Konflikt aus.
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Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





