Lage im Iran
Trumps Berater drängen auf nicht-militärische Option

In der US-Regierung drängen einem Medienbericht zufolge führende Berater von ⁠Präsident Trump ‌auf eine diplomatische Lösung im Konflikt mit dem Iran. Unter der Leitung von Vizepräsident Vance plädierten sie dafür, vor einem möglichen Militärschlag zunächst auf Gespräche zu setzen, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtete. ​

    US-Präsident Donald Trump bei Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, neben (v.l.n.r.) seinem stellvertretenden Stabschef Stephen Miller, Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (03.01.2026)
    US-Präsident Donald Trump erwägt im Iran verschiedene Optionen (Archivbild). (JIM WATSON / AFP)
    Trump will heute mit seinen Beratern das weitere Vorgehen in der Iran-Frage erörtern. Er hatte am Sonntag erklärt, er wäge verschiedene Optionen ab, darunter auch militärische. Gestern kündigte der US-Präsident für alle Staaten, die noch Handel mit dem Iran treiben, Strafzölle in Höhe von 25 Prozent an.

    Wadephul spricht Regime die Legitimität ab

    Bundesaußenminister Wadephul sprach sich bei seinem Besuch in den USA dafür aus, dass die EU die iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste setzt. Zahlreiche Menschen seien getötet worden, sagte Wadephul nach einem Treffen mit US-Außenminister Rubio in Washington. Dies zeige aus seiner Sicht, dass die Führung in Teheran offensichtlich keine Unterstützung mehr im ‌iranischen Volk habe.
    Nach Angaben einer in Norwegen ansässigen Menschenrechtsorganisation sind bei den Demonstrationen in Teheran und weiteren iranischen Städten bisher mindestens 648 Menschen getötet worden.
    Die Nachrichtenagentur AP meldet, dass die gekappten Mobilfunkverbindungen im Iran teilweise wiederhergestellt wurden. Handynutzer könnten ins Ausland telefonieren. Das Internet sei weiterhin abgeschaltet.
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.