Newsblog zum Krieg im Nahen und Mittleren Osten
Chameneis Sohn Modschtaba neuer oberster Führer im Iran

+++ Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei, ist zum neuen obersten Führer im Iran gewählt worden. +++ Im Iran-Krieg ist ein weiterer US-Soldat getötet worden. +++ Die iranische Militärführung hat mit Angriffen auf Ölanlagen in der Golfregion gedroht. +++ Weitere Entwicklungen im Nachrichtenblog.

    Ein Mann mit schwarzem Turban läuft neben anderen Männern. Er trägt eine Brille und einen grauen Bart.
    Modschtaba Chamenei ist der Sohn von Ayatollah Ali Chamenei (Archivbild). (picture alliance / NurPhoto / Morteza Nikoubazl)

    +++ Der Expertenrat im Iran hat einen neuen obersten Anführer des Landes bestimmt.

    Nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn Modschtaba Chamenei zu seinem Nachfolger ernannt worden, wie das für die Wahl des geistlichen Oberhaupts zuständige Gremium mitteilte. Die USA und Israel hatten am 28. Februar massive Luftangriffe auf den Iran gestartet und dabei Ali Chamenei sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.

    +++ Die USA haben den Tod eines siebten US-Militärangehörigen im Iran-Krieg gemeldet.

    Das Mitglied der Streitkräfte sei seinen Verletzungen erlegen, die es zu Beginn der Angriffe "des iranischen Regimes im Nahen Osten" erlitten habe, teilte das für die Region zuständige US-Militärkommando mit. Der Militärangehörige war demnach bei einem Angriff auf die US-Truppen in Saudi-Arabien am 1. März schwer verwundet worden. Sechs weitere US-Soldatinnen und Soldaten waren vor einer Woche bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden. 

    +++ Die iranische Militärführung hat mit Angriffen auf Ölanlagen in der Golfregion gedroht, falls Israel weiterhin Energie-Infrastruktur im Iran ins Visier nimmt.

    Die Regierungen anderer Staaten in der Region müssten die USA und Israel so schnell wie möglich vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando im Staatsfernsehen. Andernfalls werde die iranische Armee ähnliche Schritte ergreifen. Israelische Kampfjets hatten Öldepots rund um Teheran bombardiert, riesige Feuer brachen aus. Nach Verwaltungsangaben wurde die Treibstoffversorgung in der iranischen Hauptstadt vorübergehend unterbrochen.

    +++ In Spanien haben Zehntausende Menschen gegen die Angriffe der USA und Israels auf den Iran demonstriert.

    Die Menschen trugen Plakate mit der Aufschrift "Nein zum Krieg!". Es ist ein Motto, das Ministerpräsident Sánchez in den vergangenen Tagen mehrfach verkündet hatte. Allein in Madrid gingen bei zwei Demonstrationen nach Polizeischätzung insgesamt 35.000 Menschen auf die Straße - viele von ihnen Frauen, da die Demonstrationen auch zum Internationaler Frauentag stattfanden. Die Organisatoren sprachen von rund 180.000 Teilnehmern. Veranstaltungen gab es unter anderem auch in Barcelona und Bilbao. Sánchez wirft den USA und Israel vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu verletzen.

    +++ Die Arabische Liga hat die iranischen Angriffe auf Golfstaaten verurteilt.

    Teherans Attacken auf mehrere Mitgliedstaaten seien rücksichtslos und ein strategischer Fehler, sagte Generalsekretär Gheit bei einer Videokonferenz der Außenminister der Staatengruppe. Sie seien durch nichts zu rechtfertigen. Der Iran hatte zuvor erneut mehrere Golfstaaten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Kuwait attackiert.

    +++ Der Libanon meldet fast 400 Tote in dieser Woche durch israelische Angriffe.

    394 Menschen seien in dieser Woche im Libanon durch israelische Angriffe getötet worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter den Toten seien 83 Kinder.
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    Diese Nachricht wurde am 08.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.