Sanktionen
US-Regierung erlaubt vorübergehend Verkauf von russischem Erdöl

Die US-Regierung erlaubt vorübergehend den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten.

    Tanks von Transneft, einem staatlichen russischen Unternehmen, das die Erdöl-Pipelines des Landes betreibt, im Ölterminal von Ust-Luga.
    Tanks von Transneft, einem staatlichen russischen Unternehmen, das die Erdöl-Pipelines des Landes betreibt, im Ölterminal von Ust-Luga. (picture alliance / dpa / Igor Russak)
    Das Finanzministerium erteilte eine Lizenz bis zum 11. April. Der amerikanische Präsident Trump hatte diese Woche mit Kreml-Chef Putin telefoniert. Seitens der G7-Staaten, denen die USA angehören, hieß es anschließend noch, eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland sei ausgeschlossen. Hintergrund ist die wegen des Iran-Kriegs angespannte Lage am Energiemarkt. Die Ölpreise notierten kurz nach Mitternacht erneut etwas höher im Vergleich zum Vortag: Ein Barrel, also 159 Liter, der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar. Die Preise bewegen sich auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren. Iranische Drohungen lassen die Sorgen vor einer längeren Blockade der Straße von Hormus wachsen. Die jüngst bewilligte Freigabe von Ölreserven der Internationalen Energieagentur blieb bisher ohne größere Wirkung.
    Bundeswirtschaftsministerin Reiche erwägt derweil staatliche Eingriffe bei der Erdgasversorgung. Man prüfe geeignete Kriseninstrumente, sagte die CDU-Politikerin dem Handelsblatt.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.