Islamabad
Vance: Keine Einigung mit dem Iran erzielt

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind nach Angaben von US-Vizepräsident Vance vorerst gescheitert. Er sagte vor Journalisten in Islamabad, nach 21-stündigen Gesprächen sei man zu keiner Einigung gekommen. Es habe vom Iran keine feste Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen gegeben. Die US-Delegation verlasse nun Islamabad, nachdem sie Teheran ein letztes Angebot unterbreitet habe.

    US-Vizepräsident JD Vance steht an einem Rednerpult.
    US-Vizepräsident JD Vance spricht während einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit Vertretern aus Pakistan und Iran. (Jacquelyn Martin / POOL AP / AP / dpa / Jacquelyn Martin)
    Im iranischen Staatsfernsehen hieß es, unangemessene Forderungen der USA hätten die Verhandlungen zum Scheitern gebracht. Zuvor hatten Staatsmedien nocht gemeldet, die Verhandlungen seien unterbrochen worden und würden heute fortgesetzt. In den Berichten wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt.
    Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans hatten gestern begonnen. Die USA wurden von Vance, dem Sondergesandten Witkoff und dem Schwiegersohn von Präsident Trump, Kushner, vertreten. Für den Iran waren unter anderem Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Araghtschi nach Pakistan gereist.
    Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Die Positionen der Kriegsparteien lagen aber von Anfang an extrem weit auseinander.
    Diese Nachricht wurde am 12.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.