Kundenschutz
Verbraucherzentrale fordert mehr Transparenz bei Lebensmittelpreisen

Damit Lebensmittelpreise für die Kunden transparenter sind, braucht es nach Ansicht der Verbraucherzentrale eine Preisbeoachtungsstelle nach französischem Vorbild. "Diese Stelle schaut sich die verschiedenen Märkte an und prüft, wo überhaupt Kosten anfallen oder Preise realisiert werden", sagte Leiterin Ramona Pop dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Blick in einen vollen Einkaufswagen mit Kassenbon.
    Warum wird Milch teurer, warum Gemüse? Und kommt das Geld beim Erzeuger an? Die Verbraucherzentrale wirbt für eine gezielte Beobachtung der Preisentwicklung zum Schutz des Kunden. (picture alliance/SvenSimon/Frank Hoermann)
    In Frankreich würden sich Fachleute immer wieder einen anderen Markt vornehmen, zum Beispiel Milchprodukte, Gemüse oder Obst. Auch Fachverbände würden mitarbeiten, hieß es von Seiten der Verbraucherzentrale. In Deutschland dagegen sei das Ganze eine "Blackbox". Der Verbraucher zahle an der Kasse einen hohen Preis und frage sich dann, wie der zusammengesetzt sei.
    Die Leiterin der Verbraucherzentrale, Pop, forderte in dem Zusammenhang, dass schon Kinder besser im Umgang mit Lebensmitteln geschult werden müssten. Sie empfiehlt deshalb die Einführung des Schulfachs "Ernährung". Ähnliche Forderungen gab es zuletzt unter anderem von der Bundeszentrale für Ernährung.
    Die Verbraucherpreise in Deutschland sind laut dem Statistischen Bundesamt zwischen 2024 und 2025 um 2,2 Prozent gestiegen. Etwas höher fiel der Anstieg bei Speisen und Getränke in der Gastronomie aus, besonders stark bei Schokolade.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.