Montag, 23. Mai 2022

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Virtual Reality in der Literatur
Im Kopf von Homo Faber

Nach Computerspielen und Kinofilmen erreichen die Virtual-Reality-Brillen auch die Literatur. Ein Forschungsprojekt will die Technik für eine Art "Wearable Theater" nutzen. Das Ziel: In die Haut, in den Kopf und die Erinnerungen von Romanfiguren schlüpfen.

Markus Wintersberger und Marcus Josef Weiss im Corsogespräch mit Adalbert Siniawski | 03.05.2017

Ein Mann trägt eine VR-Brille und ist in eine räumliche, virtuelle Welt eingetaucht.
Virtual Reality an der Schnittstelle zur Literatur: Erste Einblicke in die Bilder des "Wearable Theatre" (picture-alliance/ dpa/ Maximilian Schönherr)
Virtual Reality – diese Technik elektrisiert derzeit viele Tech-Konzerne, aber auch Künstler. Man muss nur die an den Seiten blickdicht abgeschlossene Brille auf die Nase setzen und schon sieht man auf einem kleinen Bildschirm in der Brille eine neue, virtuelle Umgebung. Bei Computerspielen bietet sich die Technik an, um nach mehr in die Szene einzutauchen. VR-Filme gibt es auch schon. Aber kann auch die Literatur davon profitieren und mit dem Eintauchen in ein Buchkapitel zu einer Art "Wearable Theater" – einem tragbaren Theater – werden? Das untersucht jetzt eine österreichische Forschergruppe an der Fachhochschule St. Pölten am Beispiel von drei Romanen: Dostojewskis "Die Dämonen", Albert Camus' "Der Fall" und "Homo Faber" von Max Frisch.
Die beiden Forschungsleiter Markus Wintersberger und Marcus Josef Weiss erzählen im Corsogespräch , wie kann man die Geschichte des Walter Faber aus "Homo Faber" mit Virtual Reality erzählen kann und wie sich das Storytelling in der Zukunft verändern wird.
Das Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens sechs Monate lang als Audio-on-demand abrufen.