Gesundheitspolitik
Warken (CDU) bekräftigt Unterstützung für Zuckersteuer

Bundesgesundheitsministerin Warken hat ihre Unterstützung für die Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke bekräftigt.

    Getränkeregal im Coop-Supermarkt mit vielen bunten Limonadenflaschen.
    "Das könnte ein guter Weg in der Prävention sein." (imago / Geisser)
    Sie glaube, das könne ein guter Weg sein, auch in der Prävention, sagte die CDU-Politikerin der Bild am Sonntag. Als Gesundheitsministerin könne sie es nur unterstützen, wenn Menschen einen gesünderen Lebensstil hätten und wenn man auch den Weg gehe, den andere Länder gegangen seien, erklärte sie mit Blick auf Staaten, die bereits eine Zuckersteuer eingeführt haben. Innerhalb der Bundesregierung gebe es allerdings noch Gesprächsbedarf. Deswegen müsse man erst klären, ob man das umsetzen wolle.
    Hintergrund sind Empfehlungen einer Regierungskommission für eine Reform der gesetzlichen Krankenkassen zur finanziellen Entlastung. Das von Warken eingesetzte Expertengremium schlägt dafür unter anderem auch die Einführung einer gestaffelten Steuer auf mit Zucker gesüßte Getränke wie Colas, Limonaden oder Energydrinks vor. 

    Verbraucherschützer fordern Klingbeil zum Handeln in Sachen Zuckersteuer auf

    Die Ministerin ist für einen solchen Schritt in der Regierung aber nicht federführend zuständig. Foodwatch hatte daher Finanzminister Klingbeil (SPD) aufgefordert, jetzt einen konkreten Gesetzentwurf für eine Zuckersteuer vorzulegen. Das Sparpaket für die Gesundheitskosten soll voraussichtlich an diesem Mittwoch ins Kabinett kommen.
    Parallel gibt es eine Initiative des Bundeslandes Schleswig-Holstein im Bundesrat. Die schwarz-grüne Landesregierung versucht, eine Zuckersteuer über die Länderkammer auf den Weg zu bringen. Der Ausgang des Verfahrens ist unklar. Der CDU-Parteitag hatte sich gegen eine Einführung ausgesprochen. Zahlreiche Ärzte und andere Experten fordern indes die Einführung.
    Laut Daten des Forschungsinstituts Euromonitor nehmen Menschen in Deutschland allein durch Getränke im Schnitt 26 Gramm Zucker täglich zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, insgesamt nicht mehr als 25 Gramm am Tag zu konsumieren, um das Risiko für Übergewicht und damit verbundene Erkrankungen zu senken.
    Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.