Samstag, 03. Dezember 2022

Das Szenario einer Asteroideneinschlags
Wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt

Vor etwa 65 Millionen Jahren hat vermutlich der Einschlag eines großen Asteroiden das Aussterben der Dinosaurier beschleunigt. Auch heute noch könnte uns ein Kometenkern oder ein Asteroid treffen.

Von Dirk Lorenzen | 24.11.2022

Das war noch vergleichsweise harmlos: Der Meteor Crater in Arizona (Durchmesser 1,2 km), entstanden vor ca. 50.000 Jahren
Das war noch vergleichsweise harmlos: Der Meteor Crater in Arizona (Durchmesser 1,2 km), entstanden vor ca. 50.000 Jahren (USGS)
Schlägt ein mehrere Kilometer großes Objekt mit rund 200.000 Kilometern pro Stunde auf der Erde ein, wären die Folgen ähnlich fatal wie damals.
Unmittelbar nach dem Einschlag töten Hitze- und Druckwelle alles Leben in einigen tausend Kilometern Umkreis. Sollte der Einschlag im Meer erfolgen, so rasen riesige Flutwellen um die Erde, die weite Küstenstriche verwüsten.
Das beim Einschlag herausgeschleuderte Material stürzt größtenteils zurück zur Erde. Danach liegen ganze Kontinente unter einer meterdicken Schuttschicht.
Brennende Brocken fallen noch Tausende Kilometer vom Einschlagort entfernt vom Himmel – und setzen Städte und Landstriche in Brand.
Hypothetisches Einschlagszenario der Planetary Defense Conference 2021
Studie zu potentiellen Folgen eines Asteroiden-Einschlags
Staub und Aerosole schweben in der Atmosphäre und verfinstern Monate lang die Sonne. Egal zu welcher Jahreszeit so ein Einschlag erfolgt: Tage später herrscht überall auf unserem Planeten dunkler Winter.
Pflanzen und Tiere, die die Katastrophe zunächst überlebt haben, fallen nun Kälte und Dunkelheit zum Opfer. Fachleute schätzen, dass mindestens drei Viertel aller Arten in dieser Phase aussterben. Auch von den Menschen werden bestenfalls sehr wenige so ein Szenario überleben.
Doch anders als die Dinosaurier müssten wir den Untergang nicht einfach hinnehmen. Ist der mögliche Einschlag langfristig bekannt, ließe sich der kosmische Beschuss noch abwenden.