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StartseiteEuropa heuteBreite Protestfront in Ungarn17.12.2018

Widerstand gegen ArbeitsgesetzBreite Protestfront in Ungarn

Nicht nur in Ungarn gingen Demonstranten auf die Straße. Auch Auslandsungarn protestierten in den zurückliegenden Tagen, von Berlin bis Kopenhagen. Auslöser war die Reform des Arbeitsgesetzes. Aber der Zorn richtet sich nicht nur gegen das Gesetz. Und die Front der Demonstranten ist erstaunlich breit.

Clemens Verenkotte im Gespräch mit Britta Fecke

Das Foto zeigt Proteste gegen die ungarische Regierung, bei denen die Demonstraten die Lampen ihrer Handys einschalten. (dpa-Bildfunk / MTI / Zoltan Balogh)
Proteste gegen die ungarische Regierung am 16.12.2018 (dpa-Bildfunk / MTI / Zoltan Balogh)
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Die sozialen Netzwerke schieben die Proteste an. Auf den Straßen von Budapest gab es Ausschreitungen wie seit Jahren nicht. Auslöser ist eine Reform des Arbeitsgesetzes. Das Ungewöhnliche ist, schildert Clemens Verenkotte, dass die Proteste vom gesamten Parteienspektrum unterstützt werden.

Fast alle Oppositionsparteien, von ganz links bis ganz rechts, haben im Parlament gegen das Gesetz gestimmt. Nach dem Widerstand im Parlament gegen die Parteienvertreter jetzt auch auf die Straße. Auffällig viele Politikerinnen darunter.

"Orban, verschwinde!"

Aber auch bei Anhängern der Regierung ist die Reform nicht populär. Selbst Auslandsungarn machen mobil, am Wochenende skandierten sie in verschiedenen europäischen Hauptstädten: "Orban, verschwinde!". Mit Blick auf das Arbeitsgesetz fordern diese Demonstranten eine Heimat, in die es sich lohne, zurückzukehren.

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