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StartseiteCorsoDie Folgen des Vinyl-Hypes09.04.2016

Musikmesse in Frankfurt am MainDie Folgen des Vinyl-Hypes

Diskussionsrunde im Corso-Musikmagazin

Die gute alte Schallplatte erlebt derzeit einen Aufschwung. Musik auf Vinyl war schon lange nicht mehr so gefragt. Doch der Boom hat seinen Preis: Die Folgen für Musikliebhaber, kleine Labels und die Qualität der schwarzen Scheiben sind mitunter verheerend.

Schallplatten (LPs) in Plattenladen in Seoul (picture-alliance / dpa / Daniel Kalker)
Vinyl erlebt einen Boom: Ein volles Schallplattenregal (picture-alliance / dpa / Daniel Kalker)
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Corso - Kultur nach 3 live von der Musikmesse in Frankfurt am Main: Auf unserer Bühne in der Halle 8.0 (Stand E50/52) widmeten wir uns dem Boom der totgesagten Schallplatte:

"Eine runde Sache? Der Hype ums Vinyl und seine Folgen"

Vinyl war das erste Instrument im Hip-Hop, die DJs der elektronischen Tanzmusik haben es in den Klubs lange Zeit am Leben gehalten, genauso wie Independent-Künstler und kleine Labels. Doch seit einiger Zeit feiern die schwarzen Scheiben ein Revival im Mainstream. Mit welchen Folgen für die Musiker, Hersteller und Konsumenten, diskutierten wir mit unseren Gästen aus dem Musikgeschäft:

Hans Nieswandt (Deutschlandradio/Jan-Martin Altgeld)Hans Nieswandt (Deutschlandradio/Jan-Martin Altgeld) Hans Nieswandt: DJ und künstl. Geschäftsführer am Institut für Populäre Musik, Folkwang-Uni

"Die Rückkehr der Schallplatte hat mit einem Lifestyle-Hipster-Ding zu tun. Es freut mich vor allem für die Schallplattenläden. Das ist ein Ort, in dem ich meinen Psychologen treffe, meinen Stilberater, meinen Kummerkasten und Seelsorger."

Jan Köpke (Deutschlandradio/Jan-Martin Altgeld)Jan Köpke (Deutschlandradio/Jan-Martin Altgeld) Jan Köpke: Koordinator des "Record Store Day" in Deutschland und Label-Chef von Popup Records

"Wir müssen im Vorfeld sechs oder acht Wochen extra für die Fertigung von Vinyl einplanen. Ich sehe die Lösung bei den Presswerken: Die müssen investieren - und nicht auf den alten Apparillos von vor 40 Jahren herumreiten."

Thomas P. Heckmann (Deutschlandradio / Jan-Martin Altgeld)Thomas P. Heckmann (Deutschlandradio / Jan-Martin Altgeld) Thomas P. Heckmann: DJ und Besitzer des Techno-Labels Trope Recordings

"Das Problem ist, dass zu viele Sachen auf den Markt geworfen werden, die nicht alle notwenig sind - vor allem von der Musikindustrie. Eine Box mit zehn Platten herauszubringen, die ich auf dem Flohmarkt für 50 Cent bekommen könnte, ist nicht sinnvoll."

Live auf der Bühne spielten die letztjährigen Teilnehmer des Bandcoaching-Projekts "PopCamp – Meisterkurs für populäre Musik": die Münchener Alternative-Rock-Band "Blackout Problems" und das Elektro-Chanson-Trio "Mockemalör" aus Berlin.

Moderation: Fabian Elsäßer - Redaktion: Adalbert Siniawski

Hinweis: Das Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserem Audio-on-demand-Angebot hören.

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