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Von der Stressfalle in den Psycho-Workshop

Programmschwerpunkt "Seelische Gesundheit" im Deutschlandfunk

Seelische Krankheiten zeigen sich in vielfältigen Formen (AP)
Seelische Krankheiten zeigen sich in vielfältigen Formen (AP)

Jeder zweite Deutsche, da sind sich Psychologen und Psychiater sicher, erleidet mindestens einmal im Leben eine psychische Krankheit. Aber weil niemand gerne darüber spricht, aus Angst und Scham, ist die Dunkelziffer kaum abzuschätzen.

Wie sehr die Probleme in den letzten Jahren zugenommen haben, zeigen Untersuchungen der DAK und der Barmer Ersatzkassse: Danach sind die Krankmeldungen in den Betrieben während der Wirtschaftskrise zwar zurückgegangen, die psychische Erkrankungen der Arbeitnehmer haben dagegen in derselben Zeit zugenommen.

Leistungsdruck, Angst um den Job und Mobbing: Immer mehr Arbeitnehmer stehen unter Druck und Dauerstress. Mehr als die Hälfte kann selbst nachts nicht abschalten und wälzt sich schlaflos im Bett. Der Übergang zu ernsthaften Krankheiten wie Burn-out und Depression ist fließend, wobei sich die Mediziner noch keineswegs darüber einig sind, ob sie Burn-out wirklich als Krankheit werten wollen, oder ob das Ausgebranntsein nicht eine Zeiterscheinung ist, die von vielen sogar als Ritterschlag der modernen Leistungsgesellschaft missverstanden wird. Ein Burn-out wird gesellschaftlich eher akzeptiert als eine Depression, dabei handelt es sich bei beidem nahezu um dasselbe.

Bei der Suche nach der geeigneten Therapie ist nicht nur für Burn-out-Patienten das Angebot verwirrend. Familienaufstellung, Gestalttherapie oder Psychodrama, die Liste der Methoden ist schier unüberschaubar. Ein Blick in die Anzeigen einschlägiger Magazine schürt dabei die Vermutung, dass sich auf dem Markt der Psycho-Workshops sehr viele zweifelhafte Anbieter tummeln.

Wer einen Therapeuten sucht, hat den ersten und schwierigsten Schritt immerhin gemacht und erkannt, dass er ohne Hilfe von außen sein Problem nicht lösen kann. Bei vielen seelisch erkrankten Patienten dauert dieser Prozess lange, manchmal Jahre.

Besonders Leidtragende in dieser Zeit, und dennoch vielfach vergessen, sind die Familienangehörigen. Sie wollen helfen, aber sind den besonderen Herausforderungen psychischer Krankheiten nicht gewachsen. Viele von ihnen brauchen selbst Hilfe.

Alle Beiträge des Schwerpunkts "Seelische Gesundheit" zum Nachhören

Dienstag, 3.5.2011

"Ausgebrannt - Depression und Burnout"
Live aus der LWL-Klinik Münster


Dienstag, 10.5.2011

Damit die Seele gesund bleibt" - Prävention von psychischen Krankheiten


Dienstag, 17.5.2011

Familienaufstellung, Hypnose, Gestalttherapie? - Methoden und Diagnostik in der Psychotherapie
Live aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Mainz


Dienstag, 24.5.2011

"Hypochonder – Krank vor Angst"


Dienstag, 31.5.2011

"Geprägt für's Leben" - Traumatisierung und Borderline
Live aus der Schön Klinik Bad Bramstedt


Dienstag, 7.6.2011 -

"Es darf mir gut gehen" - Die schwierigen Probleme von Angehörigen psychisch Kranker



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