Sonntag, 04. Dezember 2022

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Auslese: Denken, fühlen, handeln

Das menschliche Denkorgan leistet Bemerkenswertes. Dabei ist das 1,5 Kilogramm schwere Gehirn eines Erwachsenen alles andere als eine effiziente Rechenmaschine. Aktuelle Einsichten der Forschung deuten darauf hin, dass unser Hirn eine Behelfslösung ist: Ein Konglomerat evolutionärer Überbleibsel, das komplexe Aufgaben oft richtig löst, aber keineswegs immer effizient.

25.04.2010

    Wie nehmen wir unsere Umgebung wahr? Wozu träumen wir? Warum sehnen wir uns nach langfristigen Liebesbeziehungen? Und wodurch entsteht das Gefühl von menschlicher Individualität und die Sehnsucht nach Gott? Mit trickreichen Experimenten und ausgefeilter Methodik haben Hirnforscher in den vergangenen Jahren faszinierende Einblicke in die Funktionsweise unserer grauen Zellen gewonnen.

    In neuen Sachbüchern versuchen führende Wissenschaftler die überraschenden Erkenntnisse anschaulich zu erklären und einem breiten Publikum verständlich zu machen. Mit welchem Erfolg? Das Sachbuch-Trio des Deutschlandfunks verrät die Antwort in der Sendung Auslese, am Sonntag, 25. April 2010, 16:30 Uhr.

    David J. Linden: Das Gehirn. Ein Unfall der Natur und warum es dennoch funktioniert

    Jonah Lehrer: Prousts Madeleine. Hirnforschung für Kreative

    Chris Frith: Wie unser Gehirn die Welt erschafft

    Folgende Bücher fand das Sachbuchtrio auch noch interessant:

    Metin Tolan: So werden wir Weltmeister. Die Physik des Fußballspiels

    Andras Gedeon: Fortschritte der Medizin durch Wissenschaft und Technik. 99 wegweisende Veröffentlichungen aus fünf Jahrhunderten

    Ben Goldacre: Die Wissenschaftslüge. Die pseudowissenschaftlichen Versprechungen von Medizin, Homöopathie, Pharma- und Kosmetikindustrie

    Natalie Angier: Naturwissenschaft. Was man wissen muss, um die Welt zu verstehen

    James Kasting: How to find a habitable planet

    Markus Bennemann: Die Evolution im Liebesrausch. Das bizarre Paarungsverhalten der Tiere