
Die Systemkosten machten die Strompreise so hoch, dass sie für Bürger und Teile der Industrie nicht tragbar seien, meinte Lösch. Als Beispiel nannte er die Netzentgelte und die EEG-Umlage. Man müsse Wege finden, damit sich das System am Ende des Tages selbst trage.
Auf der Klimakonferenz in der brasilianischen Stadt Belém werden ab heute Delegationen aus mehr als 190 Staaten erwartet. Zentrale Themen sind die nationalen Klimaschutzzusagen zur Begrenzung der Erderwärmung und die Finanzhilfen reicher Staaten für den Klimaschutz. Darüber hinaus soll es um Anpassungsmaßnahmen an die Erderwärmung in ärmeren Ländern gehen.
Der Ökonom Michael Pahle vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sagte ebenfalls im Deutschlandfunk, dass Verhandlungen ohne die USA als größter CO2-Emittent schwierig seien. Er verwies aber darauf, dass China zunehmend mehr in erneuerbare Energien investiere und die EU beim Klimaschutz trotz jüngst abgeschwächter Ziele eine Konstante sei.
Klimaforscher Latif: "Politik macht Klimaschutz für Besserverdienende"
Der Klimaforscher Mojib Latif rief erneut dazu auf, Anreize zu schaffen, damit Klimaschutz sich wirklich lohne. "Wir werden unseren Wohlstand nur behaupten können, wenn wir die Transformation in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft schaffen."
Allerdings werde es den Menschen verleidet, etwas fürs Klima zu tun, sagte Latif im Deutschlandfunk. Er beklagte ebenfalls die hohen Stromkosten, die etwa an Ladesäulen für ohnehin teure E-Autos anfielen. "Unsere Politik macht Klimaschutz für die Besserverdienenden." Dies müsse sich dringend ändern, forderte der emeritierte Professor der Universität Kiel.
Diese Nachricht wurde am 10.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




