
Man sei zwar offen für sinnvolle Vorschläge, sagte er der "Rheinischen Post". Es dürfe aber keine unpraktikablen Maßnahmen geben. Das Beispiel Australien zeige, dass Verbote einfach umgangen werden könnten. Letztlich seien es die Eltern, die die bereits bestehenden Altersbeschränkungen für Plattformen durchsetzen müssten. Bundesfamilienministerin Prien, CDU, und Bundesjustizministerin Hubig, SPD, mahnten an, auf die Ergebnisse der Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt zu warten. Auch die Vorsitzende des Gremiums, Schön, hatte Zurückhaltung von der Politik gefordert. Die Kommission will ihre Empfehlungen bis zum Sommer präsentieren. Mehrere Bundesländer und Bundespräsident Steinmeier hatten zuletzt Druck gemacht.
Zahlreiche Fachleute und Institutionen lehnen pauschale Verbote Sozialer Medien für Kinder und Jugendliche ab, darunter der Deutsche Kinderschutzbund, das Deutsche Kinderhilfswerk, der AWO Bundesverband, UNICEF und die Bundesschülerkonferenz. Sie fordern zum Beispiel eine gezielte Förderung von Medienkompetenz und eine sichere Gestaltung des digitalen Raums.
Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
