UNO-Bericht
Das "Zeitalter des globalen Wasserbankrotts" hat begonnen

Die Welt tritt einem UNO-Bericht zufolge in ein "Zeitalter des globalen Wasserbankrotts" ein.

    Baumwollpflücker bei Sonnenuntergang auf einem Feld in Usbekistan
    Der Baumwollanbau ist unter anderem verantwortlich für die große Wasserknappheit in Usbekistan. (picture alliance / Photoshot)
    Begriffe wie "Wasserknappheit" oder "Wasserkrise" spiegelten die Realität an vielen Orten nicht mehr wider, hieß es bei der Vorstellung. Solche Begriffe suggerierten zeitweilige und potenziell reversible Zustände. Kennzeichnend seien inzwischen aber unumkehrbare Verluste von Süßwasserreserven. Wichtige Wassersysteme seien bereits zerstört, hieß es. Man könne verschwundene Gletscher zwar nicht wiederherstellen oder stark verdichtete Grundwasserleiter auffüllen. Aber man könne den weiteren Verlust verhindern. Priorität für Regierungen müsse es haben, den Wegfall von Feuchtgebieten, Grundwasserverarmung und Verschmutzung zu verhindern.
    Besonders betroffene Regionen sind laut dem Bericht der Nahe Osten und Nordafrika, Teile Südasiens und der Südwesten der USA. Europa oder andere Regionen, die zwar noch genügend verfügbares Wasser hätten, seien über Handelsströme, Preise und Lieferketten vom Wasserbankrott ebenfalls betroffen.
    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.