
Die neue Welt der großen Mächte sei auf Macht, Stärke und - wenn nötig - auch Gewalt gegründet. Merz forderte die Europäer auf, ihre Zusammenarbeit auszubauen, die Verteidigungsfähigkeit und auch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Bundeskanzler erinnerte an den Vorstoß des kanadischen Premiers Carney, wonach Länder sich in Koalitionen auf das Handeln von Staaten wie den USA, Russland und China wappnen sollten. Merz betonte, die größte Stärke entstehe aus der Fähigkeit, Partnerschaften und Allianzen zu bilden, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt aufbauten. Er hob zugleich die Bedeutung der NATO hervor.
Das Einlenken von US-Präsident Trump im Grönland-Konflikt begrüßte Merz und sprach von Schritten in die richtige Richtung. Zugleich drohte der Kanzler Gegenmaßnahmen für den Fall, dass der US-Präsident doch noch neue Zölle verhängt.
Merz sicherte Dänemark und Grönland Solidarität und Schutz zu. Deutschland wolle sich zudem im Rahmen der NATO stärker in der Arktis engagieren, um einer russischen Bedrohung zu begegnen.
Merz wirbt für fairen Handel
Darüber hinaus rief Merz zur Verteidigung des freien und fairen Handels auf. Europa müsse das Gegengewicht zu staatlich geförderten unfairen Handelspraktiken, zu Rohstoff-Protektionismus und zu willkürlichen Zöllen werden, sagte Merz in seiner Rede. Deutschland wolle dabei eine Schlüsselrolle spielen. Deutschland könne aber in Europa nur dann den Weg weisen, wenn es wirtschaftlich stark sei. Die Bundesregierung verfolge einen ambitionierten Reformkurs mit Blick auf Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und die Einheit Europas.
Diese Nachricht wurde am 22.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







