
Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) hatte das Gremium im Herbst eingesetzt. Die Expertinnen und Experten sollen eine Prognose für die Entwicklung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung bis 2030 errechnen, maßgebliche Kostentreiber im Gesundheitssystem identifizieren und Maßnahmen vorschlagen, um die Beiträge der Versicherten stabil zu halten.
Die schwarz-rote Koalition will das System günstiger und effizienter machen. Diskutiert wurde zuletzt unter anderem über die Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner, die Streichung bestimmter Leistungen oder die Einführung zusätzlicher Abgaben auf ungesunde Genussmittel wie Zucker und Tabak.
Wurzel: 50 Einzelvorschläge der Kommission erwartet
Der Hauptstadtstudio-Korrespondent des Deutschlandfunks, Steffen Wurzel, erklärte, die Reformkommission werde am Nachmittag rund 50 Einzelvorschläge machen. Es werde keine bequeme Aufgabe für die Bundesregierung, eine Auswahl davon umzusetzen, so Wurzel.
Im Vorfeld warnten Patienten- und Sozialverbände vor Leistungskürzungen und höheren Belastungen für Patienten. Vertreter der Gesundheitsbranche wiesen darauf hin, dass kurzfristige Einsparungen zu Versorgungsproblemen und längerfristig zu Mehrausgaben führen könnten.
Der unabhängigen Kommission gehören zehn Professorinnen und Professoren an, unter anderem aus Gesundheits- und Rechtswissenschaften, Ethik und Volkswirtschaftslehre. Der Arbeitsauftrag sieht noch einen weiteren Bericht zu umfassenderen Reformschritten vor. Ministerin Warken hatte deutlich gemacht, dass alle Versorgungsbereiche, Ausgaben und Einnahmen auf den Prüfstand kommen.
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Diese Nachricht wurde am 30.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
