
Mit Blick auf die Ukraine betonte Magyar, anders als der bisherige Regierungschef Orban werde er kein Veto gegen einen EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine einlegen. Allerdings sei er dafür, dass Ungarn aufgrund der eigenen Finanzkrise nicht zu den Geldgebern gehören müsse. Einen beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine lehnte Magyar ab.
Innenpolitisch versprach er, seine künftige Regierung werde alle Ungarn repräsentieren. Als eine der ersten Maßnahmen kündigte er Schritte gegen Korruption an. Zudem werde man die Gewaltenteilung wiederherstellen. Das Land sei unter Ministerpräsident Orban "geplündert, ausgeraubt, verraten, verschuldet und ruiniert" worden.
Magyar fordert Ungarns Präsidenten Sulyok auf, das neue Parlament so schnell wie möglich Anfang Mai einzuberufen. Nach seinem Erdrutschsieg gebe es "keine Zeit zu verlieren", sagt der Chef der Oppositionspartei Tisza.
Magyars Partei Tisza wird im Parlament künftig eine Zwei-Drittel-Mehrheit stellen. Damit kann sie die Verfassung ändern und weitreichende Reformen anstoßen. Der langjährige Ministerpräsident Orbán räumte seine Niederlage ein.
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Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
