
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.
Samstag, 14. März
+++ US-Präsident Trump hat andere Staaten dazu aufgefordert, gemeinsam den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu sichern.
Trump erklärte, alle Länder, die Öl durch die Meerenge am Persischen Golf geliefert bekämen, müssten sich an einer solchen Mission beteiligen. Aus Großbritannien und Frankreich gibt es entsprechende Signale. Beide Länder haben bereits Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer entsandt. Trump schrieb auf seiner Internetplattform Truth Social, er hoffe, dass auch China, Japan und Südkorea Schiffe schickten.
+++ Die Schweiz hat wegen des Iran-Kriegs zwei US-amerikanischen Militärflugzeugen untersagt, über das Land zu fliegen.
Die Regierung in Bern erklärte, das Neutralitätsrecht verbiete Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Krieg verfolgten. Deshalb seien die Gesuche für zwei US-Aufklärungsflugzeuge abgelehnt worden. Einen Wartungsflug und zwei Überfluggesuche für Transportflugzeuge habe man dagegen genehmigt.
+++ Die Formel 1 hat wegen des Iran-Kriegs die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt.
Sie sollten am 12. und 19. April stattfinden und werden ersatzlos gestrichen. Das teilte die Formel 1 mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Formel-1-Chef Domenicali sprach von einer schwierigen Entscheidung. Angesichts der Lage im Nahen Osten sei sie zum jetzigen Zeitpunkt aber leider die richtige.
+++ Angesichts des militärischen Vorgehens Israels im Libanon hat die Türkei vor einem "neuen Völkermord" gewarnt.
Man sei besorgt, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unter dem Vorwand des Kampfes gegen die Hisbollah auf einen neuen Völkermord zusteuere, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan. Die internationale Gemeinschaft müsse Israel Einhalt gebieten.
Die libanesische Hisbollah hatte in der vergangenen Woche ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel reagierte mit Militäraktionen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei im Libanon mehr als 800 Menschen getötet und mehr als 2000 verletzt.
+++ UNO-Generalsekretär Guterres spricht sich für eine diplomatische Lösung für den Libanon aus.
Laut einem Bericht der israelischen Zeitung "Haaretz" könnten bereits in den kommenden Tagen Vertreter Israels und des Libanon direkte Gespräche führen, an denen auch die USA beteiligt sein könnten. Zudem bot Frankreichs Präsident Macron an, zwischen Israel und dem Libanon zu vermitteln.

+++ Zwei weitere Fußballerinnen sowie eine Betreuerin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen sollen ihren ursprünglich geplanten Asylantrag in Australien zurückgezogen haben.
Das berichteten iranische Staatsmedien. Demnach befänden sich die drei Teammitglieder auf dem Weg nach Malaysia, wo der Großteil des Teams auf die Rückreise in den Iran wartet. Bei der Asienmeisterschaft hatte das Team beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet. Menschenrechtsgruppen befürchten daher Repressalien für die Frauen im Iran. Sieben Mitglieder der Nationalmannschaft erhielten Asyl in Australien.
Zuletzt hatte sich laut Angaben der australischen Behörden schon eine Spielerin gegen einen Verbleib entschieden. Der iranische staatliche Fernsehsender Irib teilte jetzt mit, dass "zwei Spielerinnen und ein Mitglied des Trainerstabs" der Nationalmannschaft ebenfalls auf ihren Asylantrag in Australien verzichtet hätten und sich derzeit auf dem Weg nach Malaysia befänden. Der Sender veröffentlichte ein Foto der drei Frauen, das diese kurz vor dem Einstieg in ein Flugzeug zeigen soll.
+++ Libanesische Behörden werfen Israel vor, bei einem Luftangriff auf ein Gesundheitszentrum im Süden des Landes mindestens zwölf Beschäftigte getötet zu haben.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, bei den Toten handele es sich um Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern. Israel nehme immer wieder Sanitäter ins Visier, hieß es weiter. Israel beschuldigte seinerseits die pro-iranische Hisbollah-Miliz, Rettungswagen und medizinische Infrastruktur für militärische Zwecke zu nutzen.
+++ Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview mit "MS Now" gesagt, es gebe kein Problem mit dem neuen Obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag erklärt, Chamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.
+++ Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat den Krieg im Iran als eine "Katastrophe" bezeichnet - "nicht nur für die US-Wirtschaft, sondern für die gesamte Weltwirtschaft".
Das sagte Stiglitz dem "Handelsblatt" mit Verweis auf steigende Energiepreise und wachsende geopolitische Spannungen. Die Unsicherheit habe in den ersten knapp 14 Monaten von Trumps zweiter Amtszeit "eine völlig neue Dimension angenommen", hob der Ökonom hervor. Erste wirtschaftliche Folgen dieser Politik seien bereits sichtbar - auch in den USA selbst.
+++ Der Krieg gegen den Iran tritt nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Katz in die "entscheidende Phase".
Die Angriffe würden intensiviert, sagte Katz in einer Rede vor Armeevertretern. An die Bevölkerung des Iran appellierte er, entschlossen zu kämpfen, um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne das Land "gerettet" werden, betonte Katz.
+++ Das iranische Regime hat einigen indischen Schiffen erlaubt, die Straße von Hormus trotz der Blockade zu durchfahren.
Dies bestätigte der iranische Botschafter in Indien, Fathali, bei einer Konferenz in Neu-Delhi. Die genaue Zahl der Schiffe nannte er nicht. Laut der Nachrichtenagentur Reuters konnten die beiden Gastanker "Shivalik" und "Nanda Devi" die Meerenge passieren. Indien dringt darauf, dass weitere Schiffe durchgelassen werden. Laut der Regierung sitzen noch mehr als 20 Schiffe unter indischer Flagge westlich der Straße von Hormus fest.
+++ Die iranische Revolutionsgarde erklärt nach Berichten iranischer Staatsmedien US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu legitimen Zielen ihre Angriffe.
In einer Erklärung heißt es, das sei eine Reaktion auf Angriffe von US-Streitkräften auf iranische Inseln. Ziele seien Häfen, Anlegestellen und Militärstandorte. Die Bewohner der Emirate werden aufgerufen, sich von diesen Orten fernzuhalten, um zivile Opfer zu vermeiden.
+++ ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann berichtet über die Schutzbunker in Israel - und darüber, dass es regional große Unterschiede beim Zugang zu solchen Schutzräumen gibt.
+++ Die Terrororganisation Hamas fordert den Iran auf, Angriffe auf Nachbarländer einzustellen.
In einer Mitteilung hieß es, "die Brüder im Iran" dürften sich zwar mit allen Mitteln gegen die Angriffe Israels und der USA verteidigten, sollten aber auf Angriffe auf Nachbarländer verzichten. Die Hamas gehört wie die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen zu der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands". Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels. Die Hamas pflegt aber auch Beziehungen zu den Golfstaaten. In Katar sind Teile der politischen Führung untergebracht, das Emirat agierte auch als Vermittler zwischen Israel und der Hamas während des Kriegs im Gazastreifen.
+++ Das US-Militär hat erstmals Angriffe auf die iranische Öl-Insel Kharg durchgeführt.
Der Schritt gilt aufgrund der besonderen Bedeutung der Insel als brisant. Befürchtet werden unter anderem enorme Folgen für den Energiemarkt. Antworten auf die wichtigsten Fragen.
+++ Der Sender "Radio Free Europe - Radio Liberty" hat mit einer Einwohnerin Teherans über den Alltag im Krieg gesprochen.
Sie berichtet angesichts der Luftangriffe von einem dauerhaften Gefühl von Unsicherheit und Angst, auch wenn sie zuhause in ihrer Wohnung ist.
+++ Von der kriegsbedingten Blockade der Straße von Hormus sind nach Angaben des Verbandes Deutscher Reeder derzeit 44 deutsche Schiffe betroffen.
Hauptgeschäftsführer Kröger sagte im Deutschlandfunk, die Situation sei eine ziemliche Katastrophe. Es befänden sich knapp 1.000 deutsche Seeleute in der Region. Kröger unterstrich die Notwendigkeit einer international abgestimmten Aktion zum Schutz ziviler Handelsschiffe, an der Deutschland zumindest auf diplomatischer Ebene mitwirken müsse.
+++ In der irakischen Hauptstadt hat es einen Luftangriff auf die US-Botschaft gegeben.
Darüber berichten mehrere Nachrichtenagenturen. Unklar ist, ob bei dem Angriff eine Rakete oder eine Drohne zum Einsatz kam. Korrespondenten berichten, dass Rauch über dem Botschaftsgebäude aufsteigt.
+++ Trump kündigt baldigen Schutz für Frachtschiffe in Straße von Hormus durch US-Marine an.
US-Präsident Trump hat eine baldige Mission der amerikanischen Marine zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt. Trump sagte vor Journalisten in Washington, US-Kriegsschiffe würden in Kürze Tanker durch die Meerenge eskortieren. Eine genaues Datum nannte er nicht. Laut übereinstimmenden Berichten amerikanischer Medien sind drei weitere US-Kriegsschiffe und 2.500 Marines auf dem Weg in die Region.
+++ Der Grünen-Politiker Hofreiter warnt vor einer deutschen Beteiligung an einer Marinemission in der Straße von Hormus.
Hofreiter sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die deutsche Marine verfüge nicht über ausreichende Kapazitäten, um dort den Schiffsverkehr zu schützen und auf den vielen kleinen dem Iran vorgelagerten Inseln gegen die iranischen Streitkräfte vorzugehen. Derzeit blockiert der Iran die Meerenge. Die G7-Staaten prüfen deshalb eine Marinemission zum Schutz von Öl- und Frachtschiffen. Bundeskanzler Merz hatte sich allerdings am Freitag gegen einen Militäreinsatz ausgesprochen.

+++ Aus dem Nahen und Mittleren Osten werden neue gegenseitige Angriffe des Iran sowie der USA und Israels gemeldet
Die USA attackierten nach Angaben von Präsident Trump militärische Ziele auf der iranischen Insel Kharg im Persischen Golf. Die iranischen Streitkräfte griffen ihrerseits wieder Ziele in den Golfstaaten an. In der katarischen Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur afp berichtete. Über mögliche Opfer oder Schäden ist bislang nichts bekannt. Der Iran attackierte erneut auch Israel mit Raketen. Diese konnten offenbar allesamt von der israelischen Flugabwehr in der Luft vernichtet werden.
+++ Durch den Iran-Krieg sind auch die Kosten für Luftfracht deutlich gestiegen.
Seit Beginn der Kämpfe stiegen die Frachtraten auf Routen zwischen Südasien und Europa um bis zu 70 Prozent. Das teilte die Buchungsplattform Freightos mit. Grund seien gesperrte Lufträume und wichtige blockierte Seewege. Derzeit sitzen mehr als 100 Containerschiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus fest. Als Folge davon müssen Unternehmen auf den teureren Lufttransport ausweichen.
Freitag, 13. März
+++ Die US-Regierung schickt Medienberichten zufolge weitere Soldaten und Schiffe in die Kriegsregion.
Das "Wall Street Journal" schreibt, das zuvor in Japan stationierte Schiff "USS Tripoli" sei samt Marine-Infanteristen auf dem Weg nach Nahost. Das Nachrichtenportal "Axios" führt aus, die in der Region eingesetzten Streitkräfte erhielten dadurch Verstärkung durch tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge. Die Soldaten wären theoretisch in der Lage, Bodeneinsätze auszuführen.
+++ Die USA haben eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Modschtaba Chamenei ausgesetzt.
Das US-Außenministerium teilte in Washington mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Aufenthaltsort Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Gesucht werden demnach unter anderen der iranische Sicherheitschef Laridschani und Innenminister Momeni sowie ferner Anführer der iranischen Revolutionsgarden.
+++ Die Hisbollah hat einen Kampf gegen Israel "bis zum Ende" angekündigt.
Aufgabe und Niederlage "stehen nicht in unserem Wörterbuch", sagte Hisbollah-Chef Kassim in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Das sei ein Kampf um die Existenz. Kassim warf der libanesischen Regierung vor, sie habe das Land nicht vor beinahe täglich erfolgten israelischen Angriffen seit dem Inkrafttreten einer Waffenruhe im November 2024 schützen können. Daher habe die Hisbollah nach dem Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran den Beschuss wieder aufgenommen, so Kassim.
+++ Der Iran lässt offenbar zwei indische Flüssiggastanker durch die Straße von Hormus fahren.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, hat die "Shivalik" die Meerenge bereits unter Geleitschutz der indischen Marine durchquert. Das Schwesterschiff "Nanda Devi" solle in den kommenden Stunden folgen. Der Iran hatte erklärt, keine Lieferungen für die USA oder deren Verbündete durchzulassen. Indien hat jedoch Ausnahmen erwirkt.
+++ Die Türkei soll nach den Worten von Präsident Erdogan unter keinen Umständen in den Iran-Krieg hineingezogen werden.
"Zu verhindern, dass unser Land in diese Feuersbrunst hineingezogen wird, ist unsere Priorität Nummer eins", sagte Erdogan. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara war kurz zuvor erneut eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete om türkischen Luftraum abgefangen worden.
+++ UNO-Generalsekretär Guterres ist zu einem Besuch im Libanon eingetroffen.
Guterres teilte in Beirut mit, er sei zu einem Solidaritätsbesuch in den Libanon gereist. Die Menschen hier hätten sich den Krieg nicht ausgesucht. Sie seien "da rein gezogen worden". Nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sind seit dem 2. März mehr als 770 Menschen bei den Angriffen getötet worden. Darunter seien auch 103 Kinder. Die proiranische Schiitenmiliz Hisbollah hatte nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran damit begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Israel reagiert seitdem mit umfangreichen Luftangriffen.
+++ Die USA haben einen hochrangigen Militär außerhalb des für den Iran zuständigen US-Kommandos mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt.
Verteidigungsminister Hegseth erklärte, diese Untersuchung werde so lange dauern wie nötig. Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Veraltete Ortungsdaten sollen zu dem Fehler geführt haben, wie aus aus vorläufigen Ergebnissen einer eingeleiteten Untersuchung hervorgeht. Das hatten unter anderem die «New York Times» und der Sender CNN berichtet.
+++ Bei dem Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Irak sind alle sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.
Das teilte das US-Kommando Centcom mit. Die Untersuchungen zur Ursache dauerten an. Das Tankflugzeug war an den Militäraktionen gegen den Iran beteiligt. Der Absturz ist laut amerikanischen Angaben nicht auf feindlichen oder Eigenbeschuss zurückzuführen.
+++ Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Hegseth verletzt worden.
Wahrscheinlich sei er entstellt, teilte Hegseth mit, ohne Belege zu nennen. Chamenei war bei seiner ersten öffentlichen Stellungnahme gestern nicht selbst aufgetreten, sondern hatte nur im Fernsehen einen Text vorlesen lassen. Gestern hatte Irans Botschafter in Tunesien erklärt, Chamenei sei nur leicht verletzt. Nach israelischen Geheimdiensteinschätzungen wurde er verwundet, als sein Vater Ali Chamenei zu Beginn des Krieges getötet wurde.
+++ Das israelische Militär hat die iranische Hauptstadt Teheran angegriffen.
In der iranischen Hauptstadt Teheran meldete das Staatsfernsehen heute eine schwere Explosion auf einem Platz in der Nähe der Universität. Dort hatten sich dem Bericht zufolge zahlreiche Unterstützer der Regierung zu einer Kundgebung versammelt. Es habe mindestens ein Todesopfer gegeben. Journalisten berichteten von weiteren Detonationen im Stadtgebiet.
+++ Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon hat nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums seit der Nacht mehr als 20 Tote gegeben.
Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder. Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen. Israel hatte zuvor erklärt, "dutzende" Angriffswellen auf den Libanon zu fliegen.
+++ Die NATO-Luftabwehr hat nach Angaben der Türkei eine dritte iranische Rakete abgefangen.
Das Geschoss sei vom Iran in Richtung Türkei abgeschossen worden, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Die Türkei habe den Iran um eine Stellungnahme ersucht.
+++ Bei dem Absturz des US-Tankflugzeugs über dem Irak sind nach Angaben des amerikanischen Militärs vier der sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.
Der Rettungseinsatz für die beiden anderen laufe noch, teilt das US-Militär mit. Ermittlungen zu dem Vorfall dauerten an. Der Absturz sei nicht auf feindlichen Beschuss zurückzuführen, heißt es in einer Erklärung weiter. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine von Iran unterstützte Miliz, erklärt dagegen, sie habe das Flugzeug abgeschossen.
+++ US-Präsident Donald Trump geht einem Medienbericht zufolge davon aus, dass der Iran kurz vor der Kapitulation steht.
Dies habe Trump den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in einer Telefonkonferenz gesagt, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Trump habe erklärt, er habe "einen Krebs beseitigt, der uns alle bedroht hat". Da niemand mehr wisse, wer im Iran die Führung innehabe, gebe es auch niemanden, der die Kapitulation verkünden könne. Vom US-Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

+++ Die iranische Revolutionsgarde hat die Bevölkerung vor neuen Protesten gewarnt und mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht.
Die Reaktion werde schärfer ausfallen als am 8. Januar, hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung. Der Feind versuche erneut Unruhen zu provozieren, weil er seine militärischen Ziele nicht erreichen könne. Die Proteste gegen die religiösen Machthaber in Teheran hatten sich an den hohen Lebenshaltungskosten entzündet. Sie weiteten sich rasch zu einer landesweiten Protestwelle gegen die Staatsführung aus, die am 8. Januar ihren Höhepunkt erreichte. Nach Angaben der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency wurden von den Sicherheitskräften des Regimes mehr als 7.000 Menschen getötet, die meisten von ihnen Demonstranten.
+++ Israel meldet den Start großangelegter Angriffe auf Teheran.
Das israelische Militär hat den Beginn einer großangelegten Angriffswelle auf Teheran bekanntgegeben. Iranische Staatsmedien berichteten von mehreren Explosionen und Kampfjets über der Stadt Karadsch westlich der Hauptstadt.
+++ US-Präsident Trump hat dem Iran erneut gedroht.
Das Terror-Regime werde vollständig zerstört, und zwar militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Raketen, Drohnen und alles andere würden vernichtet. Die Vereinigten Staaten verfügten über eine beispiellose Feuerkraft und viel Zeit. Zuvor hatte der US-Präsident bereits mehrfach erklärt, dass der Krieg bald enden könne.
+++ Die Grünen-Politikerin Lamya Kaddor sieht die Gefahr, dass Teile des Libanons bald ähnlich zerstört sein könnten wie Gaza.
Kaddor sagte im Deutschlandfunk, der Libanon sei schon länger kurz davor zu implodieren. Die Hisbollah habe das Land über Jahrzehnte destabilisiert. Die Terrormilz sei der Staat im Staate. Besonders seit den israelischen Angriffen infolge des 7. Oktobers 2023 sei der Libanon enorm geschwächt. Hinzu komme die seit Jahren andauernde Wirtschafts- und Staatskrise, betonte Kaddor. Das alles zusammen habe Potenzial für ähnliche Zustände wie in Gaza. Kaddor ist Mitglied der Parlamentariergruppe arabischsprachiger Staaten des Nahen und Mittleren Ostens.

+++ Die Welthungerhilfe will ihre Nothilfe im Libanon ausweiten.
Die Organisation versorgt laut ihrer Programmdirektorin Bettina Iseli im Libanon etwa 15.000 Haushalte. Das reiche bei Weitem aber nicht aus. Um mehr leisten zu können, sei man auf die Unterstützung und Solidarität von Menschen mit ihren Spenden angewiesen, sagte Iseli im Deutschlandfunk. Viele Geflüchtete übernachteten in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kirchen oder Gemeindezentren. Die Welthungerhilfe unterstütze diese Menschen mit warmen Mahlzeiten, Matratzen, Decken und Kissen sowei mit Hygieneartikeln wie Seife, Waschmittel und auch Windeln für Babys. Viele Menschen hätten innerhalb von Minuten ihre Häuser verlassen müssen mit dem, was sie gerade noch so zusammenraufen konnten, so Iseli. Sie hätten alles zurückgelassen und bräuchten dringend einen Platz zum Schlafen.
+++ In Israel gab es laut dem Rettungsdienst Magen David Adom knapp 60 Verletzte bei einem Raktenangriff auf die Stadt Sarsir nahe der Grenze zum Libanon.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon teilte mit, man habe mehrere Raketen auf israelische Soldaten im Süden des eigenen Landes sowie auf den Norden Israels abgefeuert.
+++ In der Golfregion gibt es neue Berichte über Beschuss aus dem Iran.
Im Oman gab es laut der staatlichen Nachrichtenagentur zwei Tote durch Drohnenangriffe. In Saudi-Arabien teilte das Verteidigungsministerium mit, man habe innerhalb weniger Stunden 50 Drohnen abgefangen. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es laut Regierung durch Trümmer von abgefangenen Geschossen zu Gebäudeschäden.
+++ Der Präsident des ifo-Instituts, Fuest, rechnet infolge des Kriegs mit einer frühen Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank.
Die Notenbank habe bei früheren Entscheidungen zu spät reagiert und wolle diesen Fehler nicht wiederholen, sagte Fuest dem Nachrichtenportal "The Pioneer".

+++ Die US-Regierung erlaubt vorübergehend den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten.
Das Finanzministerium erteilte eine Lizenz bis zum 11. April. Der amerikanische Präsident Trump hatte diese Woche mit Kreml-Chef Putin telefoniert. Seitens der G7-Staaten, denen die USA angehören, hieß es anschließend noch, eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland sei ausgeschlossen.
+++ Bei israelischen Angriffen im Südwesten von Beirut ist ein Mensch getötet worden.
Ein Auto sei am Freitagmorgen im Küstenviertel Dschna getroffen worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Ein weiterer israelischer Angriff hat laut lokalen Medien eine Wohnung im Viertel Nabaa getroffen. In dem Stadtteil leben viele armenische Menschen. Die israelische Armee erklärte, sie habe ein Hisbollah-Mitglied in Beirut ins Visier genommen. Beide Viertel liegen weit entfernt von den südlichen Vororten Beiruts, die das israelische Militär für unsicher erklärt und für die es Evakuierungsaufrufe herausgegeben hat.
+++ Im Norden des Iraks ist ein französischer Soldat bei einem Drohnenangriff ums Leben gekommen.
Präsident Macron sprach von einem inakzeptablen Angriff auf seine Streitkräfte. Weitere Soldaten wurden verletzt. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, hatten sie zusammen mit irakischen Partnern Anti-Terror-Einsätze trainiert.
+++ Eine vom Iran unterstützte Milizengruppe hat nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug des US-Militärs vom Typ KC-135 im Westirak abgeschossen.
Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilt mit, der Abschuss sei "zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes" erfolgt. Das US-Militär hatte zuvor den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Iraks gemeldet. Demnach habe es sich dabei nicht um feindlichen Beschuss oder Eigenbeschuss gehandelt.
+++ Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge seit Beginn des Krieges mit dem Iran Munitionsvorräte für "Jahre" verbraucht.
Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählten auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider.
+++ Israels Militär bereitet sich nach den Worten von Generalstabschef Zamir auf eine längere militärische Auseinandersetzung mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Nachbarland Libanon vor.
Dieser Einsatz werde nicht kurz sein, sagte er nach einer Lageeinschätzung. Zamir kündigte an, zusätzliche Truppen an die Grenze zu verlegen. Seit Beginn des Iran-Kriegs werden aus dem Libanon Raketen abgefeuert. Das israelische Militär greift immer wieder Stellungen in mehreren Landesteilen an. Die libanesische Regierung setze ihre Autorität innerhalb ihres Territoriums nicht durch, hieß es. Beirut hatte die Sicherheitskräfte angehalten, den Beschuss Israels zu unterbinden. Die Hisbollah gilt im Libanon jedoch als Staat im Staate.
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