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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 26.12.2026

  • 00:05 Uhr
  • 06:05 Uhr

    Anonymus
    „Primus init Stephanus“ & „En vice nos Stephani.“
    Introitus zum Stephanusfest
    Ordo Virtutum
    Leitung: Stefan Johannes Morent

    Georg Philipp Telemann
    „Verirrte Sünder, kehrt, ach, kehret um“. Kantate zum 2. Weihnachtstag, TWV 1:1469
    Hanna Herfurtner, Sopran
    Carola Günther, Alt
    Mirko Ludwig, Tenor
    Peter Kooij, Bass
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

    Adrian Willaert
    „Beatus Stephanus“. Motette
    Marian Consort
    Leitung: Rory McCleery

    Gregor Joseph Werner
    Larghetto aus: Pastorella G-Dur
    la festa musicale
    Leitung: Layos Rovatkay

    Johann Sebastian Bach:
    „Selig ist der Mann“. Kantate zum 2. Weihnachtsfesttag, BWV 57
    Hana Blažiková, Sopran
    Dominik Wörner, Bass
    Kirchheimer BachConsort
    Leitung: Alfredo Bernardini

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    08:25 Uhr   Kalenderblatt

    Vor 250 Jahren: US-Truppen nehmen 1000 hessische Söldner gefangen

  • 09:30 Uhr

    Polen - Die Rückkehr der Elche
    Von Philipp Lemmerich und Michalina Kowol
    Dlf 2026

    Der Elch ist das Symboltier Skandinaviens. Dass die Tiere auch in Mitteleuropa heimisch sind, ist kaum bekannt. Jagd und Siedlungsdruck führten dazu, dass sie fast überall verschwanden. Auch in Polen war das so. Doch einige Tiere konnten in den Feuchtgebieten im Osten überleben. 2001 beschloss die polnische Regierung ein Jagdverbot. Und seitdem ist die Population rasant gewachsen: Heute streifen wieder mehr als 40.000 Elche durchs Land. Längst sind sie nicht mehr nur in den östlichen Nationalparks und Moorgebieten zu finden, sie breiten sich Richtung Westen aus. Nicht alle Polinnen und Polen sehen das als Erfolgsgeschichte. Jagdvereine drängen darauf, das Jagdverbot zu lockern. Sie verweisen auf steigende Unfallzahlen im Verkehr und auf Ernteschäden. Doch ein Großteil der Bevölkerung empfindet die Rückkehr der Elche als Bereicherung und als Beleg dafür, wie gut Artenschutz funktionieren kann, wenn er konsequent umgesetzt wird.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Kelheim
    Zelebrant: Pfarrer Reinhard Röhmer
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr
  • 12:30 Uhr

    Am Mikrofon: Der Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss

    Das Gesellschaftspolitische prägt sein Schreiben, aber auch die eigene Biografie. Welche Töne begleiten das Schriftsteller-Leben?

    Sowohl mit seiner Mutter als auch mit seinem Vater hat er sich literarisch auseinandergesetzt: 2022 erschien „Vaters Kiste“ und in diesem Jahr „Königin der Nacht“. Darin gibt Lukas Bärfuss Einblicke in eine schwierige, von Armut geprägte Kindheit und seine Obdachlosigkeit in jungen Jahren. Später ließ er sich zum Buchhändler ausbilden, seit 1997 arbeitet er als freier Autor und Dramaturg. Geboren wurde Lukas Bärfuss 1971 in Thun. Seinen Durchbruch als Dramatiker hatte er mit dem Schauspiel „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“. 2008 erschien sein Roman „Hundert Tage“ über den Völkermord in Ruanda. Lukas Bärfuss schreibt mit politischem Bewusstsein und mischt sich ein - auch als Moderator von Gesprächsreihen zur Demokratie. 2019 hat er den Georg-Büchner-Preis erhalten.

  • 14:05 Uhr

    Da Vinci Code
    Fahndung nach Leonardos Genen
    Von Michael Lange

    Niemand verkörpert den Aufbruch der Menschheit in die Neuzeit besser als Leonardo da Vinci. Der Schöpfer der Mona Lisa war nicht nur Maler, sondern auch Erfinder, Ingenieur und Baumeister. Alles wollte er begreifen: den Flug der Vögel ebenso wie das Innenleben von Mensch und Tier oder das Fließen des Wassers. Leonardo konstruierte tödliche Waffen, aber auch praktische Bratenwender, leichtlaufende Kugellager und neuartige Flaschenzüge. Sogar als Bühnenbildner und Eventmanager machte er sich in Florenz und Mailand einen Namen. Bis heute wundert sich die Fachwelt, wie ein einziger Mensch all diese Talente in sich vereinigen konnte. Wie wurde aus dem Jungen aus der Toskana, der nicht einmal die Gelehrtensprache Latein gut beherrschte, das Universalgenie, das bis heute weltweit verehrt wird? 
    Einige Forscher vermuten des Rätsels Lösung in Leonardos Erbgut, seiner DNA. Auf der Suche nach der Erbinformation analysieren sie Gemälde und Zeichnungen und graben nach Skelettresten vermeintlicher Verwandter. Auch lebende Nachfahren der Familie da Vinci werden in einem groß angelegten Projekt aufgespürt und genetisch untersucht. Angenommen, sie finden den da Vinci Code - welche Geheimnisse kann er uns verraten? Michael Lange begibt sich für den Deutschlandfunk auf die Suche nach Leonardos Genen.   

  • 15:05 Uhr

    Tatort Kunst

    Der Kunst-Podcast
    Mythos - Mona Lisa und ihre Doppelgängerinnen (Teile 1 und 2)
    Von Jana Magdanz
    (Wdh. v. 31.12.2025)

    Teil 1: Im Louvre hängt die echte Mona Lisa - oder? Immer wieder tauchen auch andere Gemälde mit dem berühmten Porträt auf. Gemalt von Leonardo da Vinci? Tatort Kunst trifft Sammler, die alles daran setzen, die Echtheit ihrer Mona Lisa zu beweisen.

    Teil 2: Hat das Genie Leonardo da Vinci die Mona Lisa auch schon zehn Jahre früher einmal gemalt, als jüngere Frau? Ein Konsortium ist davon überzeugt. Tatort Kunst sucht Beweise an einem geheimen Ort.

  • 17:05 Uhr

    Tatort Kunst

    Der Kunst-Podcast

  • 18:05 Uhr
  • 19:05 Uhr

    Der Geschichtspodcast

  • 20:05 Uhr

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Zu Gast: Hanns Zischler
    Gesprächspartnerinnen: Ann Cotten, Elke Schmitter
    Am Mikrofon: Tobias Lehmkuhl

    Schauspieler, Fotograf, Übersetzer, Essayist und Romancier - Hanns Zischler hat viele Talente. Ob er Derrida übersetzt, mit der Lochkamera die Flüchtigkeit der Natur einfängt oder über Berliner Plätze nachdenkt, überall meint man seine ganz eigene, elegante Handschrift zu erkennen. Zischler ist jemand, der eher mit dem Bleistift schreibt (und dem er sogar ein eigenes kleines Buch gewidmet hat) als mit dem schweren Füllfederhalter, er ist kein Epiker vom Schlage eines Thomas Mann, den er im Film „Vaterland“ verkörpert, sondern eher ein Kammermusiker und Florettfechter der Literatur. Kein Wunder, dass ihn Japan fasziniert, das Land der minimalistischen Architektur, des Bonsais und der geschmackvollen Bento-Box. Hier ist - unter anderem - sein neuer Roman, „Yumikos Paravent“ angesiedelt. Wie schon in „Der zerrissene Brief“ von 2020 spielt die analoge Postsendung auch in seinem aktuellen Werk eine wichtige Rolle, wie darin überhaupt dem Haptischen gehuldigt wird: Allen voran dem Schneiderhandwerk und der Malkunst. Doch zugleich geht es um so ungreifbare Dinge wie die Liebe und die stete Gegenwart der Vergangenheit. All dieser Themen versuchen im „Studio LCB" die Dichterin Ann Cotten und die Autorin Elke Schmitter im Gespräch mit Hanns Zischler habhaft zu werden.

  • 22:05 Uhr

    Deutschlandfunk Produktion

  • 23:05 Uhr

    Ich weiß nicht zu wem ich gehöre...
    Eine Lange Nacht zum 125. Geburtstag von Marlene Dietrich
    Von Hans Bräunlich
    Regie: Rita Höhne

    Marlene Dietrich - „Die Frau, nach der man sich sehnt“, damals noch - 1929 - in einem Stummfilm mit ihr als Hauptdarstellerin. Sie bleibt es ein Leben lang als Frau und Künstlerin, nachdem der Regisseur Josef von Sternberg ein Jahr später mit dem UFA-Tonfilm "Der blaue Engel" ihren Weltruhm begründet. Von Babelsberg geht es nach Hollywood, der spektakuläre Anfangserfolg allerdings wiederholt sich nie wieder. Trotzdem wird sie zu einem begehrten Filmstar, zu einer Leinwandlegende. Den Nazis entzieht sie sich und lässt sich in Amerika einbürgern. Sie arbeitet in Hollywood mit berühmten Regisseuren, trotzdem kommt es immer wieder zu Karriereeinbrüchen. Verheiratet bleibt sie ein Leben lang, doch es gibt daneben auch zahlreiche Affären, z.B. mit Erich Maria Remarque oder Jean Gabin. In Deutschland diffamiert man sie später als "Vaterlandsverräterin", weil sie sich in der amerikanischen Truppenbetreuung während des Krieges engagiert hatte. Eine neue, weltweite Karriere macht sie in den 1960er und 70er Jahren als Sängerin berühmt. Am 6. Mai 1992 stirbt sie vereinsamt mit 91 Jahren in Paris. In einer Collage aus Briefen, Liedern, O-Tönen und Berichten von Zeitzeugen porträtiert die Lange Nacht diese Legende des vergangenen Jahrhunderts. (Wdh.v. 21./22.12.2001)