Parteitag
Proteste gegen AfD-Delegiertentreffen in Magdeburg - Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau kritisiert Wahlprogramm

Der Beginn des AfD-Landesparteitags in Magdeburg ist von Protesten begleitet worden.

    Im Hintergrund Demonstranten, die Plakate und Spruchbänder hochhalten, im Vordergrund ein Polizist.
    Proteste gegen den Landesparteitag der AfD Sachsen-Anhalt in Magdeburg (picture alliance / dpa / Sebastian Willnow)
    An einigen angemeldeten Versammlungen hätten insgesamt mehrere hundert Menschen teilgenommen, sagte eine Polizei-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Knapp fünf Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt will die AfD auf dem Delegiertentreffen ihr Wahlprogramm beschließen. Laut dem Entwurf will die Partei etwa eine "Task Force Abschiebungen" einrichten, Staatsleistungen für Kirchen einstellen und die Landeszentrale für politische Bildung abschaffen. -
    Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, Brockmeier, sagte im Deutschlandfunk, das Erstarken der AfD sei vor allem auf ungelöste Probleme in dem Bundesland zurückzuführen, etwa den Verlust von Industriearbeitsplätzen. Brockmeier betonte, die Pläne der AfD, Migration einzuschränken und Menschen vermehrt abzuschieben, würden für Sachsen-Anhalt angesichts des Fachkräftemangels massive Nachteile bedeuten. Wer eine solche Art von Nationalisierungsstrategie fahre, der lege die Axt an die Wurzel dessen, was Wohlstand ausmache.

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    Diese Nachricht wurde am 11.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.