
Dort werden für Freitag und Samstag Temperaturen von bis zu 41 Grad Celsius erwartet. Am Wochenende soll sich die starke Wärmebelastung auf ganz Deutschland ausbreiten. Vielerorts wurden Veranstaltungen wegen der Hitze abgesagt. Die Deutsche Bahn erwartet Störungen im Zugbetrieb und rät von Reisen ab.
Hochdruckgebiet schließt heiße Luft ein
Die Hitzewelle wird Meteorologen des Reuters Climate Monitor zufolge durch eine sogenannte Omega-Wetterlage verursacht. Dabei schließt ein Hochdruckgebiet, dessen Form dem griechischen Buchstaben Omega ähnelt, heiße Luft über einen längeren Zeitraum in einer Region ein.
Schutz vor Hitze als Aufgabe für Städte und Kommunen
Um die Menschen in Deutschland vor den Folgen solcher Hitzewellen zu schützen, sieht die stellvertretende Vorsitzende der Klima-Union von CDU und CSU, Winter, vor allem Kommunen und Länder in der Verantwortung. Winter, die auch Fraktionschefin ihrer Partei in der Bremer Bürgerschaft ist, sagte im Deutschlandfunk, jede Stadt habe andere Bedingungen, daher seien lokale Lösungen wichtig.
Konkret gehe es dabei um Maßnahmen wie die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen, die Begrünung von Städten und die Anpassung von Infrastruktur. Den Ländern stehe dafür bereits Geld zur Verfügung, unter anderem aus dem Sondervermögen für Infrastruktur.
Extreme Hitze auch in Niederlanden, Großbritannien und Frankreich
Auch in anderen Ländern hat die Hitzewelle erhebliche Auswirkungen. In den Niederlanden gab das Wetterinstitut KNMI für fast das gesamte Land die seltene rote Warnstufe heraus. Mit 38 Grad in Basel hat die Schweiz die höchste jemals im Monat Juni gemessene Temperatur verzeichnet. In Großbritannien meldete die nationale Wetterbehörde mit 36,4 Grad in der Grafschaft Somerset im Südwesten Englands einen neuen Rekord.
Auch die Behörden in Frankreich reagierten mit weitreichenden Maßnahmen auf die Wetterlage. Premierminister Lecornu aktivierte die höchste Stufe der Mobilisierung im Gesundheitswesen. Rund 13.500 Schulen blieben in Frankreich geschlossen oder stellten auf Sonderpläne um. In mehreren Orten im Umland von Paris wird das Trinkwasser knapp: Die Bewohner von neun Dörfern im Département Val d'Oise sollten vorerst mit Plastikflaschen versorgt werden, hieß es. In mehreren Regionen Italiens wurde das Arbeiten im Freien während der heißesten Stunden des Tages verboten.
Diese Nachricht wurde am 26.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







