Rückwirkend ab 1. Januar
Staatliches Förderprogramm für Elektroautos gestartet - Zuschüsse bis 6.000 Euro

Seit heute können Anträge für das E-Auto-Förderprogramm der Bundesregierung gestellt werden. Bundesumweltminister Schneider schaltete das Onlineportal frei, über das die Anträge abgewickelt werden. Schon kurz danach zeichnete sich ein starkes Interesse ab.

    Ein Elektroauto lädt an einer Ladesäule.
    Seit dem Morgen kann die Förderung von Elektroautos beantragt werden. (picture alliance / dpa / Jan Woitas)
    Zuschüsse vom Staat gibt es rückwirkend zum 1. Januar für reine Elektro-Autos sowie für bestimmte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Auch Käufer von Elektroautos mit sogenannten Reichweitenverlängerern können von der Förderung profitieren. Die Höhe der Prämie ist abhängig von der Art des Fahrzeugs, vom Haushaltseinkommen und von der Zahl der Kinder.  

    Basisförderung bei 3.000 Euro

    Grundsätzlich gilt: Wer weniger verdient oder Kinder hat, soll stärker profitieren. Die Basisförderung liegt bei 3.000 Euro für reine Elektroautos. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro. Um die Unterstützung zu bekommen, muss der Käufer sein Fahrzeug ab Kauf mindestens drei Jahre behalten. 
    Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Reichweitenverlängerer liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Damit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. 

    Online-Antrag mit "BundID"

    Voraussetzung für den Antrag ist eine sogenannnte "BundID". Das ist ein elektronisches Konto, mit dem man sich gegenüber Behörden ausweisen kann wie mit einem Personalausweis im analogen Leben. Einrichten kann man die "BundID" mit dem elektronischen Personalausweis oder auch mit einem Elster-Zertifikat, das man bei der Steuererklärung nutzt.
    Im Förderportal müssen Interessierte die aktuellen Einkommensteuerbescheide hochladen. Bei Familien mit Kindern kommt ein aktueller Kindergeldnachweis hinzu, bei Plug-in-Hybriden die EU-Konformitätsbescheinigung.

    Drei Milliarden zur Verfügung

    Insgesamt stehen drei Milliarden Euro zur Verfügung, mit denen etwa 800.000 neue Fahrzeuge gefördert werden könnten.Das Ministerium geht davon aus, dass die Förderung für 800.000 Fahrzeuge bis zum Jahr 2029 reicht. Kritiker bemängeln, dass Gebrauchtwagen nicht einbezogen sind.
    Lesen Sie hier auch: Elektroautos legen in der Krise zu
    Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.