
Darin heißt es, man dürfe keine Zeit verlieren und müsse Verantwortung übernehmen. Die nächsten Schritte des Projekts mit dem Titel "Team Gen 6" wurden offen gelassen. Als wahrscheinlich gilt eine multinationale Zusammenarbeit mit dem schwedischen Kampfjet-Hersteller Saab und einer Allianz aus Spanien, die sich ebenfalls neu gegründet hat. Der Name "Team Gen 6" bezieht sich auf die sechste Generation in Europa entwickelter Kampfjets, die das Konsortium anstrebt. Die beteiligten deutschen Unternehmen sind MTU, Hensoldt, Autoflug, Diehl Defence, Liebherr, sowie Rohde und Schwarz, außerdem gehört der europäische Rüstungsentwickler MBDA zu der Allianz.
Airbus war ursprünglich Teil des deutsch-französischen Projekts FCAS, auch Spanien war daran beteiligt. Die Entwicklung eines Kampfjets wurde jedoch nach anhaltenden Differenzen zwischen den beteiligten Unternehmen beendet.
Entscheidung der Bundesregierung steht noch aus
Bundesverteidigungsminister Pistorius zeigte sich grundsätzlich offen für "Team Gen 6", erwägt nach eigenen Angaben aber auch einen Kauf zusätzlicher Kampfjets aus den USA. Das Projekt ist von der Bundesregierung abhängig, da sie die Bestellung neuer Kampfflugzeuge durch die Bundeswehr in Auftrag gibt.
Bei den neuen Kampfflugzeugen geht es um die Frage, ob und wie Europa militärisch unabhängiger von den USA werden kann. Dass die modernen, amerikanischen F-35-Kampfflugzeuge einen immer wichtigeren Teil der Flotte ausmachen, sorgt aufgrund der zunehmenden Unstimmigkeiten in den transatlantischen Beziehungen für Bedenken. Die bisherigen in Europa entwickelten Kampfjets, darunter die deutschen Eurofighter, sollen zwar noch für längere Zeit eingesetzt werden, eine neue Entwicklung gilt aber als essenziell für die Verteidigungsfähigkeit.
Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
