
+++ Proteste gegen das Regime in Teheran sind Berichten zufolge abgeflacht
Wie Korrespondenten melden, gibt es nur noch kleinere Demonstrationen in wenigen Städten. Die iranischen Justizbehörden kündigten an, Festgenommene in Schnellverfahren zu verurteilen. Einer Analyse der amerikanischen Denkfabrik Critical Threats Project zufolge wurden zuletzt nur noch sieben Kundgebungen in sechs Provinzen registriert. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass aufgrund der Internetsperre nur wenige Informationen nach außen gelangen
+++ Unterschiedliche Angaben zu getöteten Demonstranten
Im Iran ist die Zahl der bei Protesten getöteten Personen nach Angaben von Menschenrechtlern weiter gestiegen. Wie die in den USA ansässige Menschenrechtsgruppe HRANA mitteilte, kamen bislang rund 2.600 Menschen ums Leben. Darunter befänden sich hauptsächlich Demonstranten und weitaus weniger regierungsnahe Personen. Ein iranischer Regierungsvertreter hatte gestern von etwa 2.000 Getöteten gesprochen. Der regimekritische Exilsender Iran International mit Sitz in London spricht sogar von mindestens 12.000 Toten.
+++ Iran setzt Kommunikation mit USA aus und droht mit Vergeltungsschlägen im Falle eines Angriffs
Das teilte ein hochrangiger Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters mit. Der Schritt sei eine Reaktion auf die Drohungen von US-Präsident Trump wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten im Iran. Der Vertreter erklärte zudem, man habe umliegende Länder darüber informiert, im Falle eines US-Angriffs Vergeltungsschläge gegen US-Militärbasen in der Region durchzuführen.
+++ Grünen-Europapolitikerin: "Iranische Diplomaten in der EU missbrauchen ihre Privilegien"
Angesicht der anhaltenden Gewalt gegen regimekritische Demonstranten im Iran fordert die Grünen-Europapolitikerin Neumann die Ausweisung von iranischen Diplomaten aus der EU. Diese würden ganz gezielt ihre Privilegien missbrauchen, um Iraner in der Diaspora unter Druck zu setzen und einzuschüchtern, sagte Neumann im Deutschlandfunk. Zugleich bekräftigte die Grünen-Politikerin ihre Forderung nach einer Ausweitung der Sanktionen gegen das Regime in Teheran und die Listung der iranischen Revolutionsgarden als Terrorgruppe.
+++ US-Präsident Trump warnt die iranische Staatsführung vor der Hinrichtung von Teilnehmern der regimekritischen Proteste
Trump sagte dem US-amerikanischen TV-Sender CBS News, man werde „sehr hart“ reagieren. Näher führte Trump seine Drohung nicht aus. Die iranische Justiz hatte zuvor die ersten Protestteilnehmer vor Gericht gestellt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnte, dass bereits heute das erste Todesurteil vollstreckt werden könnte. „Falls sie das machen, werden wir sehr entschlossen handeln“, sagte Trump.
+++ Die USA fordern ihre Landsleute auf, den Iran umgehend zu verlassen
Laut einer Reisewarnung aus dem US-Außenministerium sollten Amerikaner den Landweg in Richtung Türkei oder Armenien nutzen. Fluggesellschaften beschränkten weiterhin Flüge von und nach Iran, einige hätten ihren Betrieb ganz eingestellt. Die Proteste im Iran könnten weiter eskalieren und in Gewalt umschlagen, hieß es weiter.
+++ Der Satelliten-Internetanbieter Starlink bietet im Iran seinen Dienst nun offenbar kostenlos an
Das teilten Aktivisten der Nachrichtenagentur AP mit. Mehdi Jahjanedschad, ein in Los Angeles ansässiger Aktivist, der dabei geholfen hat, die Geräte in den Iran zu bringen, sagte der AP, dass der kostenlose Dienst bereits gestartet und vollständig funktionsfähig sei. Auch andere Aktivisten bestätigten online in Nachrichten, dass der Dienst kostenlos verfügbar sei. Seit die iranischen Behörden infolge der landesweiten Proteste am Donnerstagabend das Internet abgeschaltet hatten, ist Starlink der einzige Weg für Iraner, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Starlink selbst bestätigte die Entscheidung zunächst nicht.
+++ Nahost-Forum fordert von Merz Ausweisung des iranischen Botschafters
Nahostexperten haben die sofortige Ausweisung des iranischen Botschafters aus Deutschland gefordert. Zugleich sei unverzüglich der deutsche Botschafter abzuziehen, teilte die Denkfabrik Mideast Freedom Forum Berlin angesichts der Gewalt gegen Demonstranten mit. Direktor Spaney sagte, das iranische Regime habe keine Legitimität mehr. Auch Bundeskanzler Merz habe öffentlich erklärt, dass das iranische Regime am Ende sei. Jetzt müssten diesen Worten konkrete politische Konsequenzen folgen.
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.











