Peking
Trump beendet China-Besuch - offenbar mehrere Übereinkünfte erzielt

US-Präsident Trump hat eine positive Bilanz seiner China-Reise ‌gezogen. Auf dem Rückflug sprach er davon, dass "viele großartige Handelsabkommen" geschlossen worden seien. Der China-Berichterstatter der Unionsfraktion, Zippelius, wertet die Gespräche zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi als Versuch, wirtschaftliche und politische Stabilität herzustellen.

    Der Präsident der USA, Donald Trump, mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Bei einem Treffen stehen sie nebeneinander - Im Hintergrund die chinesische und die US-Flagge.
    US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping (imago / ZUMA Press Wire / Handout / White House)
    Trump sagte, es gebe eine Übereinkunft über den Kauf von 200
    Boeing-Flugzeugen. Die Zahl könne auf bis zu 750 anwachsen. Weitere Details nannte er nicht. Außerdem hätten Vertreter Chinas Interesse an amerikanischem Erdöl bekundet. Während der zweitägigen Gespräche mit Chinas Präsident Xi äußerte dieser nach Trumps Darstellung zudem die Bereitschaft, bei der Öffnung der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus zu helfen. Das chinesische Außenministerium teilte mit, die Gespräche hätten das gegenseitige Verständnis gefördert. Beide Staatschefs hätten vereinbart, die Anliegen des anderen angemessen zu behandeln.

    Auch Taiwan-Frage erörtert

    Gestern hatten die Kriege im Iran und in der Ukraine sowie die Taiwan-Frage das Gipfeltreffen geprägt. Xi, ​der die Insel als Teil Chinas beansprucht, warnte ‌Trump davor, dass die beiden Großmächte bei diesem Thema in einen Konflikt geraten könnten. - Der Besuch des US-Präsidenten war der erste in China seit fast einem Jahrzehnt.

    Zippelius (CDU): Begegnung beider Staatschefs auf Augenhöhe

    Der China-Berichterstatter der Unionsfraktion, Zippelius, wertet die Gespräche von US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi als Versuch, wirtschaftliche und politische Stabilität herzustellen. Zippelius sagte im Deutschlandfunk, die beiden Staatschefs seien sich auf Augenhöhe begegnet und um eine konstruktive Beziehung bemüht. Die Einschätzung einiger Beobachter, dass alle Trümpfe bei China lägen, teile er nicht, betonte Zippelius. Die Warnung Xis in der Taiwan-Frage sei nicht überraschend gewesen - wenngleich sich die Sprache Chinas deutlich verschärft habe. Es handele sich um die wichtigste Frage für China. Xi hatte damit gedroht, dass die Beziehungen zu den USA hier in eine äußerst gefährliche Lage kommen könnten. China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und strebt eine Vereinigung mit dem Festland an - notfalls auch mit militärischen Mitteln.
    Das deutsche Verhältnis zu China und Taiwan bezeichnete Zippelius als unverändert. Deutschland verfolge zwar eine Ein-China-Politik, pflege aber mit Taiwan eine Beziehung auf unteren Ebenen - etwa zur wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit.
    Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.