
Zuvor hatte der Generalsekretär des Militärbündnisses, Rutte, Verständnis für die erneuten Angriffe der US-Truppen auf Ziele im Iran geäußert. Der US-Präsident brachte zudem Unzufriedenheit mit der Politik seiner europäischen NATO-Partner zum Ausdruck. Er wolle als Reaktion den gesamten Handel mit Spanien einstellen. Zudem erneuerte Trump den Anspruch auf Grönland. Dazu bemerkte die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen, Grönland stehe selbstverständlich nicht zu Verkauf.
Zuvor hatte Bundesverteidigungsminister Pistorius die Hoffnung geäußert, dass vom zweiten Tag des NATO-Gipfeltreffens in der Türkei ein starkes Signal der Geschlossenheit ausgehen würde. Der SPD-Politiker sagte im Deutschlandfunk, Irritationen der USA wegen der Beteiligung europäischer Staaten an dem Verteidigungsbündnis hätten bei den bisherigen Beratungen keine Rolle gespielt.
Pistorius: Einigung über Kauf von Tomahawk in Reichweite
Eine Einigung mit den USA über den Kauf von Mittelstreckenwaffen hält Pistorius für möglich. Auf dem NATO-Gipfel in Ankara gebe es Bewegung, aber noch keine Ergebnisse, sagte der Verteidigungsminister. Es gebe bei den Mittelstreckenwaffen eine wichtige strategische Lücke in der Abschreckung, die man schließen wolle. US-Präsident Trump hatte im Mai die vereinbarte Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland abgesagt. Der Kauf wäre eine Alternative dazu.
Zu den Ankündigungen aus Washington, die militärischen Fähigkeiten in Europa zu verringern, äußerte sich Pistorius gelassen. Dies sei bislang nicht konkretisiert. Außerdem sei man sich einig, dass alles, was abgezogen werde, auch ersetzt werden müsse, sagte der SPD-Politiker.
Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



