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StartseiteThemaWie die Menschen bei einer Katastrophe gewarnt werden27.07.2021

Zivil- und KatastrophenschutzWie die Menschen bei einer Katastrophe gewarnt werden

Nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland kommt Kritik auf, dass die Bevölkerung nicht ausreichend gewarnt worden wäre. Wie laufen solche Warnungen ab und was braucht es in Zukunft, damit Warnungen rechtzeitig alle Menschen erreichen? Ein Überblick.

Nach der Hochwasser-Katastrophe im Erftkreis gehen die Aufräumarbeiten weiter. Bei den Bergungsarbeiten der zerstörten Autos in Erftstadt-Liblar kommen auch Sonar, Bundeswehrpanzer und Taucher zum Einsatz: Sie überprüfen die massiv beschädigten Fahrzeuge auf der B256 Luxemburger Straße. Die Fahrer der Autos und LKWs waren von den Wassermassen überrascht worden, konnten sich nach bisherigen Erkenntnissen offenbar noch eilig in Sicherheit bringen. Erftstadt, 17.07.2021 (picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres)
Wie und wodurch können Menschen zukünftig besser vor Extremwetterereignissen gewarnt werden? (picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres)
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Hätten frühzeitige Warnungen Menschenleben gerettet? Behörden und Feuerwehren sagen, sie seien noch zu sehr mit der Bewältigung der Krise beschäftigt, um das aufzuarbeiten. Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die man gleichzeitig einsetzen kann, um Menschen in potenziellen Katastrophengebieten zu warnen. Am 26. Juli hat sich der Innenausschuss in einer Sondersitzung zum Katastrophenschutz beraten. Diskutiert wurden auch mehr Kompetenzen für den Bund in diesem Bereich. Eine Grundgesetzänderung, um die Kompetenzen des Bundes zu erweitern, lehnte Innenminister Horst Seehofer (CSU) ab. Und auch sein bayerischer Kollege Joachim Herrmann (CSU) erteilte diesem Vorschlag im Dlf eine klare Absage. Stattdessen schlug er eine engere und koordiniertere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern vor.

Sondersitzung des Innenausschusses zum Hochwasser (27.07.2021)- Interview Joachim Hermann (10:24)

Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz, 24.07.2021, Rheinland-Pfalz, Bad Neuenahr-Ahrweiler: Zerstörte Fahrzeuge liegen am Straßenrand auf aufgetürmten Sperrmüllbergen. Die Aufräumarbeiten in dem Hochwassergebiet sind in vollem Gange. Zahlreiche Autos wurden in dem Gebiet weggeschwemmt und zerstört. Bad Neuenahr-Ahrweiler Rheinland-Pfalz Deutschland Bad Neuenahr-Ahrweiler *** After the storm in Rhineland-Palatinate, 24 07 2021, Rhineland-Palatinate, Bad Neuenahr Ahrweiler Destroyed vehicles lie on the side of the road on piles of bulky waste The cleanup work in the flooded area is in full swing Numerous cars were washed away and destroyed in the area Bad Neuenahr Ahrweiler Rhineland-Palatinate Germany Bad Neuenahr Ahrweiler Copyright: x xonw-imagesx/xJasonxTschepljakowx (IMAGO / onw-images) (IMAGO / onw-images)Kommentar: An erster Stelle muss die Fehleranalyse stehen
Nach dem verheerenden Hochwasser fordern die Grünen mehr Kompetenzen für den Bund beim Katastrophenschutz. Dafür müsste das Grundgesetz geändert werden. Die Diskussion um Kompetenzen gehe am Problem vorbei, kommentiert Gudula Geuther.

Die Dlf-Nachrichten informieren über die aktuellen Entwicklungen in ihrem Liveblog.

Wie und wie gut funktionieren Wetterwarnungen?

Für bestimmte unwetterträchtige Lagen gehen Vorwarnungen vom Deutschen Wetterdienst heraus. Diese sind nach Dringlichkeit gestaffelt. Bei der hohen Priorität etwa haben sich Medien verpflichtet, die Meldungen im Wortlaut der Behörde so schnell wie möglich auf den Sender zu bringen.

Allerdings habe man erst ein bis zwei Stunden vor dem Eintritt eines Extremereignisses die Genauigkeit, um ortsgenau einen Sturzbach oder einen extremen Niederschlag zu bestimmen, sagte Andreas Becker, Leiter des Referats für Niederschlagsüberwachung beim Deutschen Wetterdienst, im Dlf. Das sei zu kurz, um mit reaktiven Schutzmaßnahmen auf solche Unwetterlagen zu reagieren, so Becker: "Die Modelle lassen uns da im Stich."

Andreas Becker, Deutscher Wetterdienst: "Hochwasserprävention ist auf Kante genäht" (16. Juli 2021)

Die Bewarnungen der Regionen, die nun von der Unwetterkatastrophe in Deutschland betroffen sind, seien im aktuellen Fall seitens des Deutschen Wetterdienstes reibungslos verlaufen. Auch die Hochwasserzentralen haben Warnungen herausgegeben.

Mehrere Autos stecken nach Starkregen auf einer überfluteten Straße fest. Der Bach Vicht war über die Ufer getreten, das Gelände war überschwemmt. (picture alliance/dpa/dmp Press | Ralf Roeger) (picture alliance/dpa/dmp Press | Ralf Roeger)Wie ist die Jahrhundert-Katastrophe entstanden?
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Internationale Warnsysteme

Grenzüberschreitende Gewässer wie der Rhein oder die Donau werden international überwacht. Nach der Flutkatastrophe an Elbe und Donau 2002 entstand das Europäische Hochwasser-Warnsystem Efas. Efas habe schon Tage vor der Katastrophe Warnungen an die nationalen Behörden in der Schweiz, Belgien und Deutschland geschickt und 24 Stunden vorher präzisiert, welche Gebiete betroffen werden würden, kritisierte eine der Entwicklerinnen des Systems, Hannah Cloke, in der "Sunday Times". Cloke sprach im Zusammenhang mit den vielen Toten bei der Unwetterkatastrophe von einem "monumentalen Systemversagen". Man müsse jedes Kettenglied der Warnkette untersuchen, um künftige Fehler abzustellen. 

Kommentar von Vivien Leue: Das Hochwasser hat es gezeigt - der Katastrophenschutz hat nicht funktioniert (20. Juli 2021)

Welche Warnketten werden im Gefahrenfall in Gang gesetzt?

In Deutschland sind laut Paragraf 6 des Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetzes (ZSKG) die Länder und deren Katastrophenschutzbehörden für die Warnung bei Katastrophen und allgemeinen Gefahrenlagen zuständig. Das gilt zum Beispiel für:

  • Großbrände mit massiver Rauchentwicklung
  • Chemieunfälle
  • Überschwemmung und Hochwasser
  • Folgen von Unwettern
  • Stromausfälle oder Zusammenbruch anderer Infrastruktur
  • gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier

Die örtlichen Behörden versenden Warnungen und Handlungsempfehlungen an die Bevölkerung. Dafür gibt es keine einheitlichen Regeln. Die Warnketten sind dabei vielschichtig und mehrstufig. Für die Weiterleitung sind dann unter anderem auch die Medien und andere Warnmittel zustänig.

So kann zum Beispiel zunächst der Deutsche Wetterdienst warnen, dann geht die Meldung an die Hochwasserzentralen, von dort an die Kreisbehörden, von dort an die Medien, Warn-Apps, Informationstafeln und andere Warnmittel. Läuft wie in Wuppertal eine Talsperre über, ist vielleicht auch der Talsperren-Wart der Erste, der eine Warnung an den Wupperverband herausgibt, dieser gibt sie daraufhin an die Stadt, die dann wiederum die Medien informiert und die weiteren Warnmittel bedient.

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Zeitverzug durch mehrstufiges und bürokratisches Warnsystem?

Wie viel Zeit von der ersten Warnung bis zur Information der Bevölkerung verstreicht, ist dabei von Fall von Fall äußerst unterschiedlich, denn es spielen etliche Faktoren eine Rolle: Wie schnell durchläuft die Warnung die einzelnen Schritte und wie viele Zwischenschritte gibt es überhaupt? Wie dringlich ist die Warnung? Muss sie etwa in den Medien unverzüglich im Wortlaut verlesen werden oder kommt sie journalistisch aufbereitet in den Wetternachrichten vor? Wann erfolgt die Warnung? Nachts hört kaum jemand Radio oder wird von der Warn-App geweckt.

Und: Die Warnung vor besonderen Gefahren eines Verteidigungsfalls (etwa im Krieg) obliegt dem Bund, der über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) das Modulare Warnsystem (MoWaS) betreibt. Das BBK kann über das System Warnungen zentral über viele Wege auslösen - und somit etwa direkt zu Radiostationen durchdringen. MoWaS steht den Ländern auch im Katastrophenfall zur Verfügung, nicht alle machen jedoch davon Gebrauch.

Die Warninfrastruktur sei nicht das Problem gewesen, sie habe vollständig funktioniert, sagte BBK-Präsident Armin Schuster im Dlf. Er habe allerdings keinen Einfluss darauf, wie vor Ort mit diesen Warnungen umgegangen werde.

Zur Kritik am Katastrophenschutz - Interview Armin Schuster, BBK-Präsident (19. Juli 2021)

"Wir haben etwa 150 Warnmeldungen absetzen können, 16 davon mit der Warnstufe eins. Die Warnstufe eins heißt: Lebensgefahr", so Schuster. Die entscheidende Frage sei, wie sensibel Behörden, aber auch Bevölkerung auf solche Warnungen reagierten. "Wir hatten solche Extremwetterereignisse bisher nicht. Das ist das Problem."

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte auf einer Pressekonferenz am 19. Juli, dass Städte und Kreise gut reagiert und die richtigen Entscheidungen getroffen hätten. Die Menschen seien informiert gewesen. "Aber sie haben es nicht ernst genommen. Unser Problem ist, unser aller Problem, dass wir solche Gefahren nicht ernst genug nehmen, sondern glauben: Das passiert woanders, wird schon gut gehen." 

Welche Warnmittel gibt es, was fehlt?

Es gibt in Deutschland digitale, sowie in gewisser Weise analoge Warnsysteme, zum Beispiel diese: 

  • Medien, insbesondere das Radio
  • Warn-Apps wie die BBK-App NINA, BIWAPP, KATWARN, regionale Warn-Apps
  • Internetseiten wie Warnung.bund, RSS-Feed
  • Sirenen 
  • Lautsprecherdurchsagen
  • digitale Stadtinformationstafeln
  • Fahrgastinformationssysteme

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Um mögliche Katastrophen vorab besser einschätzen zu können, helfen Hochwasser-Audits, die Gemeinden dabei unterstützen, ihren Vorsorgestatus zu verbessern. Es gibt zudem bundesweit Gefahrenkarten für Flusshochwasser und Starkregen, die aber ausbaufähig sind. Die Hochwassserschutzprogramme werden nun überarbeitet, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Dlf.

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Wie können Warnsysteme verbessert werden?

Bei der Unwetter-Katastrophe sind binnen Minuten Strom- und Sendemasten weggerissen worden. So war keine Frühwarnung für Warn-Apps wie NINA möglich, nicht batteriebetriebene Digitalradios blieben stumm. Rettungskräfte konnten sich nicht über den digitalen Funk verständigen. Die Frühwarnsysteme hätten gezeigt, dass sie überarbeitet werden müssten, sagte Burkhard Müller, Landkreistag Rheinland-Pfalz, im Dlf.

Interview Burkhard Müller, Landkreistag Rheinland-Pfalz (19. Juli 2021)

Warnsirenen haben meist eigene Strom-Aggregate, die auch im Falle eines Stromausfalls funktionieren. Sirenen gibt es in Deutschland aber nur noch sporadisch. Nach dem Kalten Krieg wurden sie sukzessive abgebaut und vom Bund in die Obhut der Länder und Kommunen gegeben. Dazu sind viele nicht auf dem aktuellen technischen Stand. Es läuft zwar in diesem Zusammenhang ein Förderprogramm, doch die vorgesehenen 90 Millionen Euro würden nicht ausreichen, so BBK-Präsident Schuster. 

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"Wir brauchen andere Systeme der Sirenenwarnung", forderte Burkhard Müller vom Landkreistag Rheinland-Pfalz im Dlf. "Wir brauchen lautere Sirenen, gerade bei diesen Geräuschkulissen durch Bäche, die über die Ufer getreten sind."

Zudem läuft derzeit eine Studie vom BBK, in der versucht wird, herauszufinden, ob man "Cell Broadcast" als zusätzliches Warnmöglichkeit in Deutschland einführen könne. Über "Cell Broadcast" werden bei Bedarf Warnmeldungen an alle Mobiltelefone innerhalb einer gewissen Funkzelle verschickt. In anderen Ländern ist dies bereits Usus. Bundesinnenminister Horst Seehofer bestätigte vor einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestags am 26. Juli, er habe "Cell Broadcast" auf den Weg gebracht. Es gebe überhaupt kein vernünftiges Argument dagegen. Er gehe davon aus, dass das System noch in diesem Jahr eingeführt werden könne.


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Weitere Forschungsprojekte beschäftigen sich mit dem Ausbau von "Smart City"-Systemen in Richtung Katastrophenvorsorge: Ein Netz von Wettersensoren um die Städte erkennt zum Beispiel hohe Windgeschwindigkeiten oder Starkregen und löst dann verschiedene Dinge automatisch aus: An einer Unterführung, wo Autos noch hineinfahren würden, könnten automatisch Schranken geschlossen oder an anderen neuralgischen Punkten automatisch Spundwände hochgefahren werden. 

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, forderte deutliche Verbesserungen beim zivilen Bevölkerungsschutz als direkte Lehren aus der Katastrophe zu ziehen. Dazu gehörten funktionierende Warnsysteme – auch bei Stromausfall – sowie Übungen für Bürgerinnen und Bürger, wie sie sich in verschiedenen Katastrophenszenarien konkret verhalten müssten, sagte Landsberg im Interview der Woche im Deutschlandfunk.

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Wie sieht Katastrophenvorsorge im Alltag aus?

Es gibt vieles, was Menschen eigenverantwortlich und präventiv tun können: Nahrungsreserven aufbauen, mit denen man ohne Strom und frisches Trinkwasser länger als ein, zwei Tage auskommt, medizinische Vorräte anlegen, die wichtigsten Dokumente griffbereit halten, bei Sirenenalarm das Radio anstellen.

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Die Nutzung von Wetter-Warnapps müsste dazu genauso selbstverständlich werden wie der Umgang mit den Corona-Apps, fordert Wissenschaftsjournalist Volker Mrasek. Doch Warnungen müssten auch ernst genommen werden, betont Michael Kunz vom Karlsruher Institut für Technologie und Institut für Meteorologie und Klimaforschung.  Risikokompentenz, also zu wissen, was zu tun ist, Vorsorge zu treffen - das gehört nach Auffassung des Experten in die Schul- und Bildungspläne.

Quellen: Volker Mrasek, BKK, SMC, tota, og

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