Trotz Waffenruhe
Iran warnt: Straße von Hormus nur nach Abstimmung passieren

Die iranische Hafenbehörde hat Schiffen davon abgeraten, ohne vorherige Abstimmung mit den iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus zu passieren. Die Behörde verwies in einer Mitteilung auf die Gefahr von Minen nach Wochen des Krieges. Trotz Waffenruhe ruht der Schiffsverkehr in der Region weiter größtenteils.

    Iranische Öl- und Frachtschiffe im Persischen Golf vor der vor der Straße von Hormus.
    Eine Fahrt durch die Straße von Hormus ist derzeit kaum möglich. (picture alliance / dpa / Farshid-M. Bina)
    Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, der Iran habe den Schiffsverkehr durch die Meerenge aus Protest gegen die israelischen Angriffe im Libanon wieder eingestellt. Nach Angaben von Fars passierten seit Beginn der Waffenruhe nur zwei Öltanker die Straße von Hormus.

    Griechischer Regierungschef: "Gebühren völlig inakzeptabel"

    Der Iran erwägt Berichten zufolge auch ein Gebührensystem, um Schiffen die Durchfahrt zu gewähren. Dies stieß auf Kritik aus Griechenland, das über eine der weltweit größten Handelsflotten verfügt. Regierungschef Mitsotakis sagte dem US-Fernsehsender CNN, es sei völlig inakzeptabel, wenn der Iran nach dem Ende des Krieges von jedem Schiff, dass die Straße durchquere, eine Maut verlange.
    Mitsotakis sagte, möglicherweise müsse es ein separates internationales Abkommen bezüglich der Meerenge geben. Dieses dürfe aber keine Gebühren für Schiffspassagen enthalten. Andernfalls wäre das ein gefährlicher Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt.
    Weitere Informationen zur Lage im Nahen Osten in unserem Newsblog.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Sicherheit in der Straße von Hormus: Was könnte Deutschland beitragen?
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.