Freitag, 03. Dezember 2021

Newsblog zum Coronavirus+++ Coronavirus: Entwicklungen vom 30. September bis 3. Oktober +++

Frankreich meldet neuen Infektionsrekord. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA untersucht mögliche schwere Nebenwirkungen des Corona-Medikaments Remdesivir, mit dem derzeit auch US-Präsident Trump behandelt wird. Weitere Politiker der US-Republikaner sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weitere Entwicklungen im Newsblog.

30.09.2020

Ein Mann hat sich ein Spruchband mit der Aufschrift "Restons ouverts - Paris soutin Marseilles" umgehängt ("Bleiben wir offen - Paris unterstützt Marseille")
Protest der Bar- und Restaurantbesitzer in Paris (MAXPPP/Christophe Petit Tesson)
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Newsblog.
Samstag, 3. Oktober
+++ Frankreich meldet mit 16.972 Neuinfektionen die höchste an einem Tag verzeichnete Zahl. Insgesamt sind damit nach den Angaben des Gesundheitsministeriums 606.625 Erkrankungen bekannt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 49 auf 32.198.
+++ Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im niedersächsischen Landkreis Vechta ist über den als kritisch betrachteten Wert von 50 pro 100.000 Einwohner binnen Woche gestiegen. Dies war nach einem Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim erwartet worden. Nach Daten des Landesgesundheitsamtes sind es nun 51,8.
Laut RKI liegen derzeit deutschlandweit zwei Berliner Bezirke und die kreisfreie Städte Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen über dem 50er-Grenzwert (Stand: 3. Oktober 0.00 Uhr).
+++ In Teheran werden den staatlichen Medien zufolge für eine Woche Schulen, Moscheen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen geschlossen. Die Zahl der bekannten Fälle im Iran stieg dem Gesundheitsministerium zufolge zuletzt um 3523 auf 468.119. Zudem gebe es 179 weitere Tote und damit insgesamt 26.746. Präsident Hassan Ruhani hat schwere Strafen für Infizierte gefordert, die ihre Erkrankung geheim halten.
+++ Angesichts der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen übernehmen die AOK-Krankenkassen für ihre 27 Millionen Versicherten die Kosten für Grippeschutzimpfungen. Voraussetzung sei, dass die Behandlung vom Arzt verordnet werde, sagte ein Sprecher des AOK-Bundesverbands dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die AOK-Kassen versichern zusammen etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung.
+++ Die EU-Arzneimittelbehörde EMA untersucht mögliche schwere Nebenwirkungen des Corona-Medikaments Remedesivir, mit dem derzeit auch US-Präsident Trump behandelt wird. Die EMA prüft nach eigenen Angaben Berichte, wonach Corona-Patienten nach der Behandlung mit Remdesivir akute Nierenschäden erlitten haben. Es werde untersucht, ob das Medikament dafür verantwortlich sei, oder ob das Coronavirus selbst die Nierenschäden verursacht habe, so die Behörde.
Als wirksamstes Mittel gegen Sars-CoV-2 und die von dem Virus ausgelöste Erkrankung Covid-19 gilt ein Impfstoff. Weltweit wird daran geforscht, auch von deutschen Firmen. Welche Perspektiven gibt es? Ein Überblick zum Stand der Forschung.
+++ Die Corona-Krise hat auch viele Studenten in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. In den vergangenen fünf Monaten sind fast vier mal so viele Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau gestellt worden wie vor einem Jahr. Wie aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums hervorgeht, haben mehr als 30.000 Studenten Kredite in Höhe von insgesamt fast einer Milliarde beantragt.
+++ Nach Ansicht des Bundeslehrerverbands hat der coronabedingte Fernunterricht bei allen Schülerinnen und Schülern Spuren hinterlassen. Wir müssen feststellen, dass alle Schüler Defizite mitbringen aus der ersten Phase der Corona-Pandemie, in der die Schulen lange geschlossen worden sind", sagte der Verbandsvorsitzende Meidinger dem ZDF. Eine "bestimmte Gruppe" sei sogar "massiv abgehängt" worden. Meidinger beklagte, dass es teilweise an technischen Mitteln oder Motivation gefehlt oder der Fernunterricht "gar nicht richtig stattgefunden" habe.
Ein junger Mensch macht Schulaufgaben am Rechner und chattet dabei mit einer Lehrerin.
Homeschooling in Corona-Zeiten (imago images / Jochen Tack)
+++ In Indien ist die Zahl der Toten auf über 100.000 gestiegen. Damit ist das Land das dritte weltweit nach den USA und Brasilien, dass diese Marke überschreitet. Das Gesundheitsministerium meldete 100.842 Tote. Die Zahl der Infizierten steigt um 79.476 auf insgesamt 6,47 Millionen.
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt weiter. Statistiken des Robert Koch-Instituts (RKI) und aus den Bundesländern zeigen: Haben Mitte August noch Reiserückkehrer eine große Rolle gespielt, gibt es inzwischen mehr Übertragungen im Inland – etwa auf privaten Festen, Hochzeiten, Gottesdiensten und großen Partys.
+++ In Deutschland sind gestern 2.563 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Damit bleibt der Wert nun schon zum dritten Mal in Folge über der Schwelle von 2.500 Fällen pro Tag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 19 auf 9.527. Rechnerisch sind derzeit etwa 26.500 aktive Infektionen bekannt.
+++ Weitere Politiker der US-Republikaner sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Heute früh wurde bekannt, dass sich auch der Wahlkampfchef des Präsidenten, Stepien, angesteckt hat. Er leite die Kampagne nun erst einmal aus dem Home-Office, hieß es in Washington. Zuvor waren Infektionen bei Trumps Ex-Beraterin Conway, den republikanischen Senatoren Lee und Tillis sowie der Parteivorsitzenden McDaniel mitgeteilt worden. Sie hatten am vergangenen Samstag an einer Veranstaltung im Garten des Weißen Hauses teilgenommen. Die meisten Gäste trugen dabei keine Masken.
Freitag, 2. Oktober
+++ Die spanische Hauptstadt Madrid ist zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie abgeriegelt worden. Die Regionalpräsidentin setzte am Abend wider Willen eine entsprechende Anordnung der Zentralregierung in Kraft. Sie soll zunächst für zwei Wochen gelten. Madrid und weitere Gemeinden im Großraum der Hauptstadt dürfen nur noch mit triftigem Grund betreten oder verlassen werden, etwa für die Fahrt zur Arbeit oder um einen Arzt aufzusuchen. Für Bars, Restaurants und Geschäfte gelten Einschränkungen. An privaten Treffen dürfen maximal sechs Personen teilnehmen.
Die spanische Hauptstadt und die unmittelbare Umgebung ist die Region mit den höchsten Ansteckungsraten in Europa.
+++ Weite Teile der Niederlande, ganz Schottland und Teile Englands sind zu Corona-Risikogebieten erklärt worden. Das ist der Internetseite des Robert Koch-Instituts zu entnehmen. Die Einstufung als Risikogebiet sei nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch die Ministerien für Gesundheit, des Inneren und des Auswärtigen Amtes erfolgt. Demnach gelten die gesamten Niederlande als Risikogebiet bis auf die Provinzen Zeeland und Limburg. Im Vereinigten Königreich sind Schottland sowie die englischen Regionen North West, North East, Yorkshire and the Humber betroffen.
Auch zahlreiche weitere Länder und Regionen waren zuvor auf die Liste gesetzt worden. Unser Überblick: RKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete
+++ In Frankreich steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden um 12.148 Fälle. Damit haben sich nahezu 590.000 Menschen engesteckt. 136 weitere Coronavirus-Tote werden gemeldet. Die Gesamtzahl der tödlichen Krankheitsverläufe steigt damit auf 31.155.
+++ Ein Corona-Test beim demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Biden ist negativ gewesen. Das teilte der Politiker bei Twitter mit.
Biden rief dazu auf Masken zu tragen, Abstand zu halten und sich die Hände zu waschen.
+++ Bei US-Präsident Trump gibt es nach seinem positiven Corona-Test milde Krankheitssysmptome. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Zuvor hatte es noch geheißen, der Präsident sei bei guter Gesundheit. Trump und seine Frau Melania waren heute früh positiv auf das Virus getestet worden. Sie begaben sich in Quarantäne. Ein Corona-Test bei Vizepräsident Pence fiel negativ aus.
Unsere Analyse: Warum die Corona-Infektion Trump schaden und nutzen kann
Der Hintergrund: Wie ist die aktuelle Corona-Lage in den USA?
+++ Schleswig-Holstein hat den Berliner Bezirk Mitte wegen hoher Corona-Infektionszahlen als eines vor vier Risikogebieten im Inland ausgewiesen. Alle Einreisenden aus Risikogebieten müssen sich in dem Bundesland für zwei Wochen in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kiel sagte.
+++ Bundeskanzlerin Merkel hat US-Präsident Trump und seiner Frau Melania eine schnelle Genesung gewünscht. Trump hat sich eigenen Angaben zufolge mit dem Coronavirus infiziert, ebenso wie seine Frau. Merkels Sprecher Seibert twitterte, die Kanzlerin hoffe, dass der US-Präsident und die First Lady die Infektion gut überstünden und bald wieder ganz gesund seien. Sie sende Trump und seiner Frau all ihre guten Wünsche.
+++ Als erste europäische Hauptstadt wird Madrid wegen der aufgeflammten Corona-Pandemie wieder besonders scharfe Regeln einführen. Die Einschränkungen sollen ab 22 Uhr gelten. Restaurants und Bars müssen früher schließen und ihre Kapazitäten halbieren. Einwohnerinnen und Einwohner sollen nur zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen gehen. Die Auflagen sind allerdings nicht ganz so streng wie im Frühjahr, als die Menschen in Madrid ihre Wohnungen praktisch nicht mehr verlassen durften. Die sozialistisch geführte Regierung von Spanien hatte die Verschärfung für die Hauptstadt angeordnet. Die konservativ geführte Stadtverwaltung von Madrid hat sie nur widerwillig umgesetzt.
Mit 850 Infektionsfällen pro 100.000 Menschen weist die Region Madrid nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die höchste Rate in Europa auf.
+++ Das Paul-Ehrlich-Institut geht davon aus, dass in diesem Jahr noch keine Impfstoffe gegen das Coronavirus in Europa zugelassen werden. Der Leiter des Instituts, Cichutek, sagte, man gehe ganz klar davon aus, dass die Impfstoffe nach neusten Erhebungen der Europäischen Arzneimittelagentur in Europa die Zulassung eher zu Beginn nächsten Jahres erhalten würden.
Impfung mit Einwegspritze (Symbolbild)
Mit Hochdruck wird weltweit an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus geforscht (dpa / picture alliance / SvenSimon)
+++ Als Antwort auf Lieferengpässe in der Corona-Krise wollen die EU-Staaten unabhängiger von anderen Regionen in der Welt werden.
Man glaube an den freien Handel, aber zugleich müsse die EU widerstandsfähiger werden, sagte Ratspräsident Michel nach dem zweitägigen Sondergipfel der Europäischen Union in Brüssel. In strategisch wichtigen Branchen müssten die Kapazitäten gestärkt werden. EU-Kommissionschefin von der Leyen erklärte, in Schlüsselbereichen sollten die Kräfte gebündelt werden, damit die EU in der Welt wettbewerbsfähig sei.
Während der Corona-Krise waren in der EU zum Teil Medikamente ausgegangen, weil sie etwa in Asien produziert werden.
+++ US-Präsident Trump ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch bei seiner Frau Melania wurde die Infektion nachgewiesen, wie Trump auf Twitter mitteilte. Beide hatten sich kurz zuvor nach eigenen Angaben in häusliche Quarantäne begeben, nachdem bei Trumps enger Beraterin Hicks eine Infektion festgestellt wurde. Die frühere Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses hatte den Präsidenten noch an diesem Dienstag in seinem Flugzeug begleitet, als er zur Fernsehdebatte mit dem demokratischen Kandidaten Biden reiste. Der Leibarzt des US-Präsidenten erklärte, Trump könne trotz seiner Infektion die Amtsgeschäfte "ohne Unterbrechung" weiterführen. Ihm und seiner Ehefrau Melania gehe es gut, die beiden würden während ihrer Genesung im Weißen Haus bleiben. Ein ein Test bei Trumps Stellvertreter Pence ist indes negativ ausgefallen.
+++ Die Nachricht, dass US-Präsident Trump sich mit dem Coronavirus infiziert hat, hat auch die Börsenkurse in Europa absacken lassen. In Frankfurt am Main lag der Deutsche Aktienindex zu Handelsbeginn bei 12.550,73 Punkten und damit 1,4 Prozent im Minus. Ähnliche Entwicklungen gab es in London und Paris.
Ein Mann geht im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse an der Tafel mit der Dax-Kurve vorbei
Börse Frankfurt: Ein Mann geht im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse an der Tafel mit der Dax-Kurve vorbei (dpa / Arne Dedert)
+++ Die nordrhein-westfälische Stadt Hamm verlängert ihre Corona-Schutzmaßnahmen wegen erhöhter Infektionszahlen bis Ende Oktober. Wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte, müssen zudem künftig auch private Feiern ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen bei der Stadt angemeldet werden.
+++ Das Paul-Ehrlich-Institut hat eine weitere klinische Prüfung der Phase 1 für einen Impfstoff gegen Covid-19 in Deutschland genehmigt. Dabei handelt es sich um einen vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelten sogenannten Vektorimpfstoff. Die Studie soll mit 30 Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 55 Jahren anlaufen. Sie sollen zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen erhalten. Ende des Jahres soll es dann eine breiter angelegte klinische Studie der Phase 2 auch mit älteren Menschen geben.
+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut für gestern 2.673 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das waren 170 mehr als am Mittwoch. Damit sind rechnerisch derzeit etwa 25.400 aktive Infektionsfälle bekannt. Neu gemeldet wurden acht Todesfälle. Die Zahl der Menschen in Deutschland, deren Tod mit Covid19 in Verbindung steht, steigt damit auf 9.508.
Weitere aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland finden Sie hier.
+++ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat weitere Testmöglichkeiten auf Corona angedeutet. Bald könnten zum Beispiel auch Tests für Zuhause zum Einsatz kommen. Wann genau, ließ Spahn nach Gesprächen mit den Gesundheitsministerinnen und -Ministern offen. Er sagte, dass ein Heimtest erst von den Behörden genehmigt werden müsse.
+++ Als einziger Bezirk Berlins lässt Friedrichshain-Kreuzberg auch weiterhin keine Corona-Hilfe durch die Bundeswehr zu. Die Bezirksverordnetenversammlung verwies am späten Abend zwei befürwortende Anträge von SPD und CDU für weitere Diskussionen in den Sozialausschuss. Vor allem Vertreter von Linke und Grünen erklärten, das Gesundheitsamt habe die Lage im Griff und könne Kontakte auch ohne Hilfe nachverfolgen. Die CDU-Vorsitzende vermutete ideologische Gründe für die ablehnende Haltung in dem links-alternativ geprägten Bezirk, der eine der höchsten Infektionsraten in der Hauptstadt aufweist.
Donnerstag. 1. Oktober
+++ In der spanischen Hauptstadt Madrid soll es wegen hoher Corona-Zahlen wieder drastische Einschränkungen geben. Nach dem Willen der Regierung sollen nur noch Fahrten zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen erlaubt sein. Madrid wäre damit die erste europäische Großstadt, die erneut ähnliche Maßnahmen wie zu Zeiten des Lockdown ergreifen würde. Die Stadt hat mit mehr als 850 Fällen auf 100.000 Einwohner die höchste Infektionsrate in Europa.
Auch der französischen Hauptstadt Paris droht ab Montag die maximale Alarmstufe. Das erklärte am Abend Gesundheitsminister Véran. In Paris und den angrenzenden Vorstädten habe sich die Situation rapide verschlechtert, erklärte Véran.
Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für mehrere Regionen in Europa ausgesprochen, die regelmäßig aktualisiert werden. Dabei orientiert es sich an der Einschätzung des Robert Koch-Instituts, das in diesen Regionen die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus für besonders hoch hält. Wir haben die wichtigsten Informationen zu den Risikogebieten zusammengestellt und erklären, was das aktuell für das Reisen bedeutet.
+++ Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit rund 1.350 Soldaten verschiedene Corona-Hilfsmaßnahmen. Davon seien "rund 160 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes im Rahmen der Hilfeleistungen im Einsatz", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Demnach sind derzeit rund 320 Soldaten in zwölf Bundesländern unter anderem mit mobilen Teststationen im Einsatz. Um die Gesundheitsämter zu entlasten, würden darüber hinaus 426 Soldaten in 33 örtlichen Ämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. Insgesamt stehe ein Kontingent von bis zu 15.000 Soldaten kurzfristig für die Hilfe bereit.
+++ Einer Studie der Cornell University zufolge ist US-Präsident Trump für einen erheblichen Teil der Falschinformationen verantwortlich, die über die Corona-Pandemie im englischsprachigen Raum im Umlauf sind. Darüber berichtet die New York Times. Forschende der Universität im Bundesstaat New York hatten rund 38 Millionen englischsprachige Artikel analysiert, die über die Pandemie in traditionellen Medien und per Online veröffentlicht wurden. Dabei habe sich gezeigt, dass Trump der größte Verbreiter von Desinformation rund um das Coronavirus gewesen sei, erklärte die Hauptautorin der Studie, Evanega. Insgesamt sei er für 38 Prozent der Falschinformationen verantwortlich.
US-Präsident Donald Trump verlässt den Brady Press Briefing Room, nachdem er und Mitglieder der Coronavirus Task Force des Weißen Hauses am 19. März 2020 im Weißen Haus in Washington, DC, eine Pressekonferenz abgehalten haben. Er spiegelt sich dabein in einer Schreibe doppelt.
Donald Trump nach einer Pressekonferenz der Coronavirus Task Force (Getty Images / Chip Somodevilla)
+++ In der Türkei kritisieren Mediziner und die Politiker der Oppositionspartei CHP die neue Zählweise von Corona-Infektionen. Nur noch Personen mit Symptomen zu zählen, würde das wirkliche Ausmaß der Pandemie verschleiern und ziele nur darauf ab, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Türkische Ärztekammer erklärt, ihre Zweifel an der Höhe der berichteten Zahlen seien nun bestätigt. Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte am Mittwoch gesagt, dass es sich bei der von seinem Ministerium seit Ende Juli veröffentlichten Zahl von täglichen neuen "Patienten" um Fälle mit Symptomen handelt. Diese Angabe sei wichtiger als die Zahl von neuen Infektionen, die auch Fälle ohne Symptome beinhalte. In den vergangenen Tagen war die offizielle Zahl neuer Fälle auf etwa 1.400 pro Tag gesunken.
+++ Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA beginnt mit einer Überprüfung des sogenannten Oxford-Impfstoffs gegen das Coronavirus. Es ist das erste Mal, dass dies in der Europäischen Union bei einem Corona-Impfstoff geschieht. Der Impfstoff ist von dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt worden.
+++ Die UEFA erlaubt den Klubs bei internationalen Spielen wieder bis zu 30 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität mit Fans zu füllen, sofern auch die örtlichen Behörden dies gestatten. Fans der Gastmannschaften seien dabei "bis auf Weiteres" nicht zugelassen, teilte die UEFA am Donnerstag mit. In jedem Fall sei eine Genehmigung der örtlichen Behörden notwendig. Diese können auch niedrigere Grenzen als 30 Prozent festlegen.
+++ Gesundheitsminister Spahn hat erneut eindringlich dafür geworben, die Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu befolgen. Gerade mit Blick auf Herbst und Winter müsse man weiter "aufeinander aufpassen", sagte Spahn im Bundestag. Die sogenannte AHA-Formel- also Abstand, Hygiene und Alltagsmasken - sei dabei "die schärfste Waffe, die wir haben", sagte Spahn und wies gleichzeitig die Kritik am Tragen von Schutzmasken zurück: Freiheit bedeute auch, die Freiheit und Gesundheit des Anderen zu achten.
+++ Im Iran hat es binnen 24 Stunden alle sieben Mininuten einen Corona-Toten und alle 23 Sekunden eine Neuninfektion gegeben. Das Gesundheitsministeriums registrierte in diesem Zeitraum 211 Tote und 3.825 Neuinfektionen. Damit liegt die aktuelle Zahl der Corona-Opfer bei insgesamt 26.380, die der nachgewiesenen
Neuinfektionen bei mehr als 460.000, wie die Ministeriumsprecherin im Staatsfernsehen sagte. Gesundheitsexperten fordern umgehend Ausgangsperren.
+++ Das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) starten eine bundesweite Antikörper-Studie mit 34.000 Menschen. Geklärt werden solle unter anderem, wie viele bereits eine Infektion durchgemacht haben, wie hoch die Dunkelziffer ist und welche Menschen besonders häufig betroffen sind, teilen RKI und DIW mit. Die Studie soll bis Ende des Jahres laufen.
+++ Die deutschen Universitätskliniken melden wieder steigende Patientenzahlen auf den Intensivstationen. Die Situation sei "noch nicht dramatisch", bedürfe aber einer "sehr ernsthaften Beobachtung", sagte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité, Kroemer, in Berlin. In den vergangenen zwei Wochen erhöhte sich laut Kroemer in der Charité die Zahl der beatmeten Patienten von sechs auf 17. Es sei extrem wichtig, jetzt am Ball zu bleiben, sagte er mit Blick auf Corona-Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln oder das Tragen von Masken. Die Zahlen zeigten, dass die Pandemie noch lange nicht überstanden sei.
Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland finden Sie hier.
+++ Die Bundesregierung hat die globale Reisewarnung für Länder außerhalb der Europäischen Union aufgehoben. Das Auswärtige Amt erklärte auf seiner Internetseite, stattdessen gelten wieder differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise beziehungsweise Reisewarnungen für einzelne Länder.
+++ Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2.500 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts 2.503 neue Corona-Infektionen. Das waren 705 mehr als am Vortag. Zwölf weitere Menschen starben. Die Zahl der Menschen in Deutschland, deren Tod mit Covid-19 in Verbindung steht, stieg damit auf 9.500.
+++ Italiens Ministerpräsident Conte plädiert für eine Verlängerung des Ausnahmezustands bis Ende Januar. Er werde dies dem Parlament vorschlagen, kündigt er an. Aktuell gilt der Notstand noch bis Mitte Oktober.
Bundeswehrsoldaten stehen mit Corona-Schutzmasken
Coronavirus (David Inderlied/dpa)
+++ Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg steht wegen seiner Weigerung, in der Coronavirus-Pandemie Hilfe der Bundeswehr anzunehmen, in der Kritik. In elf Berliner Bezirken kommen bereits Soldaten zum Einsatz, die bei der oft telefonischen Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten oder in Teams für Tests eingesetzt werden. Zu den bisher 60 Soldatinnen und Soldaten sollen noch einmal 180 dazukommen.
+++ Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat Bundesinnenminister Seehofer (CSU) in den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes ein "vernünftiges Angebot" für die Beschäftigten in Gesundheit und Pflege angekündigt. Man dürfe sich nicht damit begnügen, von Helden zu sprechen, sagte er in der Haushaltsdebatte des Bundestages mit Blick auf das Engagement der Beschäftigten in der Corona-Krise.
+++ Südafrika öffnet nach mehr als einem halben Jahr wieder teilweise seine Außengrenzen. Während Reisende aus den meisten europäischen Ländern wegen der Zunahme der Corona-Infektionen weiterhin nur in Ausnahmefällen einreisen dürften, würden die Grenzen für alle afrikanischen Länder wieder geöffnet, teilte Innenminister Motsoaledi mit. Südafrika ist mit fast 675.000 Covid-19-Infektionen das am schwersten getroffene Land in Afrika.
Hier haben wir zusammengefasst, wie die Lage in den europäischen Urlaubsländern ist.
+++ In den Niederlanden ist die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung stehen, deutlich höher als ursprünglich gemeldet. Mindestens 10.000 Menschen dürften in der ersten Pandemie-Welle zwischen März und Juni an oder mit Covid-19 gestorben sein, teilte das nationale Statistikamt mit. Die Gesundheitsbehörden hatten bis Mittwoch insgesamt nur 6406 Todesfälle als Folge bestätigter Coronavirus-Infektionen gemeldet. Der Unterschied könnte auf positive Tests zurückgehen, die den Gesundheitsbehörden nicht gemeldet worden seien, heißt es.
+++ In der Corona-Krise sind im Gastgewerbe 325.000 Minijobs weggefallen. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von fast 36 Prozent, wie aus Daten der Minijobzentrale hervorgeht. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Zimmermann hatte sie abgefragt und ausgewertet. Das Gastgewerbe war von den Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie vor allem im Frühjahr besonders betroffen. Weitere Branchen, in denen zahlreiche Stellen mit geringfügiger Beschäftigung wegfielen, sind unter anderem der Handel und das verarbeitende Gewerbe. Insgesamt ging die Zahl der Minijobber den Angaben zufolge bundesweit um 837.000 zurück.
Die Attrappe in Form eines Riesen- Waffeleis vor einem Eiscafe in Dettenheim bei Karlsruhe. Die Tische und Baenke sind leer, gesperrt und abgeriegelt. Au?er-Haus Verkauf ist moeglich. GES/ Taegliches Leben in Deutschland waehrend der Corona-Krise, 27.04.2020 GES/ Daily life during the corona crisis in Baden-Wuerttemberg, Germany. April 27, 2020 A big dummy of an Icecream seen in front of a Ice Cream Caf? in Dettenheim, close to Karlsruhe. Benches and Tables are closed. | Verwendung weltweit
Die Gastronomie und Hotelbranche ist in großer Sorge wegen der Corona-Krise (GES-Sportfoto)
+++ Israel verzeichnet trotz eines seit zwei Wochen geltenden Lockdowns erneut einen deutlichen Anstieg von Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das Gesundheitsministerium teilte mit, binnen 24 Stunden seien 8.919 neue Fälle registriert worden. Die Zahl der Schwerkranken lag mit 810 weiterhin oberhalb einer von Experten als kritisch bezeichneten Marke. Dem Gesundheitssystem droht die Überlastung.
+++ Auch Belgien und Island werden jetzt als Risikogebiete eingestuft. Das Robert Koch-Institut hat am Abend seine Liste entsprechend aktualisiert. Mit Wales und Nordirland werden auch erstmals Teile Großbritanniens als Riskogebiet eingestuft. In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgogne hinzu. Damit ist im größten Nachbarland Deutschlands nur noch die Grenzregion Grand Est von der Einstufung als Risikogebiet ausgenommen.
+++ Die Bundesregierung hat die pauschale Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union aufgehoben. Jedes Land der Welt wird nun einzeln bewertet – so wie die Länder der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums. Reisewarnungen werden nur für Länder ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten haben. Das gilt derzeit für mehr als 130 Staaten ganz oder teilweise.
+++ In Argentinien hat die Armut während der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Nach Angaben der Statistikbehörde leben inzwischen 40,9 Prozent der Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Die Zahl sei damit um 5,5 Prozentpunkte im Vergleich zum ersten Halbjahr des vergangenen Jahres gestiegen. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, hatte die Regierung Mitte März strenge Ausgangsbeschränkungen erlassen, die zumindest im Großraum Buenos Aires noch immer gelten.
+++ Sprechen erhöht die Gefahr, eine Corona-Infektion weiter zu verbreiten. Das haben haben französische Forscher nachgewiesen. Sie haben mit Hilfe von Laserstrahlen sichtbar gemacht, wie sich Aerosole beim Sprechen im Raum verbreiten. Das Ergebnis: Mit den Aerosolen können die Vren schnell zu zu zwei Meter weit getragen werden. Das ist allerdings auch davon abhängig, was gesprochen wird.
Mittwoch, 30. September
+++ Streit in Spanien: Die spanische Zentralregierung hat ungeachtet des Widerstands mehrerer Landesregionen die Abriegelung von Großstädten im Falle hoher Corona-Infektionszahlen angekündigt. "Die Anordnung wird mit Veröffentlichung im Amtsblatt in den nächsten Tagen in Kraft treten", sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Nach den aktuell vorliegenden Zahlen wären von den Abschottungsmaßnahmen auch Madrid und neun weitere Städte im Großraum der Hauptstadt betroffen. Doch die Regionalbehörden in Madrid sind nicht einverstanden. Die Entscheidung sei rechtlich nicht gültig, hieß es. Auch stabilisiere sich die Lage in der Stadt.
+++ Der britische Premierminister Boris Johnson hat angesichts steigender Infektionszahlen die Briten erneut zu mehr Disziplin aufgerufen. "Wenn die Zahlen es erfordern, werden wir nicht zögern, wieder schärfere Maßnahmen einzuführen", sagte Johnson in London. Ob dies nötig werde, hänge einzig und allein davon ab, "wie effektiv wir dieses Virus unterdrücken".
+++ Die Corona-Krise bedroht Deutschlands wichtigste Galopp-Rennbahn in Iffezheim vor den Toren Baden-Badens. Man habe wegen der dramatischen finanziellen Verluste den Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt, teilte der Veranstalter der dortigen Rennen, Baden Racing, mit. Das außerordentliche Kündigungsrecht gelte zum Ende dieses Jahres.
Die Coronavirus-Pandemie kann auch für die Galopprennbahn Iffezheim Konsequenzen haben. Auf dem Bild ist ein Galopper auf einem Pferd zu sehen. 
Die Coronavirus-Pandemie kann auch für die Galopprennbahn Iffezheim Konsequenzen haben. (dpa/Uli Deck)
+++ Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern bereiten den zunehmenden Einsatz auch von Schnelltests zur Feststellung von Infektionen mit dem Coronavirus vor: "Wir möchten gern den Schnelltest zu einem Baustein machen", erklärte Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) nach einer Videokonferenz der Ressortchefs. Entscheidungen solle es bis zum 15. Oktober geben. Dabei gehe es unter anderem um die Kostenübernahme. Laut Spahn könnten auch bald Tests für Zuhause zum Einsatz kommen: "Es wird - ich kann Ihnen nicht genau sagen wann, aber absehbar, weil die Unternehmen daran arbeiten - auch den Heimtest geben können."
+++ In Bayern wird es doch keine Verlängerung für die Corona-Teststationen an Autobahnen geben. Sie werden in der Nacht auf Donnerstag abgebaut. Das teilte das Gesundheitsministerium im München mit. Die Landesregierung hatte wegen der gestiegenen Infektionszahlen in Österreich und Tschechien zuletzt erwogen, die Teststationen vorerst weiterzubetreiben.
+++ UNO-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Corona-Pandemie zu einer besseren Finanzierung des Impf-Programms der Vereinten Nationen aufgerufen. Es brauche einen "Quantensprung" an Unterstützung über die zugesagten drei Milliarden Dollar für das ACT-Programm hinaus. Für seine maximale Wirkung brauche es 35 weitere Milliarden, sagte er auf einer Digital-Veranstaltung, auf der weitere Zusagen erwartet werden.
+++ Die Opposiionsparteien im Bundestag haben sich in der Haushaltsdebatte wie erwartet kritisch mit der Politik der Großen Koalition auseinandergesetzt. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel sprach mit Blick auf die Unterstützung für die Wirtschaft von "Corona-Sozialismus". Sie bezeichnete die Maßnahmen als überzogen und warf der Regierung vor, damit eine Rezession ausgelöst zu haben und Panik zu schüren. FDP-Chef Lindner forderte eine Rückkehr zur Haushaltsdisziplin und die Einhaltung der Schuldenbremse.
+++ Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga im Norden hat die geplanten hohen Bußgelder in Schleswig-Holstein kritisiert. Dort soll, wer bei einem Restaurantbesuch falsche Kontaktdaten hinterlässt, 1.000 Euro zahlen. Hauptgeschäftsführer Scholtis sagte der dpa, es gehe um Gastsstätten und nicht um "hochsensible Bereiche". Auch sei es praktisch nicht möglich, Namen und Anschriften der Gäste auf ihre Korrektheit zu überprüfen.
+++ Bundeskanzlerin Merkel hat im Bundestag die Bevölkerung zum Durchhalten aufgefordert. "Geben wir alle als Bürgerinnen und Bürger dieser Gesellschaft wieder mehr aufeinander acht." Die Kanzlerin betonte, sie erlebe derzeit, dass die Vorsicht der Menschen nachlasse. Man dürfe jetzt "nicht alles riskieren", was man in den letzten Monate erreicht habe.
+++ Nach dem massiven Ausbruch des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl im vergangenen Winter haben die österreichischen Behörden Ermittlungen gegen vier Personen aufgenommen. Das teilte die Innsbrucker Staatsanwaltschaft mit ohne Einzelheiten zu nennen. In Ischgl hatten sich Tausende Urlauber infiziert und das Virus in ihren Heimatländern verbreitet.
+++ Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac startet in die zweite Phase bei der Prüfung seines möglichen Corona-Impfstoffs. Die Studie laufe in Peru und Panama mit 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten werden im vierten Quartal erwartet.
+++ In der Adventszeit dürfen die Geschäfte in Nordrhein-Westfalen sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen. Gesundheitsminister Laumann sagte, damit solle das Gedränge in den Fußgängerzonen entzerrt werden. Es handle sich um eine einmalige Maßnahme wegen der Corona-Pandemie. Auch Weihnachtsmärkte werden unter Auflagen erlaubt.
+++ In Tschechien haben knapp 80 "Drive-in-Wahllokale" geöffnet. Vor den Regional- und Senatswahlen am Freitag und Samstag können Wähler dort bereits vorab ihre Stimme abgeben und müssen dafür ihr Auto nicht verlassen. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Menschen, die sich in Quarantäne befinden.
+++ In Deutschland haben die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 1.798 neue Corona-Infektionen gemeldet. Wie das RKI weiter mitteilte, stieg die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, um 17 auf 9.488.
+++ In Belgien ist die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, über die Marke von 10.000 gestiegen. Das teilten die Gesundheitsbehörden mit. In dem Land mit 11.5 Millionen Einwohnern wurden insgesamt 117.115 Menschen positiv getestet.
+++ Die Gesundheitsminister der Länder beraten am Mittag mit Bundesgesundheitsminister Spahn über neue Maßnahmen gegen die Corona-Krise. Gestern hatten sich die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin auf strengere Corona-Auflagen verständigt.
+++ Israel hat das Demonstrationsrecht beschränkt. Bürger dürfen nur noch in einem Umkreis von einem Kilometer um den Wohnort demonstrieren. Damit soll die Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden. Kritiker sagen dagegen, damit sollen die Proteste gegen Ministerpräsident Netanjahu unterbunden werden. Stunden vor der Abstimmung protestierten Hunderte von Israelis vor dem Parlament. Seit Wochen versammeln sich Demonstranten unter anderem vor dem Wohnhaus von Netanjahu und fordern wegen Korruptionsvorwürfen und dem Umgang mit der Corona-Krise dessen Rücktritt.
+++ Der Pflegebevollmächtige der Bundesregierung, Westerfellhaus, fordert bei den Corona-Schutzmaßnahmen in Pflegeheimen mehr Mitsprache von Bewohnern und Angehörigen. Ihn erreichten Beschwerden, "dass die Angehörigen noch immer regelrecht aus- und die Bewohner eingesperrt" werden, sagte er dem Evangelischen Pressedienst. Zudem müssten systematische Tests von Pflegekräften und Pflegebedürftigen auf den Weg gebracht werden.
+++ Düsseldorf erwägt Rosenmontagszug im Fußball-Stadion. Noch handelt es sich um eine "Ideenskizze" - wie der Chef der städtischen Event-Tochter "D.Live", Brill, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Es gebe dazu Gespräche mit dem Düsseldorfer "Comitee Carneval". Der CC-Geschäftsführer Tüllmann sprach gegenüber der "Rheinischen Post" von einem Zug aus 70 Wagen. 17.000 Menschen könnten mit einem entsprechenden Schutzkonzept in der Arena von den Rängen aus den Zug verfolgen. Zum Rosenmontagsumzug in der Landeshauptstadt kommen normalerweise Hunderttausende Menschen.
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