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Donnerstag, 12. März
+++ Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat den bisherigen Verlauf des Krieges gegen den Iran positiv bewertet.
Der Iran sei heute nicht mehr das gleiche Land, sagte Netanjahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit dem Beginn des Krieges Ende Februar. Durch die US-israelischen Angriffe sei verhindert worden, dass der Iran seine unterirdischen Nuklear- und Raketenprogramme fortsetzen könne. Zudem seien führende iranische Atomwissenschaftler bei den Angriffen getötet worden.
Netanjahu drohte dem neu ernannten obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, er solle sich besser nicht in der Öffentlichkeit zeigen. Bezüglich eines möglichen Regimewechsels sagte Netanjahu, Israel werde mit den Angriffen auf den Machtapparat und die Revolutionsgarden die Bedingungen dafür schaffen, dann müsse aber die iranische Bevölkerung dies selbst in die Hand nehmen.
+++ Die iranischen Revolutionsgarden haben vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen ihres Landes gewarnt.
Falls dies geschehe, werde man die Öl- und Gasvorkommen in der gesamten Golfregion in Brand setzen, hieß es laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.
+++ Bundeswirtschaftsministerin Reiche erwägt angesichts der Folgen des Iran-Kriegs staatliche Eingriffe bei der Erdgasversorgung.
Man werde wahrscheinlich beim Erdgas etwas nachsteuern, sagte Reiche dem "Handelsblatt". Ihr Haus prüfe derzeit, welches das geeignete Kriseninstrument sei. Einzelheiten nannte die CDU-Politikerin nicht. Zu den Folgen des Konflikts für die deutsche Wirtschaft könne man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich äußern, sagte Reiche weiter. Die Lage im Iran sei hochdynamisch.
+++ Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben etwa 6.000 Ziele angegriffen.
Auch mehr als 90 Schiffe seien beschädigt oder zerstört worden, darunter mehr als 30 Minenleger, teilte das für die Region zuständige US-Kommando mit.
+++ Die israelische Armee hat erneut Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.
In der Hauptstadt Beirut wurden nach libanesischen Angaben mehrere Gebäude in verschiedenen Stadtvierteln bombardiert. Die Angriffe fanden demnach vor allem in dichtbesiedelten Wohngegenden statt. Mehr zum Thema.

+++ Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat eine längere Schließung der Straße von Hormus angedroht.
In der ersten Erklärung seit seiner Ernennung nannte Chamenei die Stilllegung der Schifffahrt in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge ein entscheidendes Druckmittel. Der iranische Führer trat nicht selbst vor die Kameras, sondern ließ die Stellungnahme von einem Sprecher verlesen. Der Iran bestreitet allerdings, in der Straße von Hormus Seeminen ausgelegt zu haben. Entsprechende Äußerungen von US-Präsident Trump seien falsch, sagte der iranische Vizeaußenminister Tacht-Rawantschi der Nachrichtenagentur AFP.
Chamenei kündigte Vergeltung für die im Krieg getöteten Iraner an. Die Angriffe auf israelische und US-Ziele würden fortgesetzt, ebenso werde man weiterhin arabische Golfstaaten beschießen. Chamenei forderte die Schließung aller US-Stützpunkte in der Region.
+++ Seit Beginn des Kriegs im Iran sind bereits mehr als 1.000 Menschen mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt.
Wie die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf das Auswärtige Amt schreibt, wurden bisher vier Sonderflüge aus Maskat im Oman und ein Sonderflug aus Riad in Saudi-Arabien organisiert. Diese seien für "vulnerable Menschen" gewesen, die per Bustransport zu den Flughäfen gebracht wurden. Bei der Ankündigung der Evakuierungsflüge hatte Außenminister Wadephul etwa von Schwangeren, Kranken oder Kindern gesprochen. Weitere Informationen zum Thema.

+++ Auf dem im Rahmen des Iran-Kriegs eingesetzten US-Flugzeugträger "U.S.S. Gerald R. Ford" hat es einen Brand gegeben.
Streitkräfte des für die Region zuständigen US-Kommandos teilten mit, das Feuer stehe nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen und sei unter Kontrolle. Die Antriebsanlage des Schiffes sei nicht beschädigt worden. Der Flugzeugträger bleibe voll einsatzfähig, hieß es.
+++ Trump: Hoher Ölpreis gut für die USA
Die deutlich gestiegenen Ölpreise sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump gut für die USA. "Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld", teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Trump hatte im Wahlkampf eigentlich damit geworben, die Energiepreise im Land deutlich zu senken. Infolge des Kriegs im Iran waren die Benzinpreise in den USA allerdings auf das höchste Niveau seit Sommer 2024 gestiegen. Im Weißen Haus gibt es die Sorge, dass der Preissprung die Verbraucher vor den wichtigen Zwischenwahlen im November verärgern könnte.
+++ Das Regime in Teheran hat der Europäischen Union eine "Mittäterschaft" bei den amerikanisch-israelischen Angriffen vorgeworfen.
Zur Begründung führte das iranische Außenministerium eine Gleichgültigkeit und Duldung der Europäischen Union angesichts der Aggressionen, Brutalitäten sowie Gräueltaten an. Zugleich warnte Parlamentspräsident Ghalibaf die USA und Israel davor, eine der iranischen Inseln im Golf zu attackieren. In dem Fall werde Teheran jegliche Zurückhaltung aufgeben, hieß es. Der Iran hält drei Inseln besetzt, die er vor der 1971 erfolgten Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate eroberte.
+++ Die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran haben dort eine Binnen-Flüchtlingskrise ausgelöst.
Seit Beginn der Angriffe Israels und der USA sind im Iran schon mehr als drei Millionen Menschen aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben worden, so das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR.

+++ Der Iran-Krieg sorgt laut der Internationalen Energieagentur IEA für eine beispiellose Störung der Ölversorgung.
Es handele sich um die größte Störung dieser Art in der Geschichte, schreibt die IEA in ihrem monatlichen Ölmarktbericht. Weiter heißt es darin, die Golfstaaten hätten die Produktion um mindestens zehn Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren - maßgeblich, weil der Transport durch die wichtige Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen sei. Die IEA vermutet, dass der Versorgungsausfall ohne eine rasche Wiederaufnahme des Verkehrsflusses weiter zunehmen wird.
+++ Iranische Streitkräfte melden Drohnenangriffe auf den israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet.
Zudem seien auch die israelische Luftwaffenbasis Palmachim und der Militärflughafen Ovda attackiert worden, hieß es. Über mögliche Schäden ist nichts bekannt. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete über Explosionen im Umkreis von Jerusalem.
Das israelische Militär verkündete unterdessen eine neue Angriffswelle auf den Iran. In einer Mitteilung hieß es, die Schläge seien von großem Ausmaß. Im Westen des Iraks meldeten mit dem Iran verbündete Milizen einen US-israelischen Luftangriff. Dabei seien 27 Mitglieder getötet worden.
+++ Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat mehrere Bilder aus seiner Berichterstattung über den Iran und auch aus weiteren Artikeln entfernt.
Grund sind Zweifel an ihrer Authentizität. Man habe vereinzelt Bilder identifiziert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit KI-generiert seien, hieß es. Zudem habe es Fotos gegeben, bei denen mutmaßlich mithilfe von KI unzulässige Veränderungen vorgenommen worden seien. Die Aufnahmen zeigten unter anderem einen iranischen Flugzeugträger aus der Vogelperspektive, eine Explosion in Teheran und den neuen Obersten Führer Mojtaba Khamenei an der Seite seines Vaters Ali Khamenei.
Die Iran-Bilder wurden von der Agentur "SalamPix" verbreitet. Diese lieferte das Material an die französische Bildagentur "Abaca Press". Von dort fanden die Bilder wiederum ihren Weg auch ins deutsche Angebot der Agenturen. Der Spiegel hat bislang vergeblich versucht, Kontakt zu "SalamPix" aufzunehmen.
+++ Etwa ein Viertel der iranischen Asylbewerber hat zuletzt die Erlaubnis erhalten, in Deutschland zu bleiben.
Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zitiert, wurden im Januar und Februar knapp 900 Asylverfahren positiv entschieden. Aus der Behörde hieß es, es sei noch nicht absehbar, ob wegen des Iran-Kriegs künftig häufiger ein Schutzstatus gewährt werde. Politiker drängen unterdessen darauf, sich auf deutlich mehr Flüchtlinge aus dem Iran als bislang vorzubereiten. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Mihalic, sagte dem "Handelsblatt", die Bundesregierung müsse sicherstellen, dass kein Chaos entstehe und humanitäre Standards eingehalten würden. Der CSU-Innenpolitiker Walch pochte auf eine Abwicklung der Asylverfahren an den EU-Außengrenzen.
EU-weit stellten iranische Staatsbürger im vergangenen Jahr mit Abstand am häufigsten ihren Asylantrag in Deutschland.
+++ Die Folgen des Nahostkriegs bremsen dem Ifo-Institut zufolge den Aufschwung in Deutschland.
Ein kurzfristiger Energiepreisanstieg verlangsame das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr um rund 0,2 Prozentpunkte, heißt es in der heute vorgelegten Frühjahrsprognose. Die Münchner Forscher halten dennoch an ihrer im Dezember aufgestellten Vorhersage eines Wachstums von 0,8 Prozent für 2026 fest. Ohne Krieg hätten sie die Prognose auf ein Prozent heraufgesetzt. Für 2027 wird ein Plus von 1,2 Prozent erwartet.
+++ Der CSU-Vorsitzende Söder drängt wegen der hohen Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs auf weitere Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher.
Söder forderte im Sender n-tv eine Verschärfung des Kartellrechts. Es reiche nicht aus, nur eine einmalige Erhöhung der Preise pro Tag zu erlauben, sagte der bayerische Ministerpräsident. Dann bestehe die Möglichkeit, dass die Preiserhöhung an den Tankstellen einfach stärker ausfalle. Bundeswirtschaftsministerin Reiche, CDU, hatte gestern angekündigt, Tankstellen nach dem Vorbild Österreichs nur eine tägliche Preiserhöhung zu gestatten. Sie verwies darauf, dass dafür das Kartellrecht geändert werden muss.

+++ Die Deutsche Industrie- und Handelskammer begrüßt die Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur.
DIHK-Außenwirtschaftschef Treier sagte im Deutschlandfunk, die Maßnahme sei erst einmal positiv zu bewerten. Die deutsche Exportwirtschaft stehe unter immensem Druck, der durch die Probleme auf Handelswegen wie der Straße von Hormus noch verschärft werde. Die jetzige Freigabe von Ölreserven könne Entlastung schaffen. Es dürfe aber kein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Treier führte aus, die Ölreserven müssten später wieder aufgefüllt werden. Dies dürfe nicht auf Kosten der Energiewende und des Infrastrukturausbaus gehen. Der DIHK-Außenwirtschaftschef sagte, er sehe Politik und Wirtschaft in der Pflicht. Man müsse sich resilienter aufstellen und sich bisher vernachlässigten Märkten öffnen. Als Beispiel nannte Treier die südamerikanischen Mersocur-Staaten, sowie Südostasien.
+++ Die USA geben zur Stabilisierung der Weltmarktpreise 172 Millionen Barrel Rohöl aus ihren strategischen Reserven frei.
Wie US-Präsident Trump sagte, soll die Maßnahme den rasanten Preisanstieg infolge des Iran-Kriegs abfedern. Die Freigabe ist Teil einer internationalen Aktion der Energieagentur IEA. Die Mitgliedsländer bringen insgesamt 400 Millionen Barrel auf den Markt – die größte Menge in der Geschichte der Organisation. Die US-Bestände sollen ab nächster Woche über einen Zeitraum von etwa vier Monaten schrittweise reduziert und später wieder aufgefüllt werden.
+++ Im Königreich Bahrain sind sechs Menschen festgenommen worden, die Videos von iranischen Angriffen verbreitet haben sollen.
Das Innenministerium wirft den Festgenommenen vor, Folgen der iranischen Aggression gepostet und feindliche Handlungen damit verherrlicht zu haben. Die Aufnahmen könnten die öffentliche Meinung in die Irre führen und Angst unter den Bürgern verbreiten, erklärte das Ministerium weiter. Die Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität in Bahrain habe die Verdächtigen festgenommen und an die Staatsanwaltschaft übergeben. Die Behörden in Bahrain haben bereits zahlreiche Menschen festgenommen, denen vorgeworfen wird, Orte iranischer Angriffe dokumentiert oder an pro-iranischen Demonstrationen teilgenommen zu haben.
+++ Die israelischen Streitkräfte haben bei einer Angriffswelle auf den Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der Hisbollah-Miliz zerstört.
Innerhalb von 30 Minuten habe die Luftwaffe in Vororten der Hauptstadt Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen, teilte das israelische Militär mit. Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden von Israel mit Raketen angegriffen.
+++ An den Ölmärkten zeichnet sich auch nach der Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur keine Entspannung ab.
Sorgen vor einer dauerhaften Blockade der Straße von Hormus hielten die Preise auf dem höchsten Niveau seit Jahren.

+++ Nach einem Angriff auf zwei Öltanker vor dem Irak hat die Hafenbehörde des Landes alle Ölterminals geschlossen.
Die Handelshäfen seien weiter geöffnet, meldet die staatliche Nachrichtenagentur INA. Bei dem Angriff sei eines der beiden Schiffe getroffen worden, das im Persischen Golf an einem Öltransfer beteiligt gewesen sei. Mindestens ein Besatzungsmitglied sei getötet worden, 38 weitere konnten gerettet werden. Die Suche nach Vermissten dauere an.
Auch in anderen Golfstaaten kam es zu Angriffen. Das kuwaitische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Luftabwehr habe mehrere Drohnen abgefangen. In Saudi-Arabien hat die Armee nach eigenen Angaben eine Drohne nahe des Botschaftsviertels der Hauptstadt Riad abgefangen. Die bahrainischen Behörden meldeten einen iranischen Angriff auf Treibstofftanks.
+++ Die erste Woche des Iran-Kriegs soll die USA nach übereinstimmenden Medienberichten 11,3 Milliarden US-Dollar (knapp 9,8 Milliarden Euro) gekostet haben.
Die Medien berufen sich dabei auf einer Berechnung der US-Regierung, die aber nicht die gesamten Kosten des Krieges umfassen soll.
Präsident Trump hat angedeutet, beim Kongress zusätzliche Mittel für den Krieg beantragen zu wollen. Diese Idee scheint jedoch vorerst nicht spruchreif zu sein. Der republikanische Senator Roger Wicker, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Senats, sagte, er rechne in diesem Monat nicht mit einem entsprechenden Antrag auf zusätzliche Mittel.
+++ Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmaßlich mehr als 170 Toten sind nach Medienberichten die US-Streitkräfte verantwortlich.
Veraltete Zieldaten hätten zu dem Fehler geführt, melden übereinstimmend die "New York Times" und der Sender CNN. Das gehe aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehört habe. Nun müsse die Frage geklärt werden, warum veraltete Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien. Wie CNN berichtet, zeigten Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden damals auf demselben Gelände waren. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 seien Kinder auf dem Schulhof zu sehen.

+++ Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Amir Saeid Iravani, hat eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats zum Krieg seines Landes mit den USA und Israel verurteilt.
Der Beschluss ignoriere "absichtlich die Hauptursachen der derzeitigen Krise", sagte er. In der Resolution, die einen Stopp iranischer Angriffe auf Golfstaaten fordert, wird nicht erwähnt, dass Israel und die USA den Krieg auslösten. Iran hat als Vergeltung Raketen und Drohnen abgefeuert. Der Zweck des Textes sei es, "die Rollen und Positionen von Opfer und Angreifer umzukehren", sagte Iravani vor dem Sicherheitsrat.
+++ Der UNO-Sicherheitsrat hat die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt.
13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text. Russland und China, die beide ein Vetorecht in dem Gremium haben, enthielten sich. Die Golfstaaten sehen sich Raketen- und Drohnenangriffen aus dem Iran ausgesetzt, seitdem die USA gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen haben. In der Resolution wurde unter anderem die sofortige Einstellung der iranischen Angriffe auf die Golfstaaten und andere Nachbarländer Irans gefordert. Außerdem wurde kritisiert, dass der Iran Stellvertretergruppen wie die Hisbollah einsetze. Die Resolution werde von insgesamt 135 Staaten unterstützt, sagte Bahrains UNO-Botschafter. Dazu gehöre auch Deutschland.
Mittwoch, 11. März
+++ Vor der Küste des Irak sind zwei Tanker mit Heizöl an Bord angegriffen worden und in Flammen aufgegangen.
Nach Angaben der irakischen Hafenbehörde wurden 25 Besatzungsmitglieder gerettet. Erste Untersuchungsergebnisse der irakischen Sicherheitsbehörden deuten darauf hin, dass iranische, mit Sprengstoff beladene Boote die beiden Tanker gerammt haben könnten.
++++ Die Revolutionsgarde im Iran bestätigt, dass der jüngste Angriff auf Israel gemeinsam mit der Hisbollah-Miliz im Libanon erfolgte.
Das melden staatliche Medien im Iran. Die Hisbollah-Miliz hatte am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das Militär meldete Einschläge.
Die israelische Armee meldete zugleich, sie habe neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert.
+++ Nach Saudi-Arabien melden auch Katar und Kuwait erneut Luftangriffe aus dem Iran.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums von Katar fingen die Streitkräfte von neun ballistischen Raketen acht ab. Eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet eingeschlagen, berichtet der Sender Al-Dschasira. Die kuwaitische Armee teilte mit, dass die Luftabwehrsysteme derzeit auf feindliche Raketen- und Drohnenangriffe reagierten. Über Opfer oder Verletzte wurde bislang nichts bekannt.

+++ In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Regierungsanhänger zu einer Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammengekommen.
Auf dem zentralen Revolutionsplatz versammelten sich Menschenmassen, wie Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten. Auf den Straßen versammelten sich Anhänger der Staatsführung um einen Sattelschlepper, der die Särge der getöteten Militärführer durch die Stadt fährt.

+++ Irans Präsident Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert.
Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien "feste internationale Garantien" für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte außerdem Reparationszahlungen.
+++ Im omanischen Hafen Salalah kämpft die Feuerwehr nach einem Drohnenangriff auf Treibstofftanks weiter gegen die Flammen.
Die Löscharbeiten könnten noch längere Zeit andauern, meldet die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Zivilschutz.
+++ Saudi-Arabien hat sieben ballistische Raketen abgefangen.
Sechs davon hätten auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Air Base gezielt, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit, wie die Arab News berichten. Zudem seien mehrere Drohnen in Richtung eines Ölfeldes abgeschossen worden.
+++ In Österreich dürfen Tankstellen künftig nur noch drei Mal pro Woche die Spritpreise erhöhen.
Das beschloss die Bundesregierung, wie Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer nach der Sitzung in Wien mitteilte. Preiserhöhungen sind dann nur noch an den Wochentagen Montag, Mittwoch und Freitag möglich. Ziel sei es, beruhigende Signale in den Markt zu setzen und keine hektischen Eingriffe vorzunehmen, sagte Hattmannsdorfer. Priorität habe die Versorgungssicherheit. Hintergrund ist der starke Anstieg der Kraftstoffpreise wegen des Iran-Kriegs.
+++ Die Hisbollah im Libanon hat nach Angaben der israelischen Armee erneut Ziele in Israel mit Raketen angegriffen.
Laut israelischen Medienberichten wurde eine Salve von etwa 100 Raketen auf den Norden des Landes abgefeuert. Das israelische Militär reagierte mit Luftabwehr und Gegenangriffen etwa auf Raketenwerfer und Infrastruktur der Hisbollah im gesamten Libanon. Zudem seien umfassende Angriffe auf Vororte von Beirut gestartet worden.
Im Libanon sind allein heute nach örtlichen Behördenangaben durch israelische Angriffe 64 Menschen getötet und 142 verletzt worden.
+++ Rumänien erlaubt den USA die Nutzung von Luftwaffenstützpunkten.
Das Parlament billigte den Schritt. Zuvor hatte der Oberste Rat für Nationale Verteidigung darüber beraten. Präsident Nicusor Dan sprach von einer "vorübergehenden Stationierung von amerikanischer Militärausrüstung und Streitkräften in Rumänien". Dan erklärte, die Entscheidung werde das Auftanken von Flugzeugen und den Einsatz von Geräten zur Überwachung und Satellitenkommunikation ermöglichen. Dies erhöhe auch "die Sicherheit Rumäniens".
+++ Das US-Außenministerium warnt vor möglichen Angriffen des Iran und verbündeter Milizen auf US-Ziele im Irak.
Diese könnten Angriffe auf Öl- und Energieanlagen planen, teilte das Ministerium in Washington mit. Zudem hätten die Milizen Hotels im ganzen Land im Visier, in denen US-Bürger verkehrten. Dies gelte auch für die kurdische Autonomieregion.
+++ Der Golf-Kooperationsrat hat den iranischen Angriff auf Treibstofftanks im Hafen von Salalah im Sultanat Oman auf Schärfste verurteilt.
Generalsekretär Albudaiwi betonte die uneingeschränkte Solidarität des Rates mit dem Sultanat Oman bei Maßnahmen, die es zum Schutz seiner Sicherheit, Stabilität und territorialen Integrität ergreift. Iranische Medien berichten laut Reuters, Präsident Peseschkian habe dem Sultan von Oman mitgeteilt, dass der Vorfall im Hafen von Salalah untersucht werden soll.
+++ Deutschland stockt seine humanitäre Hilfe für den Nahen und Mittleren Osten vor dem Hintergrund des Iran-Krieges weiter auf.
Dies gab Bundesaußenminister Wadephul bei einem Besuch im Golf-Emirat Katar bekannt. Nach seinen Angaben stellt das Auswärtige Amt weitere 93 Millionen Euro zur Verfügung; die Hilfen belaufen sich dann insgesamt auf 188 Millionen. Mit dem Geld sollen das UNO-Flüchtlingshilfswerk, das Kinderhilfswerk Unicef, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und weitere Nichtregierungsorganisationen in der Region unterstützt werden - auch in den Palästinensergebieten.

+++ Der Iran droht mit Vergeltungsschlägen auf Häfen am Persischen Golf.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sagte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte dem staatlichen Fernsehen, sollte die Drohung der USA gegen iranische Häfen umgesetzt werden, würde der Iran seinerseits alle Häfen und Wirtschaftszentren in der Region ins Visier nehmen.
+++ Der internationale Logistikkonzern Maersk stellt bis auf Weiteres alle Aktivitäten im Hafen von Salalah in Oman ein.
Das Unternehmen erklärte laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass dies eine Reaktion auf einen Vorfall in der Nähe des Stückgutterminals in Salalah sei, ohne weitere Details zu nennen. Nicht verifizierte Videos im Internet zeigen einen Großbrand eines Öltanks im Hafen von Salalah nach einem mutmaßlichen iranischen Angriff. Die staatliche Nachrichtenagentur Omans berichtet unter Berufung auf einen Beamten des Energieministeriums, dass alle Kraftstoffprodukte verfügbar seien und das es keinerlei Auswirkungen auf die Ölversorgung gebe.
+++ US-Präsident Trump hat seine Einschätzung bekräftigt, dass der Iran-Krieg bald enden könnte.
Es gebe fast keine Ziele mehr, die man noch angreifen könne, sagte Trump der Plattform "Axios". Das Kriegsende hänge allein von seinem Willen ab. Der israelische Verteidigungsminister Katz erklärte dagegen, man werde den Krieg gegen den Iran ohne zeitliche Begrenzung fortsetzen.
+++ Außenminister Wadephul ist in Katar eingetroffen.
In der Hauptstadt Doha will der CDU-Politiker mit seinem katarischen Amtkollegen Al Thani zusammenkommen, der auch Ministerpräsident des Landes ist. Zuvor war Wadephul nach Saudi-Arabien sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist und hatte beiden Regierungen die deutsche Solidarität zugesichert.
+++ Die EU hat weitere Sanktionen gegen Organisationen und Funktionäre des Iran verhängt.
Diese seien für schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen verantwortlich, teilte die EU-Außenbeauftragte Kallas in Brüssel mit. Mit den Strafmaßnahmen setze man ein Zeichen, dass die Zukunft Irans nicht auf Unterdrückung aufgebaut werden könne. Sanktioniert werden demnach unter anderem 19 Personen. Einzelheiten nannte Kallas nicht.
+++ Die Internationale Energieagentur will eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigegeben.
Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur zufolge 400 Millionen Barrel Rohöl auf den Markt bringen. Deutschland hatte bereits angekündigt, sich mit 19,5 Millionen Barrel zu beteiligen. Hintergrund ist die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran.
+++ Deutschland gibt einen Teil seiner nationalen Ölreserven frei.
Das kündigte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Mittwoch in Berlin an. Deutschland beteiligt sich damit an der größten Reservefreigabe in der Geschichte der Internationalen Energieagentur. Die IEA hatte ihre Mitgliedstaaten um die Freigabe von insgesamt 400 Millionen Barrel Öl gebeten. Deutschland steuert knapp 19,5 Millionen Barrel bei. Hintergrund sind die seit Beginn des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Spritpreise. Die Straße von Hormus ist nach Angaben der Bundesregierung derzeit de facto nicht passierbar.
Wie die Ölreserve in Deutschland organisiert ist, erklären wir hier.
+++ Die Spritpreise an deutschen Tankstellen sollen künftig nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen.
Das teilte Bundeswirtschaftsministerin Reiche mit. Preissenkungen dagegen seien jederzeit zulässig, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Die Regierung wolle das Modell, das in Österreich bereits gelte, "so schnell wie möglich" einführen. Dafür müsse das Kartellrecht geändert werden. Ihr Ministerium arbeite aber ohnehin an einer Reform des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen.
+++ Bundesaußenminister Wadephul hat Saudi-Arabien die Solidarität Deutschlands zugesichert.
Der CDU-Politiker schrieb auf X, die Angriffe des Iran auf die US-Botschaft und auf kritische Erdölinfrastruktur in Saudi-Arabien seien zutiefst besorgniserregend. Wadephul war zuvor in der Hauptstadt Riad mit seinem saudischen Amtskollegen bin Farhan zusammengekommen. Der Bundesaußenminister hatte gestern bereits unangekündigt Israel besucht. Dort traf er unter anderem Angehörige der Opfer iranischer Raketenangriffe.
+++ Nach iranischen Drohungen gegen die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus werden weitere Zwischenfälle aus der Region gemeldet.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ein thailändisches Schiff sei in der Meerenge von einem Geschoss getroffen worden. Zwanzig Besatzungsmitglieder seien gerettet worden; drei würden jedoch noch vermisst. Zuvor hatte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt mitgeteilt, dass zwei weitere Frachtschiffe von Projektilen getroffen worden seien. Im Zuge des Iran-Kriegs geraten Schiffe in der Golfregion immer wieder unter Beschuss.
+++ Der SPD-Außenpolitiker Ahmetovic hat die US-israelische Kriegsführung gegen den Iran kritisiert.
Er sagte im Deutschlandfunk, US-Präsident Trump und Israels Ministerpräsident Netanjahu verfolgten keine abgestimmte Strategie. Beide widersprächen sich zudem teils öffentlich darin, was sie mit ihren Kampfhandlungen erreichen wollten. Ahmetovic betonte, der Krieg sei völkerrechtswidrig und nicht im Interesse Europas und Deutschlands. Schon jetzt seien mehrere umliegende Länder mit in die Kampfhandlungen einbezogen worden; es bestehe die Gefahr eines Flächenbrands im Nahen und Mittleren Osten.
+++ Im Iran-Krieg rechnet der Migrationsexperte Gerald Knaus in der derzeitigen Situation nicht mit einer großen Fluchtbewegung Richtung Europa.
Die Grenzen seien dicht und die sie bewachenden Soldaten hätten einen Schießbefehl, sagte Knaus im Deutschlandfunk. Es seien schlicht keine Wege nach Europa frei. Dass man die Menschen hier nicht ankommen sehe, bedeute aber nicht, dass es der Zivilbevölkerung im Iran gut gehe. Die Lage im Land sei katastrophal, was man auch an einer sich verstärkenden Binnenfluchtbewegung ablesen könne, erklärte Knaus. Die Bundesregierung hatte gestern vor chaotischen Zuständen im Iran gewarnt. Ein Abgleiten des Landes in bürgerkriegsähnliche Zustände sei möglich. Infolgedessen rechnet die Koalition mit einer großen Zahl an Flüchtlingen aus der Islamischen Republik.
+++ Berichte über vom Iran in der Straße von Hormus verlegte Seeminen schüren die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung.
US-Präsident Trump drohte dem iranischen Regime mit militärischen Konsequenzen in großem Ausmaße. Sein Land werde Vergeltung üben, sollte die für den Öltransport wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman vermint werden. Heute wollen die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder in einer Telefonkonferenz über die steigenden Energiepreise beraten. Im Gespräch ist unter anderem eine Freigabe von Ölreserven, um den Markt zu stabilisieren.
+++ Das US-Militär konzentriert seine Angriffe auf iranische Schiffe in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus.
Dabei seien unter anderem Boote versenkt worden, die Seeminen verlegen könnten, hieß es. Zuvor hatte der Sender CNN berichtet, dass der Iran damit begonnen habe, in der derzeit blockierten Straße von Hormus Minen zu legen.
+++ Der Iran hat nach eigenen Angaben eine neue Welle von Raketenangriffen auf israelische und US-amerikanische Ziele gestartet.
Staatsmedien zufolge wurden unter anderem israelische Großstädte und US-Stützpunkte im Irak und in Bahrain angegriffen. Wie die Zeitung "Times of Israel" berichtet, wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete. Auch Kuwait und Saudi-Arabien meldeten den Einsatz der Flugabwehr.
+++ Bundesaußenminister Wadephul ist nach Saudi-Arabien gereist.
Nach seinem Besuch in Israel ist Bundesaußenminister nach Saudi-Arabien gereist. Dort traf er in der Hauptstadt Riad mit seinem Amtskollegen Faisal bin Farhan zusammen. Zuvor hatte er in Israel Außenminister Saad getroffen und ein Telefonat mit US-Außenminister Rubio geführt. Anschließend sagte Wadephul im ARD-Fernsehen, er habe den Eindruck, dass es nach wie vor darum gehe, wirklich das Arsenal des Irans zu zerstören. Er rechne daher nicht mit einem schnellen Ende des Krieges.

+++ Der Deutsche Reiseverband rechnet mit einer zeitnahen Rückkehr festsitzender Urlauber aus der Golfregion.
Im Laufe des heutigen Tages könnten voraussichtlich alle verbliebenden Gäste von Reiseveranstaltern ausreisen, teilte der Verband mit. Insgesamt gehe es dabei um knapp 2.000 Personen. Die meisten von ihnen hielten sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Die Abreise sei aufgrund umfangreicher Luftraumsperrungen in der Region komplex. Auch Gäste von festsitzenden Kreuzfahrtschiffen sollen zeitnah nach Deutschland zurückkehren können.
Dienstag, 10. März
+++ Iranische Polizei nimmt laut Medienbericht 81 Personen fest.
Die der Revolutionsgarde nahestehende staatliche Nachrichtenagentur Tasnim zitiert auf der Plattform X einen hochrangigen Polizisten, wonach die Verdächtigen wegen Verbreitung von Informationen an "feindliche Netzwerke" über soziale Medien festgenommen worden seien.
Israels Premierminister Netanjahu appellierte auf X erneut an das iranische Volk, das Regime in Teheran zu stürzen. Er versprach, die USA und Israel würden dafür in den kommenden Tagen die Voraussetzungen schaffen.
+++ Nach israelischen Medienberichten hat eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete eine Satellitenstation tief im Inneren Israels getroffen.
Der TV-Sender N12 veröffentlichte ein Video, das den Moment des Einschlags bei dem Angriff am Montag zeigen soll. Den Berichten zufolge wurde eine Station des europäischen Satellitenbetreibers SES in Emek Haela in der Nähe der Stadt Beit Schemesch westlich von Jerusalem getroffen. Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte den Angriff für sich reklamiert. Die Satellitenstation gehöre zu einer Cyber-Abteilung der Armee, teilte die proiranische Gruppierung mit. Laut israelischen Medien handelt es sich dagegen um eine zivile, kommerzielle Einrichtung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. In Israel gilt derzeit eine Militärzensur.
+++ Der Oberste Befehlshaber der US-Streitkräfte, Präsident Trump, hat den Iran aufgefordert, keine Minen in der Straße von Hormus zu platzieren.
In seinem Online-Dienst Truth Social erklärte Trump, sollte der Iran Minen in der Meerenge ausgelegt haben, so müsse er diese sofort entfernen. Andernfalls werde dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben, drohte Trump. Laut einem Bericht des Nachrichtensenders CBS sieht der US-Geheimdienst erste Anzeichen dafür, dass der Iran Schritte unternimmt, um Minen in der Straße von Hormus zu verlegen.
+++ Nach irreführenden Angaben der US-Regierung zur Straße von Hormus hat der Ölpreis zwischenzeitlich um 15 Prozent nachgegeben.
Energieminister Wright hatte auf der Plattform X erklärt, die US-Marine habe in der vom Iran faktisch blockierten Meerenge erstmals einen Öltanker eskortiert. Weitere Schiffe würden folgen. Daraufhin verbilligte sich unter anderem die für Europa maßgebliche Nordseemarke Brent. Später löschte Wright die Nachricht wieder. Das Weiße Haus dementierte zudem seine Angaben. Der Ölpreis war bereits gestern deutlich zurückgegangen, nachdem Präsident Trump den Krieg gegen den Iran als "so gut wie beendet" bezeichnet hatte.
+++ Bei den Angriffen des Iran auf US-Stützpunkte sind bislang rund 140 US-Soldaten verletzt worden.
Darunter seien viele Leichtverletzte, erklärte das Pentagon. Sieben Soldaten wurden seit Kriegsbeginn getötet.
+++ Die US-Regierung hat Israel - Medienberichte zufolge - aufgefordert, Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur einzustellen.
Das Gesuch sei auf hoher politischer Ebene und an Israels Generalstabschef Ejal Samir übermittelt worden, melden das Portal Axios und laut "Times of Israel" auch Channel 12 unter Berufung auf Insider. Die US-Regierung habe ihr Anliegen unter anderem damit begründet, dass man nach dem Krieg mit dem iranischen Ölsektor zusammenarbeiten wolle. Stellungnahmen des Weißen Hauses, des US-Außenministeriums sowie der israelischen Botschaft in Washington lagen laut Reuters zunächst nicht vor.
+++ Das Pentagon bestätigt einen Medienbericht über zahlreiche verletzte US-Soldaten im Irankrieg.
In den zehn Tagen des Konflikts seien 140 Soldaten verwundet worden, heißt es in einer Erklärung. Die Mehrheit der Verletzungen sei von leichter Natur; 108 Soldaten seien wieder im Dienst. Bislang hatte das Verteidigungsministerium nur acht Schwerverletzte bestätigt. Sieben Soldaten wurden seit Kriegsbeginn getötet.
+++ Ein Tanker mit zwei Millionen Barrel iranischem Öl an Bord hat offenbar die Straße von Hormus durchquert.
Das sollen Schifffahrtsdaten des Dienstleisters "Lloyd's List Intelligence" zeigen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Demnach hat das unter der Flagge Guyanas fahrende Schiff "Cuma" am 9. März die Meerenge mit Ziel China passiert. Der Tanker steht auf einer US-Sanktionsliste. Mindestens fünf weitere Schiffe haben seit dem 28. Februar, also dem Beginn des Kriegs gegen den Iran, Öl in Richtung Asien transportiert.
+++ Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben erneut Ziele in Israel und US-Einrichtungen in der Region angegriffen.
Die Angriffe auf Israel hätten sich vor allem gegen Tel Aviv gerichtet, erklärten die Revolutionsgarden. Dabei seien besonders schlagkräftige Raketen zum Einsatz gekommen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
+++ Bundeskanzler Merz hat eine fehlende Strategie Israels und der USA für eine Beendigung des Iran-Krieges beklagt.
Merz sagte nach einem Treffen mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Babis in Berlin, die USA und Israel griffen den Iran seit mehr als einer Woche an, und mit jedem Tag würden sich mehr Fragen stellen. So gebe es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan, wie der Krieg zu einem schnellen und überzeugenden Ende gebracht werden könne.
+++ Wegen des Iran-Kriegs sitzen immer noch deutsche Urlauber in der Golfregion fest.
Der Deutsche Reiseverband teilte mit, man gehe davon aus, dass bis morgen Abend alle Gäste von Veranstaltern ausreisen könnten. Insgesamt gehe es dabei um knapp 2.000 Personen. Die meisten von ihnen hielten sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Weiter hieß es, die Abreise sei aufgrund umfangreicher Luftraumsperrungen in der Region komplex. Auch die von der Bundesregierung organisierten Rückholflüge gingen weiter: Heute früh landete erneut eine Lufthansa-Maschine in Frankfurt am Main; sie kam aus dem Oman.
+++ Die USA und Israel haben nach eigenen Angaben die heftigsten Angriffe gegen den Iran seit Kriegsbeginn ausgeführt.
US-Verteidigungsminister Hegseth sagte, man werde nun mit noch mehr Kampfjets und Bombern mehr Ziele angreifen. Iranischen Angaben zufolge wurden allein im Osten der Hauptstadt Teheran 40 Menschen getötet. Neben Wohngebieten seien etwa ein Hafen in der südlichen Stadt Bandar Abbas sowie eine Polizeiwache und ein zum Weltkulturerbe gehörender Palast in Isfahan getroffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ Israel hat auch seine Offensive gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon fortgesetzt.
Die Armee warnte Bewohner mehrerer Gebiete südlich der Hauptstadt Beirut vor bevorstehenden Luftschlägen. Nach Angaben der libanesischen Regierung sind bisher 760.000 Bürger als Vertriebene registriert worden. Laut Angaben iranischer Medien wurden bei Luftangriffen vier Diplomaten des Iran getötet.
+++ In Saudi-Arabien hat eine der größten Öl-Raffinerien der Welt nach einem iranischen Drohnenangriff den Betrieb eingestellt.
Aus Unternehmenskreisen verlautete, es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neun Treffer durch Drohnen; weitere der Fluggeräte sowie mehrere Raketen seien abgewehrt worden. Bislang seien in dem Land sechs Menschen getötet und 122 weitere verletzt worden.
+++ Wegen der Entwicklungen an den Ölmärkten infolge des Iran-Kriegs hat die Internationale Energie-Agentur noch für heute eine Sondersitzung einberufen.
Die IEA mit Sitz in Paris teilte mit, es gehe um eine Beurteilung der aktuellen Versorgungssituation und die Frage, ob nationale Ölreserven freigegeben werden müssten. In dem Verband sind 32 Mitgliedsstaaten organisiert. Sie verfügen über insgesamt 1,2 Milliarden Barrel an gelagertem Öl. Diese strategischen Reserven sollen im Krisenfall genutzt werden, um den internationalen Markt zu stabilisieren. Der IEA zufolge wurde zu diesem Instrument in den vergangenen gut 50 Jahren fünf Mal gegriffen.
+++ Bundesaußenminister Wadephul hat sich bei seinem Besuch in Israel hinter das Land gestellt, zugleich aber vor einem Auseinanderfallen des Iran gewarnt.
"Niemand kann ein Interesse an Chaos oder Bürgerkrieg im Iran haben", sagte der CDU-Politiker bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Gideon Saar in Jerusalem. Die Auswirkungen wären erheblich, und man würde sie auch in Europa zu spüren bekommen. Wadephul richtete zugleich klare Forderungen an Teheran: Das militärische Nuklearprogramm und das ballistische Raketenprogramm des Landes müssten überprüfbar beendet werden. Außerdem dürfe der Iran künftig keine Gefahr mehr für seine Nachbarn darstellen.
+++ Bundesaußenminister Wadephul ist zu einem unangekündigten Besuch in Israel eingetroffen.
Die Reise zu seinem Amtskollegen Saar war aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden. Der CDU-Politiker besuchte in Begleitung Saars die Stadt Beit Schemesch westlich von Jerusalem. Dort waren durch iranische Raketen neun Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt worden. Zuvor hatte Wadephul im EU-Mitgliedsstaat Zypern Station gemacht und mit seinem Amtskollegen Kobos über die Entwicklung im Iran-Krieg beraten.
+++ In Deutschland ist ein weiterer Rückholflug für in der Golfregion festsitzende Reisende eingetroffen.
Die Maschine der Lufthansa aus Omans Hauptstadt Maskat landete am frühen Morgen in Frankfurt am Main. In der vergangenen Woche hatte es zwei weitere von der Bundesregierung organisierte Flüge aus Maskat gegeben. Diese Flüge sind in erster Linie für vulnerable Gruppen gedacht, also Kranke, Alte, Schwache, Schwangere und Kinder. Zahlreiche Reisende können wegen des Iran-Krieges die Region derzeit nicht oder nur schwer verlassen. Es gibt allerdings auch Flüge von Reiseunternehmen und Fluggesellschaften, um Menschen zurückzuholen.
+++ Irans Außenministerium fordert für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien.
Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden solle, müsse es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen den Iran nicht erneut wiederholt würden, zitierte die Zeitung "Shargh" Vizeaußenminister Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.
+++ Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben Raffinerien und Öllager in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen.
Dies sei eine Vergeltung für Angriffe auf Öllager in der Islamischen Republik, teilte die Armee mit.
+++ In der Türkei ist ein US-Patriot-Luftabwehrsystem stationiert worden.
Wie das Verteidigungsministerium in Ankara mitteilte, befindet sich das System in der südöstlichen Provinz Malatya. Dies sei Teil der Maßnahmen der Nato zur Stärkung der Luftabwehr ihres Verbündeten angesichts der Raketenbedrohung durch den Iran-Krieg. Die Türkei werde weiterhin mit den NATO-Verbündeten zusammenarbeiten und die regionalen Entwicklungen gemeinsam bewerten.
+++ Der Iran lagert nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde fast die Hälfte seines hoch angereicherten Urans in der unterirdischen Anlage in Isfahan.
Der Tunnelkomplex sei das einzige Ziel, das bei den Angriffen Israels und der USA im vergangenen Juni offenbar nicht schwer beschädigt worden sei, sagte IAEA-Chef Grossi in Paris. Er bezifferte den Bestand in Isfahan auf etwas mehr als 200 Kilogramm. Weder die IAEA noch andere Beobachter hätten auf Satellitenbildern Anzeichen dafür entdeckt, dass das Material verlegt worden sei.
+++ Der Iran hat bei seinen Angriffen auf Ziele in der Golfregion laut Medienberichten auch erneut ein Feldlager der Bundeswehr in Jordanien beschossen.
Wie der "Spiegel" berichtet, wurden auf das Lager al-Asrak mehrere ballistische Raketen abgefeuert. Es sei niemand verletzt worden. Demnach befanden sich die dortigen Bundeswehrsoldaten zum Zeitpunkt der Attacken in Schutzräumen. Unklar sei noch, ob die Militärbasis von den Raketen oder von deren Trümmern nach Abschüssen getroffen wurde.
+++ Der Tankstellenverband erwartet Spritpreise von 2,50 Euro und höher.
Ein Sprecher des Verbands sagte der "Rheinischen Post", die Mineralölkonzerne würden auf dem deutschen Markt testen, welche Preise möglich seien. Gut eine Woche nach Beginn des Irak-Kriegs war der Ölpreis gestern auf ein Rekordhoch gestiegen.
+++ Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat ein Mensch ums Leben gekommen.
Acht weitere seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Zudem griff das iranische Militär eine Wasserentsalzungsanlage an.
+++ Irans Präsident Peseschkian hat nach dem erneuten Zwischenfall mit einer abgeschossenen Rakete ein Telefonat mit dem türkischen Staatschef Erdogan geführt.
Wie beide Seiten mitteilten, schlug Peseschkian eine gemeinsame Untersuchung vor und beteuerte, das Geschoss sei nicht iranischen Ursprungs. Erdogan habe erklärt, Teherans Angriffe auf Bruderländer nützten niemandem und müssten aufhören, zugleich aber auch die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran verurteilt.
Gestern hatte das Verteidigungsministerium in Ankara den Abschuss einer aus dem Iran in Richtung der Türkei abgefeuerten Rakete gemeldet. Erdogan sprach daraufhin von falschen und provokativen Schritten Teherans. Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits in der vergangenen Woche gegeben. Die NATO versicherte erneut ihre Unterstützung.
+++ Im Iran hat es Massenkundgebungen zur Unterstützung des neuen obersten geistlichen Führers Modschtaba Chamenei gegeben.
Staatliche Medien sprachen von Hunderttausenden, die ihm trotz der Gefahr neuer Raketenangriffe ihre Treue bekundet hätten. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Montag - und damit neun Tage nach dem Tod seines Vaters durch einen israelischen Luftangriff - zum neuen obersten Führer des Landes ernannt worden.
Die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen begrüßte den Schritt, in Israel wurde der Ayatollah dagegen als "Tyrann" bezeichnet. US-Präsident Trump erklärte, ihm schwebe ein Anderer vor, der den Iran führen könne. Einen Namen nannte er nicht.
Der geistliche Führer hat im Iran das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten, von politischen und militärischen Belangen bis hin zu gesellschaftlichen Fragen.
Montag, 9. März
+++ Kroatien und Ungarn deckeln als erste EU-Staaten die wegen des Iran-Krieges stark gestiegenen Benzinpreise.
Wie der kroatische Regierungschef Plenkovic in Zagreb bekanntgab, gilt von heute an eine Preisobergrenze von 1,50 Euro pro Liter Benzin und 1,55 Euro pro Liter Diesel. Der ungarische Ministerpräsident Orban kündigte einen ab Mitternacht geltenden Preisdeckel in ähnlicher Höhe an. Gründe für die Preisanstiege sind die faktische Sperrung der Straße von Hormus und die iranischen Angriffe auf Raffinerien unter anderem in Katar, Saudi-Arabien und Bahrain. Die Gruppe der G7-Staaten hatte gestern beschlossen, vorerst nicht auf die nationalen strategischen Ölreserven zurückzugreifen.
+++ US-Präsident Trump geht von einer nur noch kurzen Dauer des Kriegs gegen den Iran aus.
Er halte ihn für so gut wie beendet, sagte Trump dem Sender CBS. Der Iran habe keine Marine mehr, keine Kommunikationssysteme und keine Luftwaffe. Seine Raketen seien fast vollständig zerstört, und die Drohnen samt Fabriken ausgeschaltet. Militärisch gesehen habe das Regime in Teheran nichts mehr, so Trump. Nach dem Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe Ende Februar war der Präsident noch von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen ausgegangen. Kurz nach der jetzigen neuen Prognose Trumps sanken die Ölpreise deutlich. Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent fiel auf rund 89 Dollar. In der Nacht zum Montag waren es noch fast 120 Dollar.
+++ Die israelische Armee hat weitere Luftangriffe auf Ziele im Iran bekanntgegeben.
Unter anderem sei ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört worde, erklärte ein Sprecher der Streitkräfte. Von dort aus seien Angriffe gegen Israel gestartet worden. Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete zudem von Angriffen auf Militäranlagen im Westen Teherans.

Der Iran attackierte seinerseits wieder Israel mit Raketen. Dabei wurden laut dem Rettungsdienst David Adom bei einem Angriff auf eine Baustelle im Großraum Tel Aviv zwei Arbeiter getötet. Auch die pro-iranische Hisbollah griff nach eigenen Angaben erneut Israel mit Raketen an. Ziel sei ein Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv gewesen, erklärte die militant-islamistische Miliz. Über mögliche Schäden oder Opfer ist bislang nichts bekannt.
+++ In den USA haben die oppositionellen Demokraten eine unabhängige Untersuchung der Zerstörung einer iranischen Mädchenschule mit vielen Toten gefordert.
Eine Gruppe von demokratischen Spitzenpolitikern um die Senatorin Shaheen schrieb in einer Erklärung, unabhängige Analysen deuteten glaubwürdig darauf hin, dass ein Angriff von US-Streitkräften durchgeführt worden sein könnte. Sollte dies zutreffen, handele es sich um einen der gravierendsten Fälle mit zivilen Opfern bei einem US-Militäreinsatz seit langem. Die Schule im Süden des Landes war am 28. Februar von einer Rakete getroffen worden. Sie lag neben einem Marinestützpunkt der Revolutionsgarden. Nach iranischen Angaben wurden 168 Menschen getötet, die meisten davon Schülerinnen.

US-Präsident Trump machte heute den Iran selbst für den Angriff verantwortlich. Entsprechend äußerte er sich vor Journalisten in der Präsidentenmaschine. Die Investigativgruppe "Bellingcat " widersprach dem. Sie erklärte, die Analyse eines Videos deute auf eine Rakete der US-Armee hin. Ähnlich hatte sich kürzlich die "New York Times" geäußert.
+++ Die NATO hat das erneute Abfangen einer Rakete nahe der Türkei bestätigt.
Die NATO habe "wieder eine Rakete auf ihrem Weg Richtung Türkei abgefangen", erklärte eine NATO-Sprecherin im Onlinedienst X. Die Allianz sei unverändert bereit, "ihre Verbündeten gegen jegliche Bedrohung zu verteidigen", betonte sie. Das türkische Verteidigungsministerium hatte zuvor den Abschuss einer ballistischen Rakete aus dem Iran im türkischen Luftraum gemeldet. Demnach gingen Raketensplitter auf offenem Gelände in der an Syrien grenzenden Türkischen Region Gaziantep nieder.
+++ Wegen des Iran-Kriegs fliegt die Lufthansa bestimmte Ziele in der Region weiterhin nicht an.
Wie der Konzern mitteilte, bleiben Flüge etwa nach Dammam, Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 15. März ausgesetzt, Verbindungen nach Tel Aviv bis zum 2. April. Bereits in der vergangenen Woche waren Flüge nach Beirut bis zum 28. März und nach Teheran bis zum 30. April gestrichen worden. Die Flughäfen in Riad, Jeddah und Larnaca werden dagegen planmäßig bedient. Zudem schickt die Lufthansa Chartermaschinen im Auftrag von Reiseveranstaltern in die Region. Ein Flugzeug aus Maskat im Oman soll morgen in Frankfurt am Main landen.
+++ Frankreich arbeitet mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Schiffsverkehr durch die für den Handel wichtige Straße von Hormus nahe der iranischen Küste zu ermöglichen.
Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Präsident Macron bei einem Besuch im zyprischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heißeste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei. Die Meeresenge sei für den internationalen Handel sowie den Transport von Gas und Öl essenziell, sagte Macron.
+++ Bei iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach Angaben von Sanitätern zwei Menschen getötet worden.
Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, bei dem Angriff, der eine Baustelle im Großraum Tel Aviv getroffen habe, sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Schließlich sei ein weiterer Bauarbeiter im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.
+++ Israel wirft Iran vor, Streumunition einzusetzen.
Der Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welche Region betroffen war, teilte die Armee nicht mit. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
+++ Die EU-Kommission sieht trotz der hohen Öl- und Gaspreise kein "unmittelbares" Risiko für die Versorgung in Europa.
Die EU-Staaten hätten ausreichend Öl bevorratet, sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Auch bei der Gasversorgung sei die Lage unter Kontrolle. Die führenden westlichen Industriestaaten der G7 erwägen Medienberichten zufolge eine Freigabe von Erdöl-Notreserven. Der Ölpreis stieg heute auf den höchsten Stand seit Juli 2022.
+++ Israel und der Iran haben ihren gegenseitigen Beschuss fortgesetzt.
Die israelische Armee sprach von einer neuen Welle von Attacken gegen die Infrastruktur der iranischen Führung, so etwa in der Stadt Isfahan. Zugleich wurde Entwarnung für die eigene Bevölkerung gegeben, nachdem es in weiten Teilen von Zentral- und Nordisrael Raketenalarm gegeben hatte - darunter auch in den Städten Tel Aviv und Haifa.
+++ Die Parlamentswahl im Libanon wird verschoben.
Die Abgeordneten hätten mit großer Mehrheit dafür gestimmt, die laufende Legislaturperiode wegen des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten um zwei Jahre zu verlängern, meldet die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die 13 Mitglieder der militant-islamistischen Hisbollah im Parlament hätten sich ebenfalls hinter die Entscheidung gestellt. Durch Gefechte zwischen der Hisbollah und Israel wurden mehr als eine halbe Million Menschen im Libanon vertrieben. In weiten Teilen des Landes dürfte es daher schwierig sein, Parlamentswahlen abzuhalten. Eigentlich hätte die Abstimmung im Mai erfolgen sollen.
+++ Human Rights Watch wirft Israel den rechtswidrigen Einsatz von weißem Phosphor im Libanon vor.
Die israelische Armee habe am 3. März im südlibanesischen Johmor rechtswidrig Artilleriemunition mit diesem Stoff über Wohnhäusern eingesetzt, erklärte HRW. Die Aktivisten beriefen sich auf von ihnen überprüfte Bilder. Das israelische Militär wies die Darstellung zurück. Der Einsatz von weißem Phosphor als chemische Waffe ist nach internationalem Recht untersagt. Die Nutzung ist jedoch in bestimmten Fällen erlaubt, etwa zur Beleuchtung von Schlachtfeldern oder um Rauchschwaden zu erzeugen.
+++ Der russische Präsident Putin hat Modschtaba Chamenei zu dessen Wahl als Oberstem Führer des Irans gratuliert.
"Ich bin sicher, dass Sie das Werk Ihres Vaters ehrenvoll fortsetzen und das iranische Volk vereinen werden", erklärte Putin. Russland sei ein "zuverlässiger Partner" der Islamischen Republik und werde es bleiben, heißt es in einer Botschaft Putins, die auf der Webseite des Kremls veröffentlicht wurde.
+++ Die EU-Außenbeauftragte Kallas hat Hinweise auf russische Unterstützung für den Iran als erwartbar bezeichnet.
Berichte, wonach Moskau und Teheran gemeinsam daran arbeiteten, US-Soldaten ins Visier zu nehmen, sollten niemanden überraschen, sagte sie bei einem Treffen mit EU-Botschaftern in Brüssel. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, Russland liefere dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten amerikanischer Truppen, Schiffe und Flugzeuge, berichteten etwa der US-Sender CNN und die "Washington Post".

+++ Frankreich hat den Iran aufgefordert, seine Politik grundlegend zu ändern.
Das Regime in Teheran müsse weitreichende Zugeständnisse machen und zu einem "radikalen Kurswechsel" bereit sein, sagte der französische Außenminister Barrot dem Sender France Inter. Die Islamische Republik müsse die "destabilisierenden Aktionen, die für die Region und für uns selbst gefährlich sind", beenden und den Iranern "die Schlüssel für ihre Zukunft zurückgeben". Barrot forderte zudem Israel und die pro-iranische Hisbollah auf, ihre wechselseitigen Angriffe einzustellen. Für die Zivilbevölkerung im Libanon kündigte er Hilfslieferungen an.
+++ EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen fordert angesichts der internationalen Lage einen radikalen Kurswechsel in der europäischen Außenpolitik.
Europa könne nicht länger ein Hüter der alten Weltordnung sein - diese sei Vergangenheit und werde nicht zurückkommen, sagte die CDU-Politikerin bei einem Treffen mit EU-Botschaftern in Brüssel. Man werde die regelbasierte Ordnung immer verteidigen, aber man könne sich nicht mehr darauf verlassen, dass sie der einzige Weg sei, die eigenen Interessen zu verteidigen. Die EU müsse bereit sein, ihre Macht selbstbewusster einzusetzen - "ob wirtschaftlich oder diplomatisch, technologisch oder militärisch", erklärte von der Leyen. Zur Debatte über die Rechtmäßigkeit des Iran-Kriegs sagte die Kommissionschefin, es gebe verschiedene Ansichten darüber. Sie glaube aber, dass die Diskussion teilweise am Thema vorbeigehe. Denn Europa müsse "der Realität Rechnung tragen und die Welt so sehen, wie sie heute ist", betonte von der Leyen.
+++ Das israelische Militär hat erneut südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen, die als Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten.
Live-Bilder der Nachrichtenagentur AFP zeigten, wie Rauch über den betroffenen Arealen aufstieg. Viele Einwohner hatten das Gebiet nach einer Warnung verlassen, wonach die israelischen Streitkräfte Niederlassungen der mit der Hisbollah verbundenen Finanzinstitution Al-Kard Al-Hassan attackieren würden.
+++ Vor dem Hintergrund des Drohnenangriffs auf den britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat die Türkei sechs Kampfjets in den von ihr kontrollierten Norden der Mittelmeerinsel geschickt.
Zyprische Medien zeigten Bilder von der Landung der F-16-Jets auf dem Flughafen Ercan. Dieser liegt nordöstlich der Hauptstadt Nikosia in jenem Teil Zyperns, der von türkischen Truppen besetzt ist und nur von Ankara als Türkische Republik Nordzypern anerkannt wird. Neben den Kampfjets seien auch Luftverteidigungssysteme verlegt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Vor einer Woche hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol getroffen.
+++ China weist die Drohung von US-Präsident Trump gegen den Nachfolger des getöteten Ajatollahs Chamenei an der Spitze des Irans zurück.
Die Volksrepublik lehne eine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder unter jeglichem Vorwand ab, sagte Außenamtssprecher Guo. Die Sicherheit, Souveränität und territoriale Integrität des Irans müssten respektiert werden. Erneut forderte Peking Verhandlungen und ein sofortiges Ende der Militäreinsätze. Trump hatte dem Iran am Wochenende gedroht, ein Nachfolger des bei einem israelischen Luftangriff getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei werde nicht lange im Amt bleiben, falls die USA nicht in die Entscheidung einbezogen würden. Kurz darauf wurde Chameneis Sohn Modschtaba als neuer oberster Führer benannt.
+++ Wie der Ölpreis ist auch der Preis für Erdgas infolge des Iran-Kriegs weiter gestiegen.
Der niederländische TTF-Kontrakt, der als wichtigster europäischer Referenzwert gilt, schnellte um rund 30 Prozent nach oben und notierte zeitweise bei 69,70 Euro. Grund ist die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran und der Produktionsstopp von Flüssigerdgas in Katar wegen iranischer Raketenangriffe. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 war der Preis allerdings noch erheblich stärker gestiegen - damals lag er teils deutlich über 100 Euro und in der Spitze bei fast 340 Euro. Preisänderungen an der Börse kommen erst mit Verzögerung bei Bestandskunden an.
+++ Vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen und Mittleren Osten ist der Polizeischutz in Deutschland verstärkt worden.
In der Hauptstadt Berlin würden derzeit 1.132 gefährdete Objekte bewacht, darunter 174 jüdisch-israelische Gebäude, teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Ende 2024 waren nach damaligen Angaben noch 1.085Gebäude geschützt worden. Die Beamten stehen vor Botschaften, Synagogen und anderen Einrichtungen oder fahren diese regelmäßig an. Bei der Bewachung werden die derzeit 1.483 Objektschützer von Polizisten unterstützt. Deren Anzahl hänge von der jeweiligen Lage ab, hieß es. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei werden seit Monaten 350 bis 400 Beamte zur Verstärkung des Objektschutzes abgestellt. Dies reiße "gravierende Lücken", erklärte der Berliner GdP-Landesvize Schleheider. Er bezeichnete die Situation im Zentralen Objektschutz als "absolute Katastrophe".

+++ Wegen der Folgen des Iran-Kriegs ist der Dax auf den tiefsten Stand seit Monaten gefallen.
Der deutsche Leitindex gab zuletzt um 2,59 Prozent nach und rutschte unter die Marke von 23.000 Punkten. Zuvor hatten die Börsen in Asien teils deutliche Einbrüche verzeichnet.
+++ Nach den Worten von US-Präsident Trump sollten sich Verbraucher von den steigenden Ölpreisen nicht beunruhigen lassen.
Die seiner Meinung nach nur kurzfristige Verteuerung sei ein "sehr kleiner Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt". In sozialen Medien verbreitete Trump seine Prognose, die Ölpreise würden "rasch fallen", sobald die "Zerstörung der iranischen Atombedrohung" abgeschlossen sei.

+++ Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs wollen EU-Ratspräsident Costa und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen an diesem Montag per Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten beraten.
Bei dem Austausch gehe es um die weitere Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten für die Länder in der Region, erklärte eine Sprecherin Costas. Zudem solle über "Wege zur Beendigung" des Iran-Kriegs gesprochen werden.
+++ Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs reist der französische Präsident Macron heute nach Zypern.
Mit seinem Besuch wolle er die "Solidarität" Frankreichs mit dem EU-Partner zum Ausdruck bringen, teilte der Elysée-Palast mit. Vor wenigen Tagen war der britische Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer unbemannten Drohne iranischer Bauart getroffen worden. Nach dem Vorfall hatten Frankreich, Großbritannien, Italien und Griechenland die Entsendung von See- und Luftstreitkräften zur Unterstützung Zyperns angekündigt.
+++ Die Expertin für den Nahen Osten, Gilda Sahebi, sieht die Menschen im Iran von allen Seiten unter Druck.
Die Angriffe der USA und Israels zerstörten auch viele Existenzen etwa von Handwerksbetrieben, sagte Sahebi im Deutschlandfunk. Zugleich erschwere die Regierung in Teheran den Zugang zu überlebenswichtigen Informationen. So werde das Internet weiter blockiert. In der Bevölkerung, die keine Schutzbunker habe, herrsche daher eine große Wut auf das Regime. Sahebi betonte, die Führung der Islamischen Republik verstärke die Propaganda und setze ihren Kurs unbeirrt fort. Das zeige sich an der Wahl des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei, der selbst an der Niederschlagung früherer Proteste beteiligt gewesen sei.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Führung im Iran angegriffen.
Der Beschuss galt demnach Kommandozentren der Sicherheitsbehörden sowie der Basidsch-Milizen, die an der Niederschlagung der jüngsten Proteste maßgeblich beteiligt waren. Außerdem seien Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentriebwerke beschossen worden. Umgekehrt griff der Iran abermals Israel an. Dem Rettungsdienst Magen David Adom zufolge wurde dabei ein Mensch getötet; es gab rund 20 Verletzte.
+++ Die USA haben angesichts von Sicherheitsrisiken einen Teil ihres Botschaftspersonals in Saudi-Arabien angewiesen, das Land zu verlassen.
Das US-Außenministerium ordnete die Ausreise des nicht für Notfälle benötigten Personals sowie der Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern an. Damit verschärfte sie eine vorangegangene Empfehlung: Seit vergangener Woche hatte es für diese Personengruppen bereits eine Erlaubnis zur Ausreise gegeben. Saudi-Arabien verschärfte unterdessen seine Warnungen an den Iran. Dieser wäre der "größte Verlierer", sollte er weiterhin arabische Staaten attackieren, heißt es in einer Erklärung der Golfmonarchie.
+++ Als Folge des immer weiter steigenden Ölpreises sind wichtige Börsen in Asien eingebrochen.
In Japan lag der Aktienindex Nikkei zum Handelsschluss mehr als fünf Prozent im Minus. In Südkorea gaben die Kurse knapp sechs Prozent nach. Der Ölpreis stieg im asiatischen Handel zeitweise auf fast 120 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 2022. Asien ist stark abhängig von Öl und Gas aus Nahost.
+++ Der Golfstaat Bahrain war in der Nacht erneut das Ziel iranischer Attacken.
Bei einem Angriff auf die Insel Sitra wurden nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen verletzt. Zudem wurde der bedeutende Raffinerie-Komplex Al Ma'ameer getroffen und beschädigt. Die staatliche Ölgesellschaft Bahrains erklärte, der Betrieb sei beeinträchtigt. Es handele sich um einen Fall höherer Gewalt. Dadurch ist das Unternehmen von seinen vertraglichen Verpflichtungen befreit.
+++ Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum obersten Anführer des Irans begrüßt.
Dies sei ein "neuer Sieg für die Islamische Revolution und ein vernichtender Schlag gegen die Feinde der Islamische Republik", schrieb die vom Iran finanzierte jemenitische Miliz in einer Propagandamitteilung. Die Huthis sind wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der selbsternannten iranischen "Achse des Widerstands". Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels. Der 56-jährige Modschtaba Chamenei gilt als ebenso konservativer Hardliner wie sein bei US-israelischen Angriffen getöteter Vater.
+++ Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die Freigabe von Öl aus Notreserven.
Drei G7-Staaten - darunter die USA - hätten bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die "Financial Times". Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren. Die G7-Minister sowie IEA-Chef Birol wollten noch an diesem Montag in einer Telefonkonferenz über die Auswirkungen des Iran-Kriegs beraten, hieß es. Die IEA und die G7-Präsidentschaft reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
+++ Die Behörden in Katar haben mehr als 300 Menschen unterschiedlicher Nationalitäten wegen angeblicher Verbreitung "irreführender Informationen" festgenommen.
Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten in der Öffentlichkeit die Furcht angesichts des Krieges im Nahen und Mittleren Osten geschürt. Das Innenministerium erklärte, die Betroffenen hätten falsche Darstellungen gefillmt und verbreitet. In der Nacht zu Montag wurde ein Raketenangriff auf das Emirat gemeldet.
+++ Selenskyj: Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien.
Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen. Das sagte Präsident Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die Vereinigtten Staaten bereits am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
+++ Der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani hat alle Seiten im Iran-Konflikt zur Deeskalation aufgerufen.
"Wir werden weiter mit den Iranern sprechen und auf eine Deeskalation hinwirken", sagt der Ministerpräsident in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders Sky News. Der Iran müsse zunächst alle Angriffe auf die Golfstaaten und andere Länder einstellen, die nicht an diesem Krieg beteiligt seien. Die USA und Israel hatten vergangene Woche koordinierte Angriffe auf den Iran begonnen, woraufhin Teheran Raketen auf Israel und Ziele am Golf abfeuerte.
+++ Der Ölpreis ist auf den höchsten Stand seit Juli 2022 gestiegen.
Die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent wurde zeitweise über der Marke von 111 US-Dollar je Fass gehandelt - das sind 159 Liter. Am Freitag hatte der Ölpreis noch bei gut 90 Dollar gelegen. Damit beläuft sich der Anstieg seit Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche auf inzwischen rund 50 Prozent. Seither steigen auch die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen. Derzeit passieren aus Sorge vor Attacken des Irans kaum noch Schiffe die Straße von Hormus. Die Meerenge ist ein wichtiger Seeweg für Öl- und Gastransporte.
US-Präsident Trump erklärte, die Ölpreise würden nach der Beseitigung der nuklearen Bedrohung durch den Iran wieder sinken und seien ein sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt.
+++ Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen.
Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten zielten nicht auf solche Infrastruktur, sagte Wright dem Fernsehsender CNN. Am Samstagabend hatte die Bombardierung eines iranischen Öllagers durch die israelische Luftwaffe für Aufsehen gesorgt, in deren Folge auf Bildern zunächst große Feuerbälle zu sehen waren, bevor dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran verdunkelten. Israels Armeesprecher Defrin betonte, man habe Treibstofflager angegriffen, die vom Militär genutzt worden seien. Sein Land, kämpfe nicht gegen das iranische Volk, sondern nur gegen das Terrorregime.
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