Erste Stellungnahme des neuen Obersten Führers
Chamenei: Schließung der Straße von Hormus wird als Druckmittel fortgesetzt

Der neue ​Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat eine längere Schließung der Straße ‌von Hormus angedroht.

    Ein Mann mit schwarzem Turban läuft neben anderen Männern. Er trägt eine Brille und einen grauen Bart.
    Modschtaba Chamenei ist der Sohn des getöteten Ayatollah Ali Chamenei (Archivbild). (picture alliance / NurPhoto / Morteza Nikoubazl)
    In der ersten Erklärung seit seiner Ernennung nannte Chamenei die Stilllegung der Schifffahrt in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge ein entscheidendes Druckmittel. Der iranische Führer trat nicht selbst vor die Kameras, sondern ließ die Stellungnahme von einem Sprecher verlesen.
    Chamenei kündigte Vergeltung für die im Krieg getöteten Iraner an. Die Angriffe auf israelische und US-Ziele würden fortgesetzt, ebenso werde man weiterhin arabische Golfstaaten beschießen. Chamenei forderte die Schließung aller US-Stützpunkte in der Region.
    Modschtaba Chamenei ‌war am Montag ‌zum neuen Obersten Führer gewählt worden und trat damit die Nachfolge seines Vaters an, der ​bereits zu Kriegsbeginn bei einem Angriff getötet wurde.
    In einem Newsblog fassen wir weitere Entwicklungen zum Iran-Krieg und seinen Auswirkungen zusammen.
    Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.