Sonntag, 17.10.2021
 
Seit 06:10 Uhr Geistliche Musik
StartseiteInterview"Es geht ihm verhältnismäßig gut"16.04.2017

Papst Benedikt XVI. wird 90"Es geht ihm verhältnismäßig gut"

Benedikt XVI., der 2013 von seinem Amt als Papst zurücktrat, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Gemessen am Alter und an den Aufgaben, die hinter ihm liegen, gehe es ihm verhältnismäßig gut, sagte der Theologe und Journalist Stephan Kulle im DLF. Ein großes Manko sei für ihn selbst, dass seine Gedächtnisleistung nachlasse.

Stephan Kulle im Gespräch mit Kathrin Hondl

Papst Benedikt XVI. winkt am 27.02.2013 im Vatikan in Rom bei der Abfahrt nach der Generalaudienz auf den Petersplatz. Tausende Gläubige haben sich vor dem Petersdom versammelt, um den Pontifex zu verabschieden. Papst Benedikt XVI. hat als erster Papst der Neuzeit seinen Rücktritt erklärt. (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)
Papst Benedikt XVI. erklärte als erster Papst der Neuzeit seinen Rücktritt. (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)
Mehr zum Thema

Vier Jahre Papst Franziskus "Seine Kritik galt dem Gewissen der hohen Kleriker"

Geheimnisumwittertes Konklave "Auch Laien könnten den Papst wählen"

Castel Gandolfo Die Sommer der Päpste

Vatikan Weitere Schritte im Kampf gegen Kindesmissbrauch

Neues Buch "Letzte Gespräche" Benedikt XVI. kritisiert deutsche Kirche

"Das macht ihm wohl ziemlich zu schaffen", ergänzte Kulle. Das treibe ihn fast noch mehr um, als dass er nicht laufen kann.

Papst Benedikt XVI. wurde 2005 gewählt. "Er wollte nicht Papst werden, er ist dann quasi dem Willen der Kardinäle gefolgt und damit irgendwie dem erklärten Willen Gottes", sagte Kulle.  

Zu der jetzigen Stellung Benedikts sagte der Journalist, Benedikt stehe jetzt im Hintergrund wie ein Schutzpatron über allem, er greife nicht mehr aktiv ein, sondern er nehme den Job des Betens für die Kirche wahr. De facto bleibe er Papst, und er werde auch, wenn er irgendwann mal sterbe, wie ein Papst beerdigt. Er sei nicht zurückgestuft worden, sondern er sei nicht mehr im Dienst und nicht mehr aktiv. "Die herausgehobene Stellung bleibt, aber eben nicht mehr die Nummer-eins-Stellung."

Das gesamte Interview können Sie sechs Monate lang in unserer Mediathek nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk