
Der CDU-Politiker geht davon aus, dass der EU-Sondergipfel am Donnerstag über Gegenmaßnahmen entscheidet. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Lange, betonte, die USA seien auch stark abhängig von europäischen Produkten. Wenn Reden nicht helfe, müsse man eben Tatsachen schaffen. Der SPD-Politiker verwies auf Zölle, den Ausschluss amerikanischer Firmen von öffentlichen Ausschreibungen oder Exportverbote. Es gebe ein ganzes Paket mit Möglichkeiten. Dieses sei bewusst geschaffen worden, damit jemand, der Zölle als politisches Instrument einsetze, nicht kalkulieren könne, was als Gegenmaßnahme komme. Die EU sei natürlich in der Frage der Sicherheitspolitik gegenüber den USA in der schwächeren Position, hob Lange hervor. Das könne aber nicht die Ursache sein, alles zu akzeptieren, was die USA wollten.
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ahmetovic, hatte gestern erklärt, die Strategie der Anbiederung an Trump in den vergangenen Monaten habe nicht funktioniert. Trump verstehe nur die Sprache des Geldes. Gegenzölle der EU seien die richtige Antwort.
Hintergrund sind Trumps Zolldrohungen gegen europäische Staaten, die sich seinen Bestrebungen, die dänische Insel Grönland einzunehmen, widersetzen.
Weiterführende Informationen:
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen: US-Strafzölle sind ein Fehler
Streit um Grönland: "So geht es nicht weiter": Wirtschaftsweise Schnitzer fordert entschiedene Reaktion auf Trumps Zolldrohungen (Audio)
Außenhandel: Deutscher Export in die USA bricht ein
Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







