
Er wolle wissen, welche Motive dahinter stünden. Beim Öl gebe es aktuell ein Preisproblem, kein Mengenproblem, erklärte der CDU-Politiker. Auch innerhalb der G7-Gruppe sei man sich mit Ausnahme der USA einig, dass eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland nicht richtig sei. Merz betonte, Moskau zeige weiter keine Verhandlungsbereitschaft im Krieg gegen die Ukraine.
Ähnlich äußerte sich der SPD-Außenpolitiker Stegner. Die Strafmaßnahmen jetzt zu lockern, belohne diejenigen, die gerade keine Belohnung brauchten, sagte Stegner im Deutschlandfunk. Er kritisierte auch die US-Regierung für ihre Kriegsführung im Iran. Die hohen Ölpreise seien die Folge davon, dass man "mal eben" den Iran angegriffen habe, ohne die Konsequenzen zu überdenken. Stegner betonte, man werde aus der Wirtschaftskrise nicht herauskommen, solange die Kampfhandlungen andauerten. Deutschland und die europäischen Partner müssten alles für eine Beendigung des Krieges tun - sowohl im Iran, als auch in der Ukraine.
EU-Ratspräsident Costa: Maßnahme beeinträchtigt europäische Sicherheit
EU-Ratspräsident Costa bezeichnete die Lockerung von Sanktionen gegen Russland durch die USA als besorgniserregend. Die Maßnahme beeinträchtige die europäische Sicherheit. Das US-Finanzministerium hatte zuvor wegen der steigenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges eine Lizenz für den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten bis zum 11. April erteilt. Costa argumentierte, das erhöhe die russischen Mittel, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzuführen.
Die USA haben für 30 Tage die Sanktionen gegen Länder aufgehoben, die russisches Öl kaufen wollen. Die Maßnahme ist laut Finanzminister Bessent in der Menge begrenzt.
Russland begrüßt Entscheidung
Die russische Führung begrüßte die Entscheidung. Der Berater von Präsident Putin, Dmitrijew, sprach von rund 100 Millionen Barrel. Ohne russisches Öl könne der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben, schrieb Dmitrijew bei Telegram.
Die USA hätten faktisch das Offensichtliche anerkannt. Eine weitere Lockerung der Beschränkungen für russische Energieträger werde immer unausweichlicher, meinte Dmitrijew.
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Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






