
Wie viel Geld gibt es beim Kauf reiner Elektroautos?
Gefördert werden Haushalte bis zu einem Nettoeinkommen von 80.000 Euro. Das entspricht dem Bundesumweltministerium zufolge ungefähr einem monatlichen Nettoeinkommen von 4.800 Euro bei Ledigen und 5.400 Euro bei Paaren. Sollten Kinder im Haushalt leben, wird die Fördergrenze angepasst: Sie verschiebt sich pro Kind um 5.000 Euro nach oben bis zu einem maximal zu fördernden Haushaltseinkommen von 90.000 Euro.
Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Einkommen von bis zu 45.000 Euro können 5.000 Euro bereit gestellt werden. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.
Was ist mit Autos, die nicht rein elektrisch betrieben werden?
Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem sogenannten Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
Damit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den Prüfstand. Angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.
Ab wann gilt die neue Förderung?
Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar neu zugelassen hat, kann die Förderung beantragen. Das gilt sowohl für den Kauf als auch das Leasing. Beantragen kann man die neue Förderung voraussichtlich aber erst ab Mai, wenn das entsprechende Internet-Portal an den Start gehen soll.
Insgesamt drei Milliarden Euro sind für die Kaufprämie vorgesehen, was laut Ministerium für etwa 800.000 geförderte Fahrzeuge bis 2029 ausreichen soll.
Wie gefragt sind Elektroautos?
Ihr Anteil an allen Neuzulassungen legte im vergangenen Jahr zu. Etwa jedes fünfte neu zugelassene Fahrzeug war ein Elektroauto. 2024 war der Absatz von Elektroautos nach dem überraschenden Förder-Aus eingebrochen.
Wird die Förderung der kriselnden deutschen Autobranche helfen?
Bundesumweltminister Schneider sagte in Berlin, die Förderung sei ein starker Anschub für die Elektromobilität in Deutschland. "Und es ist ein Anschub für unsere heimische Automobilwirtschaft, die starke Elektroautos im Angebot hat", betonte der SPD-Politiker. Im vergangenen Jahr seien ungefähr 80 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europäischer Produktion gewesen. Zudem zeigten die Top Ten der neu zugelassenen E-Fahrzeugmodelle, wie stark die deutsche Autoindustrie sei.
Der Automobilexperte Dudenhöffer erklärte angesichts dieser Zahlen, eine Kaufprämie sei nicht notwendig. "Elektroautos verkaufen sich von allein. Schade um das Steuergeld", betonte der Leiter des privaten Instituts "Center Automotive Research" (CAR). Die Preise für Elektroautos seien zuletzt ohnehin gesunken. Es bestehe die Gefahr, dass die Autobauer die Prämie bei ihrer Preisgestaltung einpreisen würden, die Autos also teurer verkauften als ohne die Förderung. Dudenhöffer rechnet zudem mit einem großen Verwaltungsaufwand. Um den Absatz von Elektroautos anzuschieben und der heimischen Industrie zu helfen, wären seiner Ansicht nach günstigerer Ladestrom und niedrigere Lohnnebenkosten sinnvoller.
Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.










